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Cablecom verärgert weiterhin Nichtkunden mit Rechnungen
Aus Espresso vom 09.05.2016.
abspielen. Laufzeit 05:57 Minuten.
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Multimedia Cablecom verärgert weiterhin Nichtkunden mit Rechnungen

UPC Cablecom verschickt seit Jahren Rechnungen an Mieter, die sein Kabelnetz gar nicht nutzen. Dies auch, um herauszufinden, wer zu eigenen Kundschaft gehört und wer nicht. Wer nicht reagiert, wird gemahnt. Wer eine solche Rechnung aus Versehen bezahlt, muss sich selber um eine Rückzahlung bemühen.

303 Franken und 65 Rappen, soviel hätte ein «Espresso»-Hörer als Jahresgebühr für den 3-in-1-Kabelnetz-Anschluss der UPC Cablecom bezahlen sollen. Nur: Er ist und war noch nie Cablecom-Kunde. Er hat sich schon vor Jahren für einen anderen Telekomanbieter entschieden. Kein Wunder, ärgert er sich über die Rechnungsstellung und den falschen Hinweis auf der Rechnung, die Gebühr sei bis anhin vom Vermieter direkt über die Nebenkostenabrechnung verrechnet worden.

Wer nicht reagiert, dem droht eine Betreibung

«Kein Problem», meint dazu Cablecom-Pressesprecher Bernard Strapp. Wer das Angebot von UPC Cablecom nicht nütze, müsse die Rechnung auch nicht bezahlen. Man sei allerdings froh, wenn sich Nichtkunden telefonisch bei der UPC Cablecom melden und die Rechnung stornieren würden. Wer nicht bezahle und sich nicht melde, müsse mit einer Mahnung, eventuell sogar mit einer Betreibung rechnen. Nach Strapp erachtet es die UPC Cablecom als zu aufwändig, mit einem Telefonanruf oder direkt vor Ort abzuklären, wer in die Kundenkartei gehört und wer nicht.

Wer den Aufwand klein halten will, tut gut daran, sich kurz beim Telekomanbieter zu melden und die Sache klarzustellen.
Autor: Oliver SidlerOmbudsman der Telekombranche

Ganz anders reagiert der Ombudsman der Telekombranche, Oliver Sidler. Er hat Verständnis für den Ärger des «Espresso»-Hörers. Die «Masche» sei bekannt. Rechtlich gesehen könne man solche Rechnungen als Nichtkunde unbesehen wegwerfen. Wer aber eine Mahnung oder gar eine Betreibung ausschliessen und den Aufwand klein halten wolle, tue gut daran, sich kurz beim Telekomanbieter zu melden und die Sache klarzustellen.

Ombudscom: «Wir werden wieder einmal auf die Finger klopfen»

Man werde der Telekombranche bei der nächsten Gelegenheit diesbezüglich wieder einmal «auf die Finger klopfen», heisst es bei der Schlichtungsstelle «Ombudscom». «Espresso» hat den zweifelhaften Rechnungsversand bereits vor Jahren kritisiert. Cablecom hat die Praxis seither aber nicht angepasst. Wer eine Rechnung fälschlicherweise bezahlt habe und beweisen könne, dass er das Cablecom-Angebot nicht nutze, erhalte das Geld zurück, heisst es bei UPC Cablecom.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von John Doe  (John Madness)
    Aus meiner Sicht eine bodenlose Frechheit das man als NICHT Kunde solchen Unternehmen nachrennen muss!

    Ich kann allen nur empfehlen den Ombudsmann zu informieren in der Erwartung das Cablecom hier bald ein Riegel vorgeschoben wird.
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  • Kommentar von Adrian Wüthrich  (Adiwu)
    Auch ich habe eine Rechnung für einen 3-in-1 Anschluss erhalten, welcher bereits seit Jahren mit einem Cablecom-Aufkleber blombiert ist. Auf die Ignorierung hin erhielt ich eine Mahnung. Als ich mich gemeldet habe (15 Minuten in der Warteschlaufe) heisst es, es handle sich nicht um eine Rechnung, bloss um ein Angebot… Jaja, vielen Dank liebe UPC, für mich unterste Schublade – wie viele Personen die Rechnung fälschlicher weise bezahlt haben, ist nicht auszudenken. Lieber Ombusmann: Einschreiten!
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  • Kommentar von Max Blatter , 5620 Bremgarten
    Ob der upc cablecom nicht Unrecht getan wird? Bei meiner Mietwohnung wurde bis vor etwa zwei Jahren der Kabelanschluss ebenfalls über die Nebenkosten abgerechnet. Danach erfolgte die Rechnungsstellung direkt von upc - worüber wir aber von der Verwaltung informiert wurden! Das betrifft NUR die Gebühr für den Anschluss; wer Kunde bei upc ist (wie ich) bekommt die Abo-Rechnung separat. - Wer den Anschluss gar nicht nutzt (auch nicht für Analog-TV!), konnte dies melden; dann wurde dieser abgehängt.
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