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Automatische Rasenmäher Mähroboter sind eine Gefahr für Igel

Mähroboter sorgen für schwere Verletzungen bei Igeln, vor allem in der Dämmerung oder nachts.

Eine Frau aus dem Berner Oberland findet in ihrem Garten ein abgetrenntes Igelbein. Tierarzt und Igelstation bestätigten der Frau, dass es sich wohl um einen Unfall mit einem Mähroboter handeln müsse, da das Bein sehr sauber abgetrennt worden sei.

Die Frau möchte deshalb auf die Gefahr von Mährobotern aufmerksam machen und meldet sich beim SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Viele Leute wüssten wahrscheinlich gar nicht, wie gefährlich der Einsatz solcher Geräte für Igel sei – vor allem in der Dämmerung und nachts, so die Berner Oberländerin.

Täglich mehrere Meldungen bei pro Igel

Monika Wälti, Geschäftsstellenleiterin des Vereins Pro Igel Schweiz, sagt, Verletzungen durch Mähroboter und andere elektronische Gartengeräte gehörten mittlerweile zu den häufigsten Ursachen von schweren, durch Menschen verursachten Verletzungen bei Igeln, die beim Verein gemeldet würden. Dies würden auch wissenschaftliche Untersuchungen einer dänischen Wildtierforscherin belegen. «Während der Gartensaison erreichen uns entsprechende Hinweise teilweise mehrmals täglich», so Wälti.

Gefahr vor allem für junge Igel gross

Das Problem sei, dass Mähroboter Igel nicht zuverlässig erkennen würden. Besonders Jungigel seien gefährdet. Zahlreiche Geräte reagierten erst nach einem Kontakt mit dem Tier, wodurch es zu schweren Verletzungen kommen könne. «Dazu kommt, dass Igel bei Gefahr nicht wie viele andere Wildtiere flüchten. Sie rollen sich häufig zusammen oder verharren am Ort», erklärt Monika Wälti. Dadurch versage der natürliche Fluchtreflex.

Viele verletzte Tiere ziehen sich nach dem Unfall zurück und verenden später qualvoll an ihren Verletzungen.
Autor: Monika Wälti Leiterin Geschäftsstelle Verein pro Igel

Die Folgen seien oft gravierend. «Wir sehen regelmässig Igel mit amputierten Gliedmassen, tiefen Schnittverletzungen, offenen Bauchverletzungen oder schweren Gesichtsverletzungen.» Die wenigsten Igel würden solche Verletzungen überleben. «Besonders problematisch ist, dass viele verletzte Tiere zunächst weiterlaufen oder sich verstecken. Sie ziehen sich nach dem Unfall zurück und verenden später qualvoll an ihren Verletzungen.»

Mähroboter nie in der Dämmerung oder nachts einsetzen

Monika Wälti von pro Igel empfiehlt, Mähroboter ausschliesslich tagsüber und niemals nachts oder in der Dämmerung einzusetzen. «Gerade während der Nacht und in der Dämmerung sind Igel aktiv und auf Nahrungssuche.»

Wichtig sei auch, den Garten vor dem Einsatz eines Mähroboters oder anderer elektronischer Gartengeräte sorgfältig zu kontrollieren. Igel hielten sich gerne in Hecken, Sträuchern, Ast- und Laubhaufen oder im hohen Gras auf.

Verletzten Igel gefunden – was tun?

Da die Überlebenschancen von schwer verletzten Igeln gering seien, sei rasches Handeln wichtig, so Monika Wälti. Offene Verletzungen würden Fliegen anziehen, die ihre Eier in Wunden ablegen können. «Aus zunächst klein erscheinenden Verletzungen werden dadurch schnell lebensbedrohliche Zustände.»

«Espresso» ist an Ihrer Meinung interessiert

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Zuerst sollte man den Igel vorsichtig und mit Handschuhen oder einem Tuch in eine Kartonschachtel setzen. Danach umgehend eine Igelstation, die Helpline von pro Igel oder einen Tierarzt kontaktieren.

Radio SRF 1, Espresso, 23.6.26, 8.10 Uhr

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