Bald keine unerwünschten Werbeanrufe mehr?

Schweizer Telekomanbieter trafen sich mit Konsumentenschutz-Organisationen an einem runden Tisch. Drei von ihnen versprachen, gegen die Flut der unerwünschten Werbeanrufe etwas zu unternehmen. «Espresso» sagt, was Sie jetzt schon dagegen tun können.

Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS teilte heute in einer Medienmitteilung mit, dass drei Telekomanbieter aufgrund von Verhandlungen am runden Tisch Lösungsmöglichkeiten für die Bekämpfungen von Werbeanrufen suchen werden. Die Schweizer Telekombranche äusserte die Absicht, ihren Kunden bald Filter gegen unerwünschte Werbeanrufe anzubieten (mehr dazu auf SRF News).

Einerseits kündigte dies die Swisscom an. Sie versprach, bis voraussichtlich Ende 2016 einen Schutz vor unerwünschten Werbeanrufen zu realisieren. Im «Espresso», dem Konsumentenmagazin von Radio SRF 1, erklärt Swisscom-Pressesprecher Armin Schädeli: «Wir werden eine Lösung entwickeln, die ähnlich funktioniert wie ein E-Mail-Spamfilter. Es wird eine Liste mit unerwünschten Nummern erstellt und wenn Kunden den Service abonnieren, werden diese Nummern nicht mehr durchgestellt.» Dieser Service wird laut Armin Schädeli kostenlos sein. Allerdings betont er auch: «Einen hundertprozentigen Schutz wird es – genau wie bei den E-Mails – kaum geben.»

Auch UPC Cablecom und Sunrise versprachen Massnahmen. Nicht so Salt. Sara Stalder vom SKS ist aber überzeugt: «Die anderen Anbieter werden durch diese Massnahme einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben und Salt wird sich überlegen müssen, ob sie weiterhin im Abseits stehen möchte.»

Konsumenten können sich jetzt schon etwas tun

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