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Elektrische Zahnbürsten im Test: Die Borsten machen es aus
Aus Kassensturz vom 24.11.2020.
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Zahnreinigung Elektrische Zahnbürsten im Test: Die Borsten machen es aus

Die Geräte reinigen mit rotierenden oder vibrierenden Bürsten. Aber nur abgerundete Borsten schonen das Zahnfleisch.

Die Qualität der Borsten stimmt bei den allermeisten Zahnbürsten. Nur gerade zwei Bürsten fallen ab und können nicht mit den andern mithalten. Eine gute Zahnbürste bekommt man schon für 30 Franken und eine mit Prädikat «sehr gut» für 70 Franken. So lassen sich die wichtigsten Testergebnisse zusammenfassen.

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Die detaillierten Testresultate finden Sie hier.

Borstenabrundung wichtigstes Testkriterium

«Kassensturz» und das Konsumentenmagazin «K-Tipp» haben die zwölf meistverkauften elektrischen Zahnbürsten in einem spezialisierten Labor testen lassen. Die Geräte kosten zwischen 30 und 215 Franken. Die Hersteller von elektrischen Zahnbürsten versprechen eine sanfte Reinigung mit vibrierenden oder rotierenden Bürsten. Doch einige können das Zahnfleisch verletzen. Die Ursache: Nicht abgerundete Borsten an den Bürsten. Konsumenten können das nicht selber nachprüfen, deshalb hat das Labor die Borsten-Enden unter die Lupe genommen und entsprechend bewertet.

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So putzt man die Zähne richtig mit einer Schallzahnbürste
Aus Kassensturz vom 24.11.2020.
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Am besten abgeschnitten hat das Modell «IO Serie 7N» von Oral-B, mit 215 Franken eines der teuersten Geräte im Test. Beim Hauptkriterium Borsenabrundung erreichte es die zweitbeste Note. Auch in den andern Kriterien überzeugte das Gerät. Ebenfalls gut: Mit einer Akkuladung können mehr als 100 Putzvorgänge gemacht werden.

Dicht dahinter folgt «Sonic Performance» von Trisa. Die Schallzahnbürste hat die beste Borstenabrundung, dafür dauert die Ladezeit mit 17 Stunden lange. Das Gerät kostet 70 Franken, ist also einiges günstiger als der Testsieger und wurde somit vom Konsumentenmagazin «K-Tipp» zum Kauftipp gekürt.

Mehrzahl der Zahnbürsten schneidet gut ab

Die Mehrheit der Zahnbürsten – acht Modelle – erreichte im Test eine gute Note. Alle haben gute Bürsten, sie bestehen somit das wichtigste Testkriterium.

So wurde getestet

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Im Auftrag von «K-Tipp» und «Kassensturz» hat das spezialisierte Labor, das Ipi Institut für Produktforschung in Stuttgart zwölf elektrische Zahnbürsten untersucht.

  • Hauptprüfpunkt war die Borstenabrundung: Unter dem Lichtmikroskop wurde der Bürstenkopf 40-fach vergrössert und die Anzahl der abgerundeten Borsten ermittelt. Je höher der Anteil an sorgfältig abgerundeten Borsten, desto besser.
  • Akkulaufzeit/Ladedauer: Wie viele Putzvorgänge à zwei Minuten können mit einer vollen Akkuladung bei maximaler Leistung durchgeführt werden? Wie lange dauert es, bis ein leerer Akku wieder vollständig aufgeladen ist?
  • Robustheit: Welche Schäden weisen die Geräte auf, wenn sie 4 Mal, 10 Mal und 20 Mal aus 80 Zentimetern Höhe auf eine Platte gefallen sind? Der Falltest wurde mit einer speziellen Falltrommel durchgeführt. Mit einer Zugkraft-Prüfmaschine ermittelten die Fachleute wieviel Kraft nötig ist um Borsten aus dem Bürstenkopf zu ziehen.
  • Handhabung: Drei Labor-Experten notierten, wie gut man mit den Zahnbürsten schwierige Stellen im Mund erreicht. Ebenfalls bewertet: Wie einfach lassen sich die Geräte bedienen? Stört das Betriebsgeräusch? Wie liegt das Gerät in der Hand?

Auffallend ist die grosse Preis-Spannbreite bei den Produkte mit Prädikat «gut». Sie kosten zwischen 30 und 215 Franken. Unterschiede gibt es auch bei der Akkulaufzeit und bei der Ladedauer. «Die schnellsten waren nach 3 Stunden geladen, während andere dafür mehr als 24 Stunden brauchten», erklärt Swen Richert, Testleiter im Ipi Institut für Produktforschung. Das M-Budget-Modell brauchte beispielsweise 18 Stunden, und bei der «ST-01 Triple Sonic» von Waterpik dauerte es sogar mehr als 24 Stunden.

Zwei Produkte fallen ab

Zwei Bürsten können nicht mit den andern mithalten. Die Borsten des Modells «Mi Smart Sonic» schneiden schlechter ab, immerhin gibt es noch eine genügende Teilnote. Aber die Akkuleistung reichte gerade mal für 30 Putzvorgänge, das drückte den Notenschnitt. Das Gesamturteil ist «genügend».

