Kein Maulkorb für den Preisüberwacher

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  • Der Mann, der Ihre Daten kennt

    System-Administratoren haben grosse Macht. Wie viel, das hat jüngst das Beispiel Philipp Hildebrand gezeigt: Es war ein IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin, der die Kontoauszüge des ehemaligen Nationalbankpräsidenten ans Licht brachte. Aber: Was darf ein System-Administrator wirklich? Und was nicht?

    Bruno Baeriswyl, der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich, fasst zusammen: «Auch am Arbeitsplatz gilt das Recht auf Schutz der Privatsphäre. Der Arbeitgeber hat zwar Zugriff auf die Daten seiner Angestellten, aber nur soweit das für das Arbeitsverhältnis notwendig ist.»

    Eine systematische Überwachung der Angestellten sei nicht gerechtfertigt, auch wenn sie rein technisch möglich wäre. Bei E-Mails kommt zusätzlich das Postgeheimnis dazu, welches das Öffnen von privaten E-Mails untersagt. Weil sich der Inhalt einer E-Mail nur schwer bestimmen lässt, ohne die E-Mail vorher zu öffnen, wird aus rechtlichen Gründen meist auf eine Kontrolle verzichtet.

    Jürg Tschirren

  • Verzicht auf Süsses: Stress bringt Vorsatz ins Wanken

    Halbzeit für die «Espresso»-Hörerinnen und -Hörer, die während der Fastenzeit auf liebgewonnene Gewohnheiten verzichten. Elise Bregy hat ihren Vorsatz, ohne Süsses auszukommen, bereits über Bord geworfen: In einer Stresssituation entschied sie sich, Schokolade zu essen.

    Nur: Es war keine Schokolade da. Dorette Steinmann dagegen kommt gut ohne ihren geliebten Wein aus. Mehr Mühe macht ihr, dass sie nun zusätzlich auf Knabbereien zwischendurch verzichten will.

    Irgendetwas zu knabbern sei immer da, klagt «Espresso»-Hörerin Dorette Steinmann aus Kirchberg (SG). Das Verzichten falle ihr dabei schwerer als beim Wein. Und obwohl es ohne Wein gut gehe, habe sie bereits für die Zeit nach der Fastenzeit vorgesorgt und zwei Kisten Aktionswein gekauft: «Fürs Grillen im Sommer mit Freunden. Ich freue mich schon darauf.»

    Tobias Fischer

  • Kein Maulkorb für den Preisüberwacher

    Der Preisüberwacher darf weitherhin bei Erhöhungen der SBB-Billettpreise eingreifen. Ein Vorstoss, der ihn dabei zurückbinden wollte, ist im Parlament definitiv gescheitert.

    Preisüberwacher Stefan Meierhans kann damit auch die angekündigte nächste Erhöhung der SBB-Tarife unter die Lupe nehmen.

    Wäre der Vorstoss im Bundesparlament durchgekommen, hätte der Preisüberwacher bei den Billettpreisen nur noch indirekt mitreden dürfen. Konkret wäre er bei der Formulierung der Unternehmensziele der SBB einbezogen worden. Hätte die SBB diese Ziele anschliessend mit einer Preiserhöhung umsetzen wollen, hätte der Preisüberwacher dazu jedoch nichts mehr zu sagen gehabt. So weit kommt es nun nicht.

    Oliver Fueter