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Vergleich mit dem Ausland Mietautos: Grosse Preisunterschiede dürfen nicht sein

Die grossen Mietwagen-Firmen versprechen, dass sie in allen Ländern ungefähr die gleichen Preise verlangen. Dies auch dank eines Rüffels der Europäischen Kommission. Dennoch lohnt es sich, die Preis zu überprüfen, bevor man bucht.

Tweet eines Avis-Kunden.
Legende: Twitter/Collage SRF

Dieser Tweet des Berners Roman Frey fiel auf.

Als er an zwei Tagen in Hamburg ein Auto mieten wollte, fiel ihm der horrende Preisunterschied auf: Ein VW Golf wurde auf der Schweizer Buchungsplattform von Avis für 214 Franken angeboten. Dasselbe Auto kostet auf der deutschen Avis-Webseite lediglich 74 Euro.

«Ein besonders krasser Fall von Abzocke im Hochpreisland Schweiz», dachte sich Frey und konfrontierte Avis Schweiz per Twitter mit dem Missstand. Und die Antwort von Avis Schweiz per Twitter konnte ihn ganz und gar nicht beruhigen: «Unterschiedliche Länder, verschiedene Märkte, andere Bedingungen» floskelte Avia nichtssagend.

EU verbietet Wucherpreise

2014 rüffelte die Europäische Kommission die sechs Autovermieter Avis, Hertz, Europcar, Sixt, Enterprise und Goldcar. Beanstandet wurde die Praxis, die Kunden bei Internetanfragen nach ihrem Herkunftsland zu fragen und je nachdem höhere Tarife zu verlangen.

Dies widerspricht dem EU-Grundsatz, dass Ausländer nicht schlechter gestellt werden dürfen als einheimische Kunden. Auch die Schweiz wurde in der Folge von den meisten Anbietern in die geforderte Preisparität aufgenommen.

Schlamperei statt Abzocke

Auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Espresso» klärte Avis Deutschland den Fall nochmals ab – und kam zu einer anderen, aber schlüssigeren Erklärung als Avis Schweiz.

Sie schreibt: «Avis Deutschland bietet eine Wochenendmiete an, die Kunden günstige Preise ermöglicht. In den letzten Wochen wurde diese Rate neu aufgesetzt. Dadurch kam es im Zeitraum der Umstellung temporär zu Preisunterschieden der einzelnen Länder, da nicht alle Systeme gleichzeitig aktualisiert werden konnten. Im vorliegenden Fall war der Preis für Deutschland bereits aktualisiert, während unter anderem in der Schweiz noch an dem Preis gearbeitet wurde.»

Inzwischen seien die Preise überall angeglichen, schreibt Avis weiter und entschuldigt sich für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten. Tatsächlich zeigten die Stichproben von «Espresso»: Die Preise auf den Automiet-Buchungsplattformen verschiedener Länder unterscheiden sich wenig und weichen nur aufgrund des Währungsunterschieds etwas ab.

Fazit: Es lohnt sich, den Preis auf der Schweizer Buchungsplattform mit demjenigen des Landes, wo das Auto gemietet wird, zu vergleichen. Bei grossen Unterschieden sollte man stutzig werden.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Werner Caviezel (Angemeldet)
    Man viel Geld sparen, wenn man Fahrzeuge nicht direkt bei den Mietwagenfirmen bucht. Die Fahrzeuge kommen dann schon von dort. Es gibt verschiedene Plattformen die unter billiger-mietwagen.de zu finden sind. Man muss nur darauf achten, dass man die Variante ohne Selbstbehalt und mit Glas- und Reifenschäden bucht. Zwar muss man im Schadenfall den Schaden bezahlen aber es wird hinterher wieder vergütet. Bei den Mietwagenfirmen ist die Versicherung viel teurer.
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