Stellungnahme zu Produkt Ion-Sei von Hersteller Sanyei:

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Der Hersteller der Ion Bürsten schreibt, auf Grund der patentierten Ionen-Technologie arbeite die Bürste sehr sanft, und man müsse nicht zusätzlich kräftig von Hand schrubben. Gemäss Sanyei ist die fehlende Abrundung der Borsten deshalb bei der Ion-Bürste kein Risiko für das Zahnfleisch.

Die Borsten des japanischen Produktes Ion von Sei waren gar nicht abgerundet. Testleiter Swen Richert warnt: «Bei dieser Bürste hat es scharfe Ecken und Kanten, und es besteht die Gefahr, dass ich damit das Zahnfleisch verletzte.» Im schlimmsten Fall und bei längerer Anwendung kann das zu Zahnfleischrückgang führen. Die schlechteste Note im Hauptprüfpunkt Borstenabrundung führte folglich zu einer insgesamt zur Bewertung «schlecht».

Audio
Elektrische Zahnbürsten im Test: Auf die Borsten kommt es an
03:16 min, aus Espresso vom 25.11.2020.
abspielen. Laufzeit 03:16 Minuten.

Kassensturz, 24.11.2020, 21:05 Uhr

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Fässler  (alfa1312)
    Laut meinem Zahnarzt macht der drehende Kopf die Zähne systematisch und sehr schnell kaputt. Die Zahnärzte werden sich über diesen Test freuen. Das wird viel Arbeit geben.
    Würde mich interessieren, welche klinische Expertise diesem Test zugrunde liegt. Als Laie glaube ich meinem Zahnarzt und muss folglich davon ausgehen, dass dieser Test gesundheitsschädlich ist. Es wäre fatal, wenn mit Konzessionen die Volksgesundheit geschädigt würde. SRF bitte abklären!
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  • Kommentar von Patrik Worker  (Patrik Worker)
    Warum fehlt ein Modell von Curaprox, wenn es um Zahnhygiene geht? Das sind doch die ausgeweisenen Spezialisten in der Schweiz, oder nicht?
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    1. Antwort von Redaktion SRF Kassensturz (SRF)
      @Patrik Worker Danke für Ihr Interesse. Der Test war eine Übernahme aus der Zusammenarbeit mit dem Konsumentenmagazin K-Tipp. Für den Test hat die Redaktion die meistverkauften Zahnbürsten berücksichtigt, die am besten erhältlich sind. Curaprox wird vor allem in Drogerien und Apotheken angeboten. Aus diesen Gründen ist Curaprox nicht dabei. Danke für Ihr Verständnis.
  • Kommentar von Patrik Schöpfer  (schoepfer91)
    Für mich einer der schlechteren Tests von euch. Die Kriterien sind für mich unverständlich. Mich interessiert die Reinigungsleitung,Entfernung von Plaque, Preis/Leistungs-Verhältnis, Qualität der Bürsten dh nebst den Abrundungen auch die Abnutzerscheinungen nach mehrmaligen benutzen. Eine Gewichtung von 65% für abgerundete Borsten und dann nicht mal die verschiedenen Typen testen.Interessant das gleich beide Fernost Zahnbürsten schlecht abschneiden ... ein Schelm wer böses denkt
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    1. Antwort von Nic Volkart  (Vo)
      Absolut richtig vielen Dank!
    2. Antwort von Nic Volkart  (Vo)
      Absolut richtig! Ich sehe das genauso.
    3. Antwort von Nic Volkart  (Vo)
      Die Verantwortung Kassensturz abschieben geht gar nicht, den sie/ srf verbreiten diesen Unsinn und Irreführung
    4. Antwort von Andreas Schildknecht  (Andreas Schildknecht)
      Guten Tag Herr Schöpfer. Die Reinigungsleistung ist eben gerade nicht massgebend. Sämtliche elektrischen Zahnbürsten funktionieren effizient genug, so dass man die Zähne damit sauber putzen könnte. Massgebend für das Putzergebnis ist aber ihre individuelle Putztechnik. Sprich: Putzen Sie überall, oder vergessen sie Stellen? Deshalb wurde dieser Punkt nicht geprüft. Die Borstenabrundung hingegen muss auf jeden Fall stimmen. Beste Grüsse Andreas Schildknecht, Leiter Testredaktion K-Tipp
    5. Antwort von Patrik Schöpfer  (schoepfer91)
      Hallo Herr Schildknecht, danke für Ihr Feedback. Macht Sinn, ist für mich jedoch nicht wirklich befriedigend. Jeder Staubsauger saugt bei richtiger Anwendungen und dennoch gibt es auch dort grosse Unterschiede. Es muss doch ein Prüfverfahren geben das mir sagt welche der Bürsten arbeitet am effizientesten? Zeit / Ergebniss. Und heben weiche Borsten schlechte Abrundungen auf weil sie elastischer sind? Putzen dafür abgerundete schlechter weil weniger Reibungsfläche vorhanden ist?