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Autowäsche
Legende: Das Spülwasser darf nicht in die Kanalisation gelangen. Colourbox
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Umwelt und Verkehr Die Autowäsche daheim ist heikel

Das Auto daheim auf dem Parkplatz waschen: Tönt unkompliziert, führt aber bald einmal zu Problemen mit der Umwelt und mit dem Gesetz.

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Die Autowäsche daheim ist heikel
05:04 min, aus Espresso vom 21.08.2013.
abspielen. Laufzeit 05:04 Minuten.

Fett, Öl, Reinigungsmittel: Was bei der Autowäsche zusammenkommt, gehört nicht in Bäche, Flüsse und Seen. Das sagt das Gesetz.

Bei der Autowäsche daheim können Schadstoffe aber direkt in Gewässern landen. In vielen Gemeinden gelangt das Wasser, das über die Strassenschächte gesammelt wird, nämlich nicht in die Kläranlage.
Wer sein Auto auf dem Vorplatz waschen will, sollte sich deshalb vorher bei der Gemeinde erkundigen, wohin sein Schmutzwasser fliesst. Zu überlegen ist auch, ob das Wasser bei der Autowäsche versickern kann und so das Grundwasser gefährdet.

Bei Verschmutzung haftet Verursacher

«Schadstoffe gefährden die Tier- und Pflanzenwelt», sagt Reto Baumann, Umweltspezialist beim Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen. Kommt es zu einer Gewässerverschmutzung, haftet der Verursacher.

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Hilfreiche Tipps

Egal ob in der Waschstrasse oder in der Selbstbedienungs-Box, mit dem richtigen Vorgehen kann ihr Auto wieder richtig glänzen. Tipps von Experten: Zum Artikel

«Wer Gesetzesverstösse und Umweltprobleme vermeiden will, wäscht sein Auto am besten in einer öffentlichen Waschanlage», sagt Umweltspezialist Reto Baumann. «Solche Anlagen brauchen eine Bewilligung, sie werden kontrolliert und das Abwasser wird richtig geklärt.»

Umwelt-Tipps für die Autowäsche

Grundsätzlich gilt: Je weniger Mittel man für die Autwäsche einsetzt, desto besser für die Umwelt. Dazu hat der Umweltspezialist Reto Baumann folgende Tipps:

  • Hartwachs statt kombinierte Wasch- und Wachsmittel: «Ein Grossteil der kombinierten Mittel gelangt ins Schmutzwasser. Hartwachs hält sehr viel länger und bleibt wirklich an der Karosserie.»
  • Bürste und Handarbeit statt Felgen-Spezialreiniger: «Spezialreiniger enthalten zum Teil sehr aggressive Salz- und Phosphorsäuren, die ins Wasser gelangen können.»
  • Auto nach Regen waschen: «So ist der Schmutz schön aufgeweicht.»
  • Scheiben reinigen: «Um Schmutz und Insekten von der Frontscheibe zu entfernen, kann man über Nacht eine nasse Zeitung auflegen und die Scheibe am Morgen abspülen.»

Autowaschanlagen im Test: Nur zwei glänzten

Waschanlage ist nicht gleich Waschanlage. Ein «Kassensturz»-Test zeigt grosse Unterschiede bei der Waschqualität – und auch beim Preis. Die zweitbeste Anlage war zugleich eine der billigsten. Erfreulich: Kratzer im Lack sind kein Thema. Zum Test-Artikel

Video
Autowaschstrassen im Test: Nur jede dritte Anlage glänzt!
Aus Kassensturz vom 20.08.2013.
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5 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Die Waschstrasse kostet 10 Franken. Und der ganze Dreck wird sauber aufgefangen. Dazu kann man in der Karre hockenbleiben, alles ist in zehn Minuten vorbei. Wer sich lächerliche zehn Stutz nicht leisten will, soll doch grad aufs Auto verzichten. Ausserdem richtet man mit dem privaten Kärcher meist mehr Schaden als Nutzen am Auto an.
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  • Kommentar von Micks , ZH
    Auto ... Daheim ... Hochdruckreiniger ... VERBOTEN ... !!?? Mir ist klar, dass ich Zuhause KEINE Motorenwäsche machen darf. Aber dass ich Zuhause das Fahrzeug auch sonst nicht mit Hochdruck reinigen dürfe, ist mir absolut neu! Komisch scheint mir auch der Zusammenhang "Denn durch den Einsatz eines Hochdruckreinigers würden viel mehr Öle und Fette ins Wasser gelangen." Dort wo ich mit Hochdruck wasche, hat es keine Öle und Fette. Maximal der abgewaschene Bremsstaub könnte 'bemängelt' werden.
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  • Kommentar von Gabriela Kaufmann , La Punt
    Ich verstehe die ganze Problematik nicht. Wenn ich bei meinem Auto den Umweltdreck auf meinem Vorplatz mit Wasser abwasche, reinige ich es ja nur vom Staub, Salz und Dreck der ja auch draussen entsteht! Ich würde ja nie den Motorraum oder einen Ölwechsel vornehmen. Wenn die Strassen gereinigt werden passiert ja genau das Selbe.
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    1. Antwort von Peter Meier , Zürich
      Wie im Artikel beschrieben geht es nicht nur um den Dreck vom Auto selber sondern konkret um die Bestandteile des verwendeten Waschmittels in Kombination mit der Tatsache, dass diese (anders als beim Waschen in der Wohnung) eben anscheinend nicht in der Kläranlage, sondern direkt in Bächen und Seen landen.