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Aufpassen beim Kauf von Occasionshandys
Aus Espresso vom 18.08.2020.
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Occasions-Markt Alte Smartphones: Weitergeben statt horten!

Der Handel mit Occasions-Smartphones zieht in der Schweiz an. Doch für Konsumenten gibt es Stolpersteine.

Im vergangenen Jahr wurden weltweit mehr als 500 Millionen Smartphones verkauft. In der Schweiz besitzen über 90 Prozent ein solches Gerät, das sie alle paar Jahre durch eine neues ersetzen. Meist landet das alte Smartphone in einer Schublade. Sinnvoller wäre es, das Gerät zu verschenken oder zu verkaufen.

Trend zum Second-Hand-Smartphone

Laut dem Online-Händler Digitec hat die Zahl der Konsumenten und Konsumentinnen, die ein gebrauchtes Gerät kaufen, im vergangenen Jahr stark zugenommen, die Verkaufszahlen bewegen sich aber immer noch im tiefen einstelligen Prozentbereich. Dabei zeigt sich: Es sind vor allem Frauen, die ein Second-Hand-Smartphone kaufen; in neun von zehn Fällen wechselt dabei ein gebrauchtes iPhone die Besitzerin.

Wo bekomme ich ein Second-Hand-Smartphone?

Zahlreiche spezialisierte Händler wie Revendo, Recommerce oder Remade Swiss bieten gebrauchte Geräte an, die sie zuvor zurückgesetzt, geputzt und repariert haben.

Digitec arbeitet seit einem Jahr mit diesen Spezialisten zusammen und bietet gebrauchte Geräte an.

  • Vorteil: Man erhält eine Garantie, auch auf den Akku.
  • Nachteil: Der Service wirkt sich auf den Preis aus, die Geräte sind teurer.

Doch Geld ist für viele Occasion-Käufer nicht entscheidend: Viele kaufen ein gebrauchtes Smartphone, weil sie etwas für die Umwelt tun möchten.

Über Online-Auktionen wie Ricardo, Anibis oder Tutti kann man ohne Zwischenhändler direkt von privaten Nutzern ein gebrauchtes Gerät kaufen.

  • Vorteil: Guter Preis.
  • Nachteil: Man kauft die Katze im Sack, Garantie gibt es keine.

Gut fährt oft, wer das Gerät von einer Bekannten oder einem Verwandten übernimmt. Man kann dann meist davon ausgehen, dass einem die Person allfällige Mängel des Gerätes nicht verschweigt.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Neben dem Zustand interessiert vor allem das Alter des Gerätes: Apple liefert mindestens während fünf Jahren neue Versionen des Betriebssystems aus. Auf vielen Android-Geräten hingegen erhält man nach drei Jahren keine Updates mehr.

Das hat Folgen: Sicherheitslücken werden nicht behoben, nicht alle Apps lassen sich auf einer veralteten Version des Betriebssystems installieren. Die Swiss-Covid-App zum Beispiel benötigt die neuste iOS Version. Die lässt sich nur auf Geräten installieren, die im Herbst 2015 oder später auf den Mark kamen.

Wie lösche ich mein altes Smartphone?

Auf dem Smartphone lagern sehr persönliche Daten: Textnachrichten, Bilder und E-Mails. Weil viele befürchten, dass sich diese Dateien nicht zuverlässig löschen lassen, legen sie das alte Smartphone schliesslich lieber in eine Schublade – neben all die anderen Geräten der letzten Jahre.

Will man sein Gerät weitergeben, so sollte man folgendes beachten:

  • Zuerst überprüfen, ob das Filesystem verschlüsselt ist. Apple bietet diesen Dienst schon seit mehr als zehn Jahren an, Android folgte später. Sind die Daten verschlüsselt, so kann man sie nur noch lesen, wenn man im Besitz des Schlüssels ist.
  • Die Verbindung zwischen dem Gerät und den Online-Konten aufheben.
  • Das Gerät auf den Werkzustand zurücksetzen. In diesem Schritt wird auch der Schlüssel zum Filesystem gelöscht.
  • Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann mit speziellen Apps den Datenspeicher mehrfach überschreiben.

Wer sein Gerät einem spezialisierten Händler übergibt, bekommt auf Wunsch eine Bestätigung, dass die Dateien mit Hilfe einer speziellen Software gelöscht wurden.

Espresso, 18.08.2020, 8.13 Uhr

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