Blackout Handys fressen weniger Strom als man denkt

Einmal pro Tag den Akku laden: Das Handy macht den Eindruck, als sei es ein wahrer Stromfresser. Dem ist aber nicht so, sagt der Experte. Der Stromverbrauch der Handys macht lediglich einen kleinen Teil der Stromrechnung aus.

Mehrere Hände mit Handys. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anders als gemeinhin angenommen, sind Handys keine grossen Stromfresser. Keystone

Strom für alles in allem nur gerade einen bis zwei Franken verbrauche ein Handy in einem ganzen Jahr, sagt SRF-Digitalexperte Reto Widmer. Das ist zehn Mal weniger Strom, als etwa ein Kühlschrank pro Jahr frisst. «Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass man ja einen richtigen kleinen Computer in der Tasche mit sich herumträgt», so Widmer.

Bei einem Blackout ist aber bald einmal Schluss

Sollte es tatsächlich eines Tages zu einem völligen Stromausfall kommen, wäre aber auch schnell einmal Schluss mit Telefonieren, SMS schreiben oder im Internet surfen. Der Grund liegt auf der Hand: Der Akku lässt sich dann natürlich nicht mehr aufladen. «Man bräuchte in so einem Fall ein kleines Solar-Ladegerät zuhause», erklärt der Digitalexperte.

Und das Handy-Netz? Würde das noch funktionieren? Reto Widmer: «Die über 18'000 Antennen in der Schweiz haben eine Notstromversorgung. Die hält aber auch nicht ewig.» Schon bald nicht mehr funktionieren würden auch all die grossen Rechenzentren, die uns übers Internet mit Daten versorgen, all die Suchmaschinen, Musik-Streaming-Dienste oder Facebook - «all dies wäre tot».