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Abzocke mit Ersatzteilen: Wie die Auto-Branche Kasse macht
Aus Kassensturz vom 21.10.2014.
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Konsum Autoersatzteile: Gleiches Produkt, doppelt so teuer

«Keine grosse Sache», denkt ein Volvo-Besitzer, als sein Garagist ein kleines Plastikteil auswechselt. Weit gefehlt: Verrechnet wird es mit 355 Franken! Obschon das gleiche Produkt im Internet bereits für 140 Franken bestellt werden kann. «Espresso» will wissen, wer da so viel Gewinn einstreicht.

Als die Motor-Warnlampe seines Volvos aufleuchtet, fährt Jean-Pierre Fedier umgehend in seine Garage. Dort wird der Fehler schnell gefunden: Der sogenannte Benzindruck-Sensor hat den Geist aufgegeben. Das zündholzschachtel-grosse Plastikteil sieht einfach aus: «Ich hatte das Teil in der Hand und es sah wirklich nicht kompliziert aus, einfach ein billiges Ersatzteil», erinnert sich Jean-Pierre Fedier.

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Wer verdient sich eine goldene Nase an Auto-Ersatzteilen? «Kassensturz» hat den Check gemacht und zeigt es anhand von Insider-Aussagen und konkreten Beispielen. Zum Artikel

Billig ist wohl das falsche Wort. Denn als der Volvo-Fahrer die Reparatur-Rechnung sieht, traut er seinen Augen nicht: Nahezu 360 Franken soll er für das kleine Plastikteil berappen. Fedier ist überzeugt: «Dieses Teil kann nicht so viel kosten, das ist einfach nur Wucher.»

Er bezahlt die Rechnung, doch der Benzindruck-Sensor lässt ihm keine Ruhe. Er sucht im Internet und merkt schnell: Genau das gleiche Produkt gibt es in spezialisierten Online-Shops bereits für 140 Franken. Er ärgert sich: «Mir verrechnete man 355 Franken. Das ist einfach überrissen und dekadent.»

Preisvergleich im Internet lohnt sich

Jean-Pierre Fedier reklamiert bei Volvo Schweiz. Diese verteidigt die hohen Preise mit der Verfügbarkeit der Ersatzteile rückwirkend auf mindestens zehn Jahre, mit schnellen Lieferzeiten und einer Ersatzteilgarantie von 24 Monaten.

So kommt Volvo in ihrer Stellungnahme zum Schluss: «Die dadurch nötigen Aufwände unsererseits sowie die gewährleistete Qualitätsgarantie unserer Vertreter rechtfertigen unserer Überzeugung nach den erwähnten Ersatzteilpreis von 355 Franken.»

Jean-Pierre Fedier überzeugt das nicht. Er wird künftig genau prüfen, wo er sein Auto reparieren lässt und vorher abklären, was die Ersatzteile kosten. Und das empfiehlt sich auf jeden Fall: Bevor die Reparatur durchgeführt wird, kann es sich lohnen, einen Preisvergleich zu starten. Das Internet liefert dem Autofahrer dazu gewisse Anhaltspunkte.

Ein weiterer Tipp: Nicht alle Reparaturen fallen sofort an. Das Ersetzen einer Bremsscheibe oder Kupplung zum Beispiel lässt sich planen. Sprechen Sie mit Ihrem Garagisten. Der eine oder andere hilft Ihnen gerne beim Beschaffen eines günstigen Ersatzteils.

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59 Kommentare

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  • Kommentar von jeanette , bülach
    Das ist ja überall so. Muss man halt aufpassen. Man geht ja schliesslich zu einem Fremden und nicht zum Schwiegervater :) Ich habe mir kürzlich meinen Garagentoröffner von Kaba Gilgen ersetzen müssen nach etwas recherche habe ich mir dann zu dem Preis den bei Gilgen EINER kostet - 2 deutlich schickere bei http://thiss.ch gekauft. Musst man halt etwas recherchieren aber hat sich gelohnt
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  • Kommentar von Samuel Freidig , Freiburg
    Ich beziehe das Service Public auch dem Ausland ist viel Intressanter und hat mehr abwechslung als dass der Schweiz. Vorallem die Meinungsvielfalt ist nicht so beschränkt. Auch ist gut ersichtlich wo mein Geld eingesetzt wird. In den Schweizer medien wird häufig von wichtigen Themen mit vielen kleineren Anzeigen und weniger drasstischen Themen abgelenkt.
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  • Kommentar von S. Neuenschwander , Ittigen
    Ich hole meine Arbeiter auch aus dem Ausland. Die sind viiiel günstiger und ich kann 100% Schweizerarbeit verrechnen xD die Qualität leidet nicht! (glaube ich). Gruss an Firmen bei denen es so ist.
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