Zum Inhalt springen

Header

Audio
Aprikosenverkauf im Wallis: Etikettenschwindel wird bekämpft
Aus Espresso vom 27.07.2016.
abspielen. Laufzeit 04:21 Minuten.
Inhalt

Konsum Aprikosenverkauf im Wallis: Etikettenschwindel wird bekämpft

Der Kanton Wallis lässt beim traditionellen Aprikosenverkauf an der Strasse keine Schummeleien mehr zu: Mit der Kontrolle von Lieferscheinen und Labor-Analysen wird die Herkunft der zum Kauf angebotenen Früchte erfolgreich überprüft.

Die Walliser Aprikosen sind ein Verkaufsschlager: Pro Jahr werden zwischen 6000 und 7000 Tonnen dieser süssen Früchte verkauft, ein Teil davon traditionellerweise auch direkt am Strassenrand. Durchtriebene Händler haben bis vor zwei Jahren Aprikosen aus dem grenznahen Ausland als Schweizer Früchte verkauft. Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» hat darüber berichtet.

Falschdeklaration ist strafbar

Kurz darauf hat die Walliser Regierung neue Regeln eingeführt, um gegen die Falschdeklaration von Aprikosen vorzugehen. «Seither kontrollieren wir das Angebot der Strassenhändler rigoros und die Kontrollen zeigen Wirkung», erklärt der stellvertretende Kantonschemiker des Kantons Wallis Joel Rossier, gegenüber «Espresso».

Walliser Fähnchen als Qualitätshinweis

Wer seinen Stand mit einem Walliser-Fähnchen schmückt, darf seither zwingend nur Walliser Früchte verkaufen. Auch die Herkunft der Früchte muss schriftlich belegt werden können. Ausländische Früchte müssen für die Konsumenten einfach als solche erkennbar und deklariert sein. Der Stand darf nicht mit einem Walliser Wappen versehen sein.

Labortests machen Händlern Eindruck

Um sicher zu gehen, dass als Schweizer Früchte angepriesene Aprikosen wirklich im Wallis gewachsen sind, werden diese gemäss Rossier stichprobenweise im Labor untersucht. «Mit der Isotopenmethode können wir feststellen, ob die Früchte tatsächlich aus dem Wallis oder aus einer anderen Region stammen. Das wissen unterdessen auch die Händler.» Wer sich nicht an die Regeln halte, riskiere seine Verkaufsbewilligung oder gar eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Nach Rossier ist das Walliser Kantonslabor das einzige in der Schweiz, welches bei der Herkunftskontrolle diese Methode anwenden kann. Es würden auch Kontrollen für andere Kantone durchgeführt. Wer Schweizer Aprikosen kauft, erhält mit grosser Wahrscheinlichkeit Walliser Aprikosen. 95 Prozent der Schweizer Produktion wachsen an Walliser Südhängen.

Fühlen Sie sich getäuscht?

Dann melden Sie sich bei der Dienststelle für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kanton Wallis (DVSV).

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Seit Jahren kaufe ich keine Walliseraprikosen mehr im Geschäft. Nur noch wenn ich sehe, wie die Früchte direkt abgelesen werden kaufe ich ab und zu einige Aprikosen. Ich wurde mal im Wallis selber durch Verkaufsstand am Strassenrand hereingelegt (die Früchte waren sauer und nicht reif), doch ich habe aus diesem Fehler gelernt. Viele Leute lernen nichts, irgendwie wollen die immer wieder beschissen werden. Kaum zu glauben, aber war!
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Übrigens: Aprikosen sind kein Grundnahrungsmittel und ohne Aprikosen kann man sehr gut überleben! Bin nicht sicher, ob sich die jungen Leute von heute dessen bewusst sind?!
  • Kommentar von Heinz Hostettler  (Heinzvobärn)
    Von wegen Bschiss: sind nicht auch Blatter und Infantino aus dem Wallis?
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Also: Erstens sind die fehlbaren Aprikosenhändler an den Strassenrändern keine Walliser, sondern Deutschschweizer (Berner, St. Galler, Appenzeller) und Fribourger. Zweitens konnte man diesen Händlern klar illegales Verhalten nachweisen, etwas, was man Blatter und Infantino nicht kann. Drittens sind Kommentare, die wie der Ihrige eine ganze Volksgruppe kriminalisieren gleichzusetzen mit der Hetze gegen die Juden in den 30er Jahren. Schämen Sie sich einfach!
    2. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Ducrey: Sie haben recht mit dem Vergleich der Hetze gegen die Juden, aber sie haben die heutige Hetze gegen Russland, Polen usw. vergessen. Auch diese können zum Vergleich hergereicht werden.
  • Kommentar von Hans Fürer  (Hans F.)
    Ich war kürzlich eine Woche lang auf Sardinien und habe dort einheimische Aprikosen geniessen können, so saftig und aromatisch waren die, wie man das bei uns seit vielen Jahren kaum noch antrifft.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten