Inkassofirma um die Entschädigung von der Airline kämpfen lassen

Passagiere, die wegen einer Anullation oder Verspätung glauben, einen Anspruch auf Entschädigung haben, können das bei Internetportalen abklären lassen. Die Chancen sind meist grösser, als wenn sie den Anspruch auf eigene Faust geltend machen. Aber: Die Inkassofirmen verlangen eine Kommission.

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Bildlegende: Keystone

Passagiere können die spezialisierten Inkasso-Firmen beauftragen, die Forderungen in ihrem Namen bei der Airline einzutreiben. Bei Erfolg wollen die Inkasso-Unternehmen allerdings eine Provision in der Höhe von rund einem Viertel der Entschädigung.

Alle Firmen werben mit Erfolgsquoten über 90 Prozent und damit, schon Tausenden Passagieren geholfen zu haben. Sie kennen aber auch die Ausreden und Tricks der Airlines und können auf verschiedene Datenbanken zugreifen.

So können diese Spezialisten zum Beispiel abklären, ob bei einem Flughafen andere Jets starten konnten, während eine Airline schlechtes Wetter als Grund für eine Flug-Stornierung angibt.

Verzögerungstaktik der Airlines

In der Praxis schieben Airlines die Ansprüche der Passagiere oft auf die lange Bank. Neben den Annullationen geht es oft um Verspätungen und Überbuchungen.

In den meisten Fällen lenken die Airlines ein und zahlen. Uneinsichtige Gesellschaften sanktioniert das BAZL mit Bussen von mehreren tausend Franken. Von diesen Bussen profitieren die Passagiere allerdings nicht direkt, sie müssen ihre Rechte dann mühsam auf eigene Faust einfordern.

Immerhin, ob Flug- oder Bahnreise: die Passagiere haben Rechte, für den Fall dass die Reise nicht planmässig verläuft.