Zum Inhalt springen

Header

Audio
E-Books: Der Höhenflug, der keiner ist
Aus Espresso vom 28.02.2018.
abspielen. Laufzeit 05:48 Minuten.
Inhalt

Multimedia E-Books: Der Höhenflug, der keiner ist

Kinderleicht im Internet herunterladen. Per Knopfdruck auf einem E-Reader oder Tablet bereitstellen. Die Vorteile von elektronischen Büchern seien berauschend, das Ende der gedruckten Bücher nahe. Solche Prognosen wurden vor einem halben Jahrzehnt zuhauf gestellt. Vom Buchhandel und den Medien.

Der Anteil von E-Books am gesamten Büchermarkt steigt zwar stetig, doch mit einem Anteil von weniger als zehn Prozent am Bücherumsatz in der Schweiz fristet er noch immer ein Mauerblümchendasein.

Buch bleibt

«Ein Buch kann man anfassen, man kann Notizen reinschreiben, man weiss wo man steht in der Geschichte (am Anfang oder Schluss). Und ein Buch kann man riechen.»

Es sind solche Gründe, die «Espresso» von der SRF-Buchbloggerin Annette König («Die Buchkönig») und aus einer Umfrage bei Passagieren am Flughafen Zürich heraushört. Daniel Augustin, Leiter «E-Commerce & Digitales Lesen» bei der Orell Füssli Thalia AG, nennt einen weiteren Grund für den gestoppten Höhenflug der E-Books: «Ein Studie sagt deutlich, dass die Kunden es wünschen, von einem digitalen System bei verschiedenen Händlern einkaufen zu können. Das ist heute nicht der Fall.»

Tatsächlich bietet der Onlinehändler Amazon E-Books nur für das E-Book-System Kindle an. Auch die E-Books von Apple können nur im geschlossenen Apple-System gelesen werden.

Noch eine Prognose

Vor sechs Jahren beriefen sich die Auguren auf die Marktzahlen der USA. Dort beträgt der Anteil von E-Books bereits rund dreissig Prozent. Daniel Augustin glaubt nicht mehr daran, dass sich dieser Wert in den nächsten Jahren auch in der Schweiz realisieren lässt. Wenn überhaupt, werde sich der Anteil von heute knapp unter 10 Prozent noch auf 20 Prozent verdoppeln. Das Buch aus Papier und Karton bleibt den Konsumenten wohl noch längere Zeit erhalten.

Derweilen entwickelt sich die Nutzerzahl von E-Books durchaus nach oben. Wurden 2013 noch 370'000 Bücher in elektronischer Form in Schweizer Bibliotheken ausgeliehen, waren es 2017 schon zwei Millionen.

Ein Preisvergleich

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Carmen Debrunner  (Kjara9802)
    Mit dem Reader klappt das nun wieder tiptop, da ich diesen an das Bettgestell lehnen kann und nicht ständig halten muss. Viele der angeblichen Nachteile von Readern sind - wenn man genau hinschaut - eigentlich keine, denn es ist reine Gewöhnungssache um z.B. zu sehen wo man sich innerhalb des Buches befindet, denn es wird ja die Gesammtseitenzahl und die aktuelle Seite angezeigt.
    Und in meinen Augen überwiegen die Vorteile des elektronischen Lesens die "gefühlten" Nachteile bei Weitem.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Carmen Debrunner  (Kjara9802)
    Ich finde es hat beides seine Berechtigung - und es war nie - und es soll ja auch nicht das Ziel sein, dass eBooks die Bücher verdrängen. Ich selber bin vor 6 Jahren aus gesundheitlichen Gründen auf das elektronische Lesen umgestiegen, da ich (unter andrem eine leidenschaftliche Einschlafhilfeleserin) seit einiger Zeit grosse Mühe hatte, das Buch im Liegen zu halten. Es ging nur noch unter Schmerzen, was natürlich extrem Kontraproduktiv war ...
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Werner Caviezel  (Angemeldet)
    Abgesehen von alledem ist es für die Augen viel weniger ermüdend, auf Papier gedruckte Medien zu lesen.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Carmen Debrunner  (Kjara9802)
      Da muss ich klar widersprechen! Der Text in einem eBook Reeder mit E-Ink ist mindestens so angenehm und ermüdungsfrei für die Augen zu lesen, wie der Text in einem echten Buch. Und ich kann da absolut aus eigener Erfahrung sprechen. Da man die Textgrösse im Reader zusätzlich an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann, ist das Lesen mit E-Ink somit («Augentechnisch» gesehen) sogar viel Augenschonender. E-Ink ist nicht zu vergleichen mit einem normalen Bildschirm wie z.B. dem eines Tablets!
    2. Antwort von Werner Caviezel  (Angemeldet)
      Und was ist mit der Strahlung? Die Ermüdung die Sie spüren und das, was das Auge dabei mitmacht sind zwei verschiedene Dinge.