Die Rentenfalle nach dem Tod des Exmannes

Ein «Espresso»-Beitrag mit Folgen: Die tragische Geschichte einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes mit einer Minimalrente leben muss, hat zur Gründung eines Vereins geführt.

Der «Verein Rentengeschädigte Geschiedene Witwen» (REGEWI) kämpft mittlerweile seit dreieinhalb Jahren für eine bessere Altersvorsorge für geschiedene Witwen.

 

Keine Beratung: Darf der Anwalt trotzdem eine Rechnung stellen?

«Espresso»-Hörer Fritz Leuchter hat einen Anwalt per E-Mail angefragt, ob er ihm ohne Rechnung eine Frage stellen könne. Der Anwalt antwortete, er könne die Frage ohne weitere Angaben nicht beantworten. Für diese E-Mail Korrespondenz erhielt Fritz Leuchter eine Rechnung des Anwalts. Diese muss Herr Leuchter laut DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo nicht bezahlen.

Beiträge

  • Die Rentenfalle nach dem Tod des Exmannes

    Ein «Espresso»-Beitrag vom 3. Januar 2007 hat Folgen bis heute. Damals schilderte Wilhelmine Ott, wie sie nach dem Tod ihres Exmannes in die Rentenfalle tappte.

    Die Pensionskasse ihres Exmannes reduzierte ihre Rente auf das gesetzliche Minimum von 450 Franken. Dabei hatten sie und ihr früherer Partner bei der Scheidung geglaubt, mit einer lebenslänglichen Rente gut vorgesorgt zu haben. Nun muss sich Wilhelmie Ott jedoch - zusammen mit der AHV - mit 2500 Franken pro Monat durchschlagen.

    Nach dem «Espresso»-Beitrag über Wilhelmine Ott und ihr Schicksal haben sich zahlreiche Frauen bei ihr gemeldet. Gemeinsam haben sie den «Verein Rentengeschädigte Geschiedene Witwen» (REGEWI) gegründet. Der Verein weist potentiell Betroffene, aber auch Politiker und Anwälte auf Vorsorgelücken hin, die für geschiedene Witwen bestehen - er warnt und fordert eine Neuregelung.

    Tobias Fischer

  • Keine Beratung: Darf der Anwalt trotzdem eine Rechnung stellen?

    «Espresso»-Hörer Fritz Leuchter hat einem Anwalt per E-Mail eine Frage gestellt. Dazu schrieb Herr Leuchter, ob es möglich sei, diese kurze Frage kostenlos zu beantworten. Als Antwort schrieb der der Anwalt, er könne die Frage ohne weitere Angaben nicht beantworten.

    Kurz darauf folgte eine Rechnung des Anwalts. «Muss ich diese bezahlen?», fragt Herr Leuchter.

    Nein, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo. Wenn der Anwalt eine Antwort nur gegen Verrechnung geben will, müsste er dies Herrn Leuchter zuerst mitteilen und ihn fragen, ob er die Antwort dennoch erhalten möchte. Ohne diese Mitteilung konnte Herr Leuchter davon ausgehen, dass keine Kosten entstehen.

    Matthias Schmid