Mit 3-D-Brillen gegen die Krise

Immer weniger Ferienhungrige buchen heutzutage noch in einem Reisebüro, Online-Plattformen boomen hingegen. Um den Trend zu bremsen, werben die Reisebüros verstärkt mit ihren Beratungsqualitäten und neuartiger Technik.

Ein ganzer Erwerbszweig steckt in einer tiefen Krise: «In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der Reisebüros in der Schweiz halbiert», bilanziert Rolf Brun, Leiter der Ferienmesse «Grenzenlos» in St. Gallen, die am Wochenende stattfand.

Reise-Animationen sollen Entscheidung erleichtern

Um den Kundenschwund zu bremsen, wollen die Reisebüros mit einem speziellen Buchungserlebnis locken: «3D-Animationen mit speziellen Brillen machen die Reise für den Kunden schon im Reisebüro erlebbar. Das ist die Zukunft», hofft Brun. Ausserdem habe er festgestellt, dass für kompliziertere Ferienbuchungen wieder vermehrt der Gang aufs Reisebüro gemacht werde: «Die Berater sind kompetent, sie kennen die Hotels und können Vertrauen schaffen», wirbt der Messeleiter für seine Branche.

Wer seine Ferien in einem Reisebüro buche, sei auch für unliebsame Zwischenfälle besser gerüstet als Online-Bucher: «Als vor Jahren der Vulkan in Island ausbrach und viele Touristen irgendwo strandeten, erhielten nur diejenigen Hilfe, die sich an einen Berater in einem Schweizer Reisebüro wenden konnten», sagt Brun.

Terrorangst: Kaum jemand reist in den arabischen Raum

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Treffpunkt:

Heute um 10.00 Uhr: Die Sendung Treffpunkt blickt in die Zukunft der Reisebüros. Mehr

Ob im Reisebüro oder Online, Reisen werden so oft gebucht wie eh und je. Krieg und Terror haben aber einen starken Einfluss auf die Wahl der Destination: Während der arabische Raum und die Türkei in der Schweiz kaum mehr gebucht werden, haben andere Destinationen in Westeuropa Hochkonjunktur: «Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland verzeichnen Rekordbuchungen für diesen Sommer», so Messechef Brun.

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