«Klip’Car»: einkaufen, anklicken, nach Hause fahren

Wie mühsam ist es doch, beim Einkaufen die Waren immer wieder umzuladen. Da wäre doch ein Einkaufswagen die Lösung, der sich hinten am Auto montieren und mitnehmen lässt. Mit dieser Idee hat Erfinder Philippe Cabot aus dem Wallis «Klip’Car» entwickelt – den persönlichen Einkaufswagen.

Einkaufen kann mühsam sein: Einkaufswagen suchen, passende Münze hervorkramen, Wagen füllen, Wagen an der Kasse ausräumen und wieder einräumen, Waren ins Auto laden, Einkaufswagen zurückbringen und die Einkäufe zuhause wieder ausladen und einräumen. Da wäre doch ein persönlicher Einkaufswagen viel praktischer, den man hinten am Auto gleich mitnehmen kann.

Lächelnder Mann. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Philippe Cabot, der Tüftler aus dem Wallis. SRF

Diese Idee treibt den 55-jährigen Erfinder Philippe Cabot seit rund drei Jahren um. Daraus entstanden ist «Klip’Car»: Ein geschlossener Einkaufswagen, der sich mittels einer speziellen Halterung hinten am Auto fixieren lässt. Die Halterung lässt sich mit wenigen Handgriffen auf der Anhängerkupplung montieren.

Die Vorteile der Erfindung: Mit «Klip’Car» kann man nicht nur im Supermarkt, sondern auch in der Innenstadt oder im Dorf einkaufen gehen. Und man spart Zeit und Kraft, weil man die Einkäufe nicht x-mal umladen muss. Das können ja schnell einmal 40 Kilo oder mehr sein.

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Und so funktioniert «Klip’Car»:

Man fährt mit dem Auto zum Supermarkt oder ins Dorf. Dort löst man den Einkaufswagen von der Halterung. Man füllt den Wagen mit seinen Einkäufen und bezahlt sie. Dann schliesst man den «Klip’Car» mit dem Deckel und rollt ihn zurück zum Auto. Mit der Hydraulik hebt man den persönlichen Einkaufswagen hoch bis er einrastet. Anschliessend fährt man zum nächsten Laden oder nach Hause, wo man den gefüllten Wagen gleich in die Wohnung oder ins Haus rollen und leeren kann.

Noch steht «Klip’Car» ganz am Anfang. Es gibt erst einen Prototyp, der an den Erfindermessen in Genf und Paris vorgestellt wurde. Inzwischen ist Philippe Cabot mit verschiedenen Firmen im Gespräch, welche seine Erfindung bis zur Serienreife weiterentwickeln sollen. Dafür müsse «Klip’Car» vor allem noch leichter werden, sagt Cabot. Statt wie im Moment nur aus Metall, soll die Endversion aus einem leichten Metallgerüst und Kunststoff bestehen. Ansonsten wäre ein vollgeladener «Klip’Car» zu schwer für eine Anhängerkupplung.

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