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«Testsieger» Luftbefeuchter im Test: Die Verdunster schlagen alle

Einige Luftbefeuchter im Test von «Ökotest» zerstäuben neben Wasser auch viele Bakterien. Dafür gibt es schlechte Noten. Zwei von neun Geräten sind aber «sehr gut».

Luftbefeuchter
Legende: Der Testsieger: 2000 HU4811 von Philips. youtube (philips)

Mit den fallenden Temperaturen wird die Luft wieder trocken in unseren Wohnungen und Häusern. Die Lösung dagegen sind meist Luftbefeuchter. Diese können aber – wie frühere Tests zeigten – neben Wasser auch viele Bakterien in die Raumluft schleudern.

Luftbefeuchter gibt es mit drei grundlegend verschiedenartigen Funktionsweisen: Verdunster, Verdampfer und Ultraschallzerstäuber (siehe Kasten unten). Das deutsche Magazin «Ökotest» wollte genau wissen, welche Art von Befeuchter effizient arbeitet und dabei auch möglichst wenige Bakterien verschleudert. Es hat neun Befeuchter getestet: je zwei Verdunster und Verdampfer sowie fünf Ultraschallzerstäuber.

Die Testkriterien

  • Menge Wasser, das in die Raumluft verbracht wird
  • Bakterien-/ Keim-Ausstoss nach vier und acht Wochen
  • Gift im Gehäuse der Geräte

    Rubrik «Testsieger»

    In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Testsieger waren klar die Verdunster: Sie erreichten beide das Gesamturteil «Sehr gut». Klar abgeschlagen sind die fünf Ultraschallzerstäuber: Weil sie viele Bakterien in die Luft tragen, wurden sie alle mit «Ausreichend» oder «Mangelhaft» bewertet. Zwei Modelle zerstäubten ausserdem so viel Wasser, dass sich ein Wasserfilm auf dem Boden bildete.

Im Mittelfeld lagen die beiden Verdampfer. Sie schnitten mit Gesamturteil «gut» und «ausreichend» ab (Solis Aroma Steamer Typ 7215 und Honeywell Warmsteam Humidifier HH950E2). Sie befördern zwar beide eine sehr grosse Wassermenge in die Raumluft, und zwar ohne Bakterien. Weil beide aber auf Grund der Heizleistung bis 20 Mal mehr Strom brauchen als die Verdunster, wurden sie abgewertet.

Drei Typen von Luftbefeuchtern

Verdunster nützen den Effekt, dass sich trockene Luft von selbst befeuchtet, wenn sie über eine nasse Oberfläche streift. Die Geräte enthalten darum meist einen Propeller und eine wassersaugende Membran mit grosser Oberfläche. Das benötigt wenig Strom.

Verdampfer bringen Wasser in einer kleinen Kammer zum Kochen. Sie blasen den Dampf in die Raumluft, wo die trockene Luft die kleinen Dampf-Wassertröpfchen aufnimmt. Diese Geräte können viel Wasser verdunsten, brauchen aber auch viel Strom. Vorteil: Die Hitze beim Verdampfen tötet Bakterien gut ab.

Ultraschall-Zerstäuber «zerkleinern» Wasser mit einer lautlos schwingenden Membran in kleine Tröpfchen, die als dichter, kalter Rauch aus dem Gerät strömen. Weil sich im abgestandenen Wasser Bakterien bilden, können gelangen sie mit den Wassertröpchen in die Luft.

Die Verdunster schneiden zwar gut ab, haben aber im Vergleich zu den anderen Geräten laufende Betriebskosten. Die Hersteller empfehlen, ein- bis zweimal pro Winter den Filter zu wechseln, die kosten rund zehn Franken pro Stück.

Diese sind «gut» oder «sehr gut»

Philips Series 2000 HU4811
Testurteil: sehr gut*
Art: Verdunster
Preis: 99.40** Franken

Stadler Form Oskar
Testurteil: sehr gut*
Art: Verdunster
Preis: 139.50** Franken

Solis Aroma Steamer Typ 7125
Testurteil: gut*
Art: Verdampfer
Preis: 66.80** Franken

*= Skala: Sehr gut/ gut/ befriedigend/ ausreichend/ mangelhaft/ ungenügend. **= Preis gemäss Internetrecherche vom 1. November 2018.
Quelle: «Öko Test» – Nr. M1811. (Der detaillierte Test kann unter oekotest.de , Link öffnet in einem neuen Fensterkostenpflichtig heruntergeladen werden.)

«Kassensturz»-Test entlarvt viele Mängel bei Luftbefeuchter

Die einen Luftbefeuchter machen die Luft oft feuchter als erwünscht. Andere pusten zu viele Keime in die Luft. Und ein Gerät im «Kassensturz»-Test ist sogar gefährlich.

Legende: Video Einige Luftbefeuchter sind Keimschleudern abspielen. Laufzeit 09:07 Minuten.
Aus Kassensturz vom 29.11.2011.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Lüftet Eure Wohnungen, trinkt genug Wasser und schon braucht Ihr keine Luftbefeuchter. Ach Ihr wohnt in so einem neuen vollisolierten, klimafreundlichen, stark subventionierten Haus, wo sich die Fenster nicht mehr öffnen lassen? Grüsst Doris Leuthard und zieht um. Es gibt thermophile Bakterien, die überleben diese "Verdampfer" aber so was von locker, können sich sogar an hyperthermophile Temperaturen anpassen (!) und zudem winkt bei solchen Apparaten immer noch der Schimmel mit dem Zaunpfahl.
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