Zum Inhalt springen
Inhalt

Datenschutz Meine Daten gehören mir!

Wenn plötzlich persönliche Daten im Netz über Sie auftauchen oder ein Onlineshop Sie nur gegen Vorauszahlung beliefern will, sind Sie in einer Wirtschaftsdatenbank gespeichert. So wehren Sie sich.

Grafische Darstellung Mensch mit Binärcodes im Hintergrund
Legende: Wo sind welche Daten über mich gespeichert? Colourbox

Konsumentinnen und Konsumenten haben das Recht zu erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind. Das bestimmt das Datenschutzgesetz (DSG).

Detektivarbeit im Datendschungel

Doch wer herausfinden möchte, bei welchen Unternehmen seine Daten gespeichert sind, muss detektivische Ausdauer entwickeln und darf administrativen Aufwand nicht scheuen.

Laut Datenschutzgesetz ist der Inhaber einer Datensammlung verpflichtet, Ihnen Auskunft darüber zu geben, welche Daten über Sie gespeichert sind, aus welchen Quellen diese Daten stammen und zu welchem Zweck sie gesammelt werden. Tauchen also im Internet persönliche Daten auf oder will das Versandhaus plötzlich nicht mehr liefern, können Sie ein schriftliches Auskunftsbegehren einreichen (Musterbrief siehe Linkbox).

Auskunft ist gratis

Das Unternehmen muss Ihnen innerhalb von 30 Tagen antworten. Auf dem Antwortschreiben ist dann aufgeführt, aus welchen Quellen Ihre Daten stammen. Dann können Sie dort ein weiteres Auskunftsbegehren stellen. Oder Sie fragen nach, welche Daten bei den grössten Auskunftsdatenbanken (Schober, Moneyhouse, Intrum Justizia und Crif) über Sie gespeichert sind. Ein Auskunftsbegehren ist immer kostenlos. Ein Unternehmen darf nur dann eine Gebühr verlangen, wenn die Auskunftserteilung enorm aufwendig ist oder wenn Sie innerhalb von 12 Monaten bereits schon einmal ein Begehren gestellt haben.

Diese Regelungen gelten im Übrigen nicht nur für Wirtschaftsdatenbanken, Adresshändler und Inkassobüros, sondern für alle Datensammlungen. Ein Einsichtsrecht hat man auch in sein Personaldossier oder in die Krankengeschichte.

Falsche Daten müssen korrigiert oder gelöscht werden

Sind falsche Daten über Sie gespeichert, können Sie eine Berichtigung verlangen. Veraltete Daten, an denen kein öffentliches Interesse besteht oder persönliche Daten, mit deren Veröffentlichung Sie nicht einverstanden sind, müssen gelöscht werden. Dazu genügt ein weiteres Schreiben an den Inhaber der Datensammlung. Tipp: Prüfen Sie nach einer Weile, ob gewünschte Korrekturen richtig ausgeführt worden sind.

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bettina Maurer, Zürich
    Ich mache gerade die gleiche Erfahrung wie A.K:: Moneyhouse will einen Ausweis von mir. Ist das zulässig? Es spielt der Firma ja geradezu in den Hände; sie kann damit wunderbar fehlende Angaben ergänzen . Den Kassensturz-Beitrag fand ich sehr lehrreich und nützlich. Besten Dank!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A.K., Rehetobel
    Moneyhouse verweigert die Löschung meiner Daten mit der Begründung, ich müsse eine Kopie meines Ausweises einreichen. Da Moneyhouse solch sensible Daten missbräuchlich nutzt möchte ich eigentlich diese Daten ihnen nicht zur Verfügungen stellen. Darf Moneyhouse dies wirklich verlangen? Ist dies rechtens? Meines Erachtens eine Sauerei!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Anton Wenger, Fällanden
      Ich habe heute exakt den gleichen Brief erhalten. Das letzte was ich machen werde, ist es MONEYHOUSE noch eine Kopie meines Ausweises zuzusenden. Es muss doch um Himmelswillen eine andere Möglichkeit geben diese Löschung zu veranlassen. Bitte um Hilfe, am liebsten auch von offizieller Stelle der EDÖP.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rangolor Shapratan, Aesch
    sehr geehrter Hr. Hanspeter Thür seltsam,im Beitrag unerwähnt, dass bei MH nichts geht OHNE Free Account und will man mehr wissen ist Schluss mit free, nun will MH Asche damit ich weiter klicken kann, nicht viel denkt man bei 8 Franken monatlich für ein 2 J.abo, wenn MH wie im Beitrag gesagt 8 Millionen Personen Daten hat wird es ein grosser Haufen Geld. Zudem bin ich in keinem Telefonbuch gespeichert da meine Daten bei Swiscom gesperrt wurden, wieso finde ich nun meine Tel.nummer bei MH ??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen