«Espresso bi dä Tüftler» Dusch-Massagebürste: Die Wunsch-Erfindung, die es schon gibt

Was müsste dringend erfunden werden? «Eine automatische Wasch- und Massagebürste für Menschen, so wie es sie für Kühe gibt», meinte eine «Espresso»-Hörerin. «Die gibt es bereits», berichteten daraufhin andere Hörerinnen und Hörer. «Espresso» stellt den Erfinder und sein Duschsystem vor.

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Bruno Oberli arbeitete vor rund zehn Jahren als Lastwagenfahrer. Abends plagten ihn regelmässig Rückenschmerzen. Jedes Mal, wenn er unter der Dusche stand, wünschte er sich: «Jetzt müsste mir etwas den Rücken massieren.»

Beim Radfahren wurde er dann entsprechend inspiriert. Auf Bauernhöfen beobachtete er, wie sich Kühe an automatischen Drehbürsten massieren und waschen lassen konnten. Oberli wollte etwas Ähnliches für die Dusche bauen.

Der Berner nahm Kontakt zu Bürsten- und Elektromotor-Herstellern auf und begann ein solches Massagesystem für Menschen zu entwickeln. «Das Schwierigste an der ganzen Geschichte war die Bürste selber. Dass diese, wenn sie rotiert, die Haut nicht zerkratzt.» Die fertig entwickelte Bürste seines Duschsystems «Aglaja» hat deshalb abgerundete Borsten.

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Die Sommerserie:

Die Sommerserie:

Schlaui Chöpf und ihri Erfindige: «Espresso» hat Schweizer Erfinder besucht und berichtet während der Sommerzeit über die findigen Tüftler und ihre Werke. Zur Serie

Anfänglich wurde der Erfinder belächelt

Bei der Entwicklung seiner Massagebürste für die Dusche holte sich Bruno Oberli Unterstützung. Einerseits bei einer Werkstatt für Gehör-, Sprach- und Mehrfachbehinderte, die das Duschsystem auch heute noch grösstenteils montiert, andererseits bei zwei Ingenieurkollegen und bei einem Produktedesigner.

Das Resultat der Entwicklung ist eine waagrecht rotierende, höhenverstellbare Drehbürste. Angetrieben wird sie von einem Akku-Motor. Die Gleitstange lässt sich in jeder Dusche montieren.

Anfänglich wurde Bruno Oberli mit seiner Idee belächelt und ausgelacht. Heute lebt er von seiner Erfindung. «Aglaja» ist ein Erfolg. Seine GmbH beschäftigt vier Angestellte und kann anderen Schweizer Firmen und Institutionen Aufträge vergeben. So muss niemand mehr Kühe um die automatische Bürstenmassage beneiden.

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