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Bluetooth-Kopfhörer: ausdauernd, aber nicht besonders gut
Aus Kassensturz vom 01.12.2020.
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«Kassensturz»-Test Bluetooth-Kopfhörer: ausdauernd, aber nicht besonders gut

Im Test von Bluetooth-In-Ear-Kopfhörern fällt vor allem die verbesserungsfähige Klangqualität auf.

Für kleine Bluetooth-Kopfhörer lohnt es sich, etwas tiefer ins Portemonnaie zu greifen, denn hier hat Qualität für einmal ihren Preis. «Kassensturz» und die welsche Konsumenten-Sendung «A Bon Entendeur» testeten zehn Bluetooth-Kopfhörer-Modelle, alle erhältlich im Schweizer Detailhandel. Das billigste war auch das schlechteste.

Enttäuschender Sound

Drei Modelle ragen im Test in Sachen Musikqualität oben raus: Die Airpods von Apple, Beoplay E6 von Bang & Olufson und die Galaxy Buds+ von Samsung. Das Modell von Samsung wurde Testsieger, da auch der Akku überzeugte. Dieser hält bei Apple im Vergleich zur Konkurrenz einiges weniger lang.

Testtabelle

Testtabelle

Die detaillierten Testresultate finden Sie hier.

Auch grosse Namen konnten beim Klangtest nicht überzeugen: Die Kopfhörer «Reflect Flow» von JBL schnitten «ungenügend» ab. Und auch die Powerbeats 3 von Beats erreichten nur knapp ein «Genügend».

Überzeugende Akkus

Beim Akku-Test fielen diverse Modelle positiv auf. Die Hälfte der Modelle läuft länger als zwölf Stunden, und mit den Sony WI-SP510 von Sony reicht der Musikgenuss fast einen ganzen Tag.

Die Modelle mit Nackenband weisen generell eine längere Akkulaufzeiten auf, auch weil ihre Bauweise mehr Platz für den Akku lässt. Die Modelle von JBL und Samsung erreichen aber auch ohne ein Band eine Laufzeit von zwölf Stunden.

Ein Modell floppte bei Klang und Akku. Beim Modell «True Wireless» von Contact, gekauft bei Interdiscount, hielt der Akku nur gerade mal eineinhalb Stunden. Und sowohl Lautsprecher wie Mikrofon erreichten im Test schlechte Resultate. Interdiscount schreibt, man werde mit dem Hersteller die Testresultate begutachten und nach Verbesserungen suchen.

So wurde getestet

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Die Kopfhörer wurden im Testzentrum «Woodleyside Labs» in England in der Nähe von Cambridge getestet. Das Testzentrum unter Leitung von Testleiter Jon Honeyball ist bekannt für seine Einschätzungen und bewertet häufig Kopfhörer.

Die Test-Kriterien sind:

  • Audioqualität (40%)
  • Akkulaufzeit (30%)
  • Qualität der Mikrofone (20%)
  • Handhabung (5%)
  • Verarbeitung (5%)

Gute Mikrofone

Ausser dem Testverlierer haben alle Kopfhörer im Test eine ansprechende Mikrofonqualität. Die Modelle von Samsung, Beat und Apple erreichten alle sogar 90 von 100 Punkten.

«True Wireless» holt auf

Unter den zehn getesteten Bluetooth-Kopfhörer waren fünf sogenannte True-Wireless-Modelle. Sie kommen ohne jegliche Kabel aus, wohingegen fünf Modelle ein Verbindungskabel zwischen den beiden Ohrhörer haben. Alle verbinden sich jedoch via Bluetooth, also kabellos, mit dem Smartphone.

Es fällt auf, dass mehrere der True-Wireless-Modelle mit den Modellen mit Verbindungskabel auch in Sachen Akkuleistung mithalten können. Es bleiben aber von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell unterschiedliche Vorteile und Nachteile.

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Kassensturz, 01.12.2020, 21:05 Uhr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Weber  (CWeb)
    Das Problem bei der Audioqualität liegt an Bluetooth. Das ohnehin meistens bereits komprimierte Audio-File wird für die Übertragung nochmals komprimiert. Das ergibt einen erheblichen Qualitätsverlust.
    Ausserdem: Da Bluetooth nur ein Gerät ansteuern kann, sendet bei "True Wireless" der eine Stöpsel das Signal an den anderen weiter. Auch wenn die Belastung überschaubar ist, aber sowas stecke ich mir dann doch nicht in's Ohr.
    Es ist definitiv die falsche Technologie für sowas.
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  • Kommentar von Ralph Ebersbacher  (ralph.ebersbacher)
    Wichtig ist doch auch das Zusammenspiel mit dem Gerät und Software. Was nützt mir dass wenn der Akku lange hält, der Klang 1a ist, aber ich täglich teils mehrmals zwischen Laptop und Handy wechsle und genau das kann man beim Testsieger-Samsung nicht reibungsfrei funktioniert. Auf solche Tests kann man daher nicht vertrauen, die Kriterien sind praxisfern. Ich glaube auch nicht, dass so vielen Nutzern ein längerer Akku mehr dient als reibungsfreie Bluetooth-Handhabung.
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  • Kommentar von Takeshi Kovacs  (Envoy)
    Bei diesen Tests ists halt immer etwas schwierig, da die Tonqualität sehr subjektiv ist. Manchen reichen die Standard Kabel-Apple-Pods. Manche wollen extrem markanten Bass. Andere sehr neutralen, abgestimmten Sound.

    Das ist das Problem bei diesen Earpods - Kann man nirgends probehören, teils aus hygienischen Gründen. Da die Tonqualität bei mir an erster Stelle ist, bin ich noch etwas vorsichtig.

    Die erste Generation der Beoplay E8 hat mich leider enttäuscht. Nutze weiterhin kabelgebundene.
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