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Weniger Gift Mit Dampf statt Pestizid gegen Unkraut

Giftige Pestizide gibt es im Strassenunterhalt von Appenzell Innerrhoden nicht mehr. Unkraut wird nun mit Dampf vernichtet.

Legende: Audio Mit Dampf statt Pestizid gegen das Unkraut abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
03:23 min, aus Espresso vom 18.07.2018.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden verzichtet im Strassenunterhalt künftig auf Chemie in der Bekämpfung von Unkraut. Zwar gilt bereits seit 1986 ein Pestizid-Verbot auf öffentlichen Strassen, doch das Gesetz lässt Ausnahmen zu. So können «Problempflanzen» auf Kantonsstrassen weiterhin mit Pestiziden bekämpft werden.

Appenzell Innerrhoden geht nun einen umweltfreundlichen Weg. Statt mit giftigen Pestiziden werden Unkräuter mit Wasserdampf abgetötet. Das Prinzip ist einfach: Heisser Dampf und Wasser dringt in jede feine Ritze.

Bei Temperaturen über 42 Grad Celsius werden dabei die Pflanzeneiweisse denaturiert – sie werden fest. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die mit Wasserdampf behandelten Pflanzen braun werden und absterben.

Innerhoden geht neue Wege

Der Kanton Appenzell Innerrhoden sei oft zu klein, um eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Hier sei dies aber gut möglich, so der Leiter des Kantonalen Werkhofs, Ruedi Grob.

Mit diesen Massnahmen könne die Welt nicht gerettet werden, aber vielleicht ein Stein ins Rollen gebracht werden. Mit ersten Erkenntnissen rechnet Grob in drei bis fünf Jahren.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die Schweizer Landwirtschaft, muss endlich umdenken - weg von der fehlgeleiteten, vergiftenden (Natur - Tier - Mensch) Massen-Chemie- Anwendung (Pestizide, Fungizide, Herbizide, Kunstdünger, Antibiotika, Schnellwachstums-Hormone,.....), hin zu einer umsichtugen, verantwortungsbewussten - nachhaltig öko-logischen - Landwirtschaft!! Zum gesundheitlichen Wohl von: NATUR - TIER - MENSCH!! Der Mensch ist, was er isst (Wasser, Nahrung)!!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die vielen Gifte, welche die Bevölkerung: einatmet - zu sich nimmt über Wasser und Nahrung (Grundnahrungs- und Lebensmittel), pharmazeutische Medikamente, ist immens angewachsen! Damit auch die Zunahme der verschiedensten Erkrankungen (Krebs - Lungenleiden - Allergien - etc, etc...)!! Das muss sich dringendst endlich ändern! Dafür zuständig, sind: BAG, BAFU, BLW, BLV und Co, Schweizer Bauernverband, Politik, Bundesrat und Co!! Einsicht und Verantwortungs-Übernahme für weniger Chemie!!
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  • Kommentar von Thom Koller (Thom80)
    Toller Bericht und Glückwunsch an den Kanton AI zu diesem Entscheid. Das umdenken hat begonnen und Alternativen frei von Glyphosat und Herbiziden werden angeboten. Als einer der ersten Dienstleister in der Ost-CH biete ich ein solches Verfahren ohne Chemie nun auch der Privatwirtschaft an. Auf torenko.ch erhalten Sie mehr Informationen darüber. Möchten auch Sie Giftfrei gegen Unkraut vorgehen, kontaktieren Sie mich. Es würde mich freuen, von Ihnen zu hören...
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