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Gehören Elektro-Mountainbikes in die Berge?
Aus Espresso vom 26.04.2017.
abspielen. Laufzeit 03:58 Minuten.
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Familie und Freizeit Gehören Elektro-Mountainbikes in die Berge?

Die Velos mit Elektromotor erobern langsam aber sicher auch das unwegsame Gelände. «Espresso» fragte seine Zuhörer, was sie von diesem neuen Trend halten. Und der Tenor ist eindeutig: Motoren haben nichts in den Bergen zu suchen.

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E-Mountainbikes: Grosse Unterschiede bei der Leistung
03:41 min, aus Espresso vom 25.04.2017.
abspielen. Laufzeit 03:41 Minuten.

E-Bikes werden immer beliebter. Unterdessen können sich die Velofahrer nicht mehr nur auf der Strasse beim Treten mit Motorenkraft unterstützen lassen, sondern auch draussen in der wilden Natur. Sogenannte E-Mountainbikes kommen auf.

Und bei solchen Touren durch Feld, Wald und Wiesen zählt vor allem eins: «Die Unterstützung des Motors soll helfen, über Hindernisse zu fahren und so den Spassfaktor um einiges zu erhöhen», erzählt Leo Püntener, E-Bike-Instruktor und einer von neun Testern, die für «Kassensturz» verschiedene E-Bikes mit Motor ausprobierten.

Doch gerade in Sachen Leistung unterscheiden sich die zwölf getesteten E-Mountainbikes teilweise enorm:

  • Motorkraft: Experte Heiri Schwarzenbach von der Berner Fachhochschule stellte im Labortest grosse Differenzen fest: «Die stärksten Velos sind doppelt so stark wie die schwächsten; und das merkt man natürlich beim Fahren. Starke Motoren sind viel angenehmer.»
  • Reichweite: Im Labor wurde eine Bergfahrtsimuliert. Als Referenz galt eine Steigung von drei Prozent, was der Gotthard-Nordrampe entspricht. Die einen Bikes erreichten knapp Göschenen, andere Testkandidaten kamen bis nach Andermatt, also doppelt so weit.

Aber auch bei der Ausstattung fanden die Tester teils grosse Unterschiede. Überhaupt nicht überzeugen konnte der Verlierer im Test – das Modell Diavelo von Jumbo, Ein Experte kommentierte wenig schmeichelhaft: «Die Ausstattung sieht aus wie die eines Mountainbikes, das Velo taugt im Gelände aber wenig.»

Sinnvoll oder überflüssig?

Immer mehr Mountainbiker strampeln auch im Gelände mit Motorunterstützung. Gehören E-Velos wirklich in die Berge? Das wollte «Espresso» von seinen Zuhörern wissen. Und der Telefonbeantworter lief heiss. Die allermeisten antworteten mit einem klaren Nein.

Andere hingegen finden es genial, dass Sie die Möglichkeit haben, in den Bergen Velo zu fahren, obschon die eigene Fitness das eigentlich nicht zulassen würde.

Test

  • Video
    E-Bikes im Test: Grosses Sparpotenzial
    Aus Kassensturz vom 25.04.2017.
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    E-Bikes im Test: Grosses Sparpotenzial

    Der Elektromotor hat auch die Mountainbikes erreicht. «Kassensturz» testet zwölf der beliebtesten Modelle draussen im Feld und drinnen im technischen Labor. Gute E-Bikes kosten viel – doch mit der richtigen Wahl lassen sich schnell 1000 Franken sparen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Bis ich 80 Jahre alt geworden bin, bin ich mit dem gewöhnlichen MTB unterwegs gewesen. Leider ist man mit 80 nicht mehr so stark wie mit 70 und da ich gerne weiterhin in die Berge fahre, habe ich ein E-MTB angeschafft. Ob mit MTB oder E-MTB, wenn man sich anständig verhält und Rücksicht nimmt, erhält man von den Wanderern ein freundliches Grüezi und gute Fahrt. Nicht das Modell ist ausschlaggebend sondern der Anstand. Rücksichtslos kann man auch mit einem normalen MTB sein.
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    1. Antwort von matthias holinger  (matthias holinger)
      Für ü70er finde ich E-MTB im Gelände total in Ordung, alle anderen sollen selber trampen!
  • Kommentar von Andreas Nembrini  (tarahumara65)
    Ich bin seit 30 jahren mit dem Bike auf Wanderwegen unterwegs. Den angeblichen Konflikt mit den Wanderer habe ich nie erlebt. Im Gegenteil, ich hatte fast nur positive Begegnungen. Es wird sicher mehr Biker geben in den Bergen dank E-Bikes, vielleicht werden auch neue Regeln und Infrastruktur notwendig. Wenn man bedenkt, was für den Skitourismus alles gebaut wurde, dann dürfte man hier doch auch etwas grosszügiger sein.
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  • Kommentar von Erich kohli  (IWO)
    E-Velos sind prinzipiell Mofas (Motorfahrräder) und sollten somit gleich behandelt werden wie diese. Die gesetzlichen Grundlagen bestehen schon und man muss sich fragen, weshalb ein "Töffli", das nicht einmal 45 km/h fährt, schlechter gestellt sein soll als ein E-Velo. Motor ist Motor und Geschwindigkeit (= Gefährdungspotential) ist Geschwindigkeit. Deshalb E-Velos = Motorfahrräder = gleiche Regeln im Verkehr!!
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