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You News bei Kassensturz Schulrucksäcke: Worauf muss ich beim Kauf achten?

Crashtest in der Turnhalle, Regenfestigkeit unter der Dusche und Sichtbarkeit im Dunkeln: Fünf Primarschülerinnen und -schüler der Schule Bannfeld in Olten nehmen fünf der meistverkauften Schulrucksäcke unter die Lupe. Welche bestehen den You News-Test?

Zum ersten Mal testen im «Kassensturz» Personen, die seit sechs Jahren jeden Tag mit dem Testobjekt verbracht haben. Es ist also ein Team mit Superexpertise. Das Produkt: Schulrucksäcke.

Fünf 13-Jährige der Primarschule Bannfeld in Olten haben im Rahmen der Jugendmedienwoche You News ein Testkonzept eingereicht und die «Kassensturz»-Redaktion absolut überzeugt. Giulee, Dennis, Jelena, Lean und Ruyi wählen mit «Kassensturz» drei Kriterien aus, entwickeln die geeigneten Testanlagen und legen los.

Die Schulrucksäcke im Test

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Viele Herstellerinnen bieten für unterschiedliche Schulstufen und Körpergrössen Modelle an. «Kassensturz» lässt fünf der am meisten verkauften Schulrucksäcke für 120 bis 170 cm grosse Kinder testen. Die Rucksäcke sind auf den Körper anpassbar, sodass sie «mitwachsen», wenn das Kind wächst.

Die getesteten Rucksäcke:

  • Tiger Family Max 2.0       Fr. 69.95
  • Coocazoo Mate                 Fr. 169.–
  • Ergobag Maxi                    Fr. 319.– (mit Zubehör)
  • Satch Match                       Fr. 189.–
  • Step by Step Giant            Fr. 299.– (mit Zubehör)

Die Kriterien: Sichtbarkeit im Dunkeln, Regenschutz und Schutz des Inhalts bei einem Aufprall. Im Praxistest fallen den Jugendlichen Details auf, die hilfreich bei einem Kaufentscheid sind.

Satch und Coocazoo sind kaum sichtbar

Beim Sichtbarkeit-Test im dunklen Keller des Schulhauses simuliert eine Stirnlampe den Fahrrad- oder Autoscheinwerfer. Coocazoo Mate und Satch Match haben deutlich weniger Reflektoren als die übrigen Rucksäcke im Test und sind deshalb schlecht sichtbar. Das Testteam bewertet sie bei diesem Kriterium deshalb als ungenügend.

Bei Regen wird’s im Coocazoo sehr nass

Wie trocken bleibt der Inhalt bei einem starken Platzregen? Giulee, Dennis, Jelena, Lean und Ruyi testen in der Dusche der Turnhalle. Sie füllen die Rucksäcke mit Haushaltspapier und stellen sich eine Minute lang samt Rucksack unter den Wasserstrahl.

Praktisch trocken bleibt der Inhalt beim Step by Step Giant. Unten etwas feucht wird das Papier im Ergobag Maxi. In Satch Match und Tiger Family Max 2.0 kommt schon einiges an Wasser hinein, ein richtiger See sammelt sich jedoch im Coocazoo Mate an. Das Testteam vergibt dafür eine ungenügende Note, denn der Inhalt würde im Ernstfall leiden.

Im Crashtest überzeugt Tiger Family Max 2.0

Viel Spass während der Durchführung macht dem Testteam der Crashtest in der Turnhalle. Es gilt herauszufinden, wie gut der Inhalt des Rucksacks bei einem Aufprall geschützt ist.

Die Jugendlichen füllen jeden Rucksack mit den gleichen Schulutensilien und geben ein rohes Ei hinzu, verpackt in einer Plastiktüte.

Gemäss einer Formel aus dem Internet stellen sie ihre Testanlage mit Leiter, Ringen und einem Schwedenkasten so auf, dass alle Rucksäcke unter den gleichen Bedingungen auf den Schwedenkasten aufprallen. Nur im Rucksack Tiger Family Max 2.0 bleiben in drei Versuchen alle Eier unversehrt. Im Ergobag Maxi gehen alle drei Eier zu Bruch.

Die kleinen, aber feinen Unterschiede

Im Praxistest verbringt das Testteam jeweils einen Tag mit jedem Schulrucksack und hält während fünf Tagen die Beobachtungen fest. Alle fünf Rucksäcke bewerten die Jugendlichen in der Praxis als gut.

Was auffällt, sind Details, die je nach Bedürfnis nützlich sind: Die Anzahl und Grösse der Fächer sowie die Grösseneinstellung sind zum Beispiel sehr unterschiedlich. Der Rucksack Step by Step Giant hat als einziger ein Kühlfach fürs Znüni. Es lohnt sich, schon im Laden genau hinzuschauen und auszuprobieren.

Espresso, 5.5.2026, 08:10 Uhr ; 

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