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28.05.13: Schlafsäcke im Test: Damit liegen Sie gut und günstig
Aus Kassensturz vom 28.05.2013.
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Kassensturz-Tests Mit diesen Schlafsäcken liegen Sie gut und günstig

«Kassensturz/Espresso» hat zehn der meistverkauften Schlafsäcke getestet. Erfreulich fürs Camping-Budget: Auch Schlafsäcke unter hundert Franken halten mit den teureren Modellen mit. Für den gesunden, tiefen Outdoor-Schlaf lohnt es sich beim Schlafsack-Kauf auf ein paar Punkte zu achten.

«Kassensturz» hat zusammen mit dem Magazin «Saldo» Schlafsäcke getestet, die für die Frühlings- bis Herbstsaison geeignet sind. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 50 und 460 Franken.

Nebst dem Preis steht beim Schlafsack-Kauf oft die Frage nach dem Füllmaterial im Vordergrund, weiss Flaviano Medici vom Pfadi-Ausrüstungsshop Hajk, Scout & Sport AG. Der Tipp vom Fachmann: «Für den Einsatz im Jugendlager empfehlen wir einen Kunstfaser-Schlafsack. Die Hohlfasern wärmen im Gegensatz zur Daune auch, wenn sie feucht sein sollten.»

Gute Kapuze gegen Wärmeverlust

Daunenschläcke dagegen sind leicht und komprimierbar und bieten ein angenehmes Schlafklima. Ob Kunstfaser oder Daune: Ein guter Schlafsack zeichnet sich durch seine Materialqualität, Isolationsleistung und vor allem auch den gebotenen Schlafkomfort aus. Dieser wurde von sechs Testpersonen in der 5 Grad kalten Klimakammer bewertet.

Ein spezieller Fokus liegt auf dem Reissverschluss. Klemmt er- oder öffnet er sich unbeabsichtigt? Weil der menschliche Körper rund 30 % seiner Wärme über den Kopf verliert, wird auch die Kapuzenpassform genau geprüft. Zu guter Letzt muss ein komfortabler Schlafsack natürlich auch genügend warm geben.

Auf Temperatur-Angaben ist nicht immer Verlass

Kauf-Tipps

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Kauf-Tipps

Für den gesunden, tiefen Outdoor-Schlaf:Tipps für den Schlafsack-Kauf

Auf der Schlafsack-Hülle ist in der Regel der Temperaturbereich aufgeführt, für welchen sich der Schlafsack eignet. Um eine herstellerübergreifende Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wurde 2005 die europäische Schlafsack-Norm «EN 13 537» eingeführt.

Die Angabe informiert über den Temperaturbereich, für den ein Schlafsack geeignet ist. Vier der zehn getesteten Schlafsäcke erreichen die versprochenen Werte allerdings nicht. Silke Off vom Deutschen Labor Hohenstein kritisiert: «Vor allem im Extrembereich, wo die Gefahr von Erfrierungen besteht, stimmen die Angaben teilweise nicht.»

Zum Beispiel der Schlafsack «Mount Cook» von 46 Nord aus dem Ochsner Sport. Der Schlafsack schützt im Extremfall nicht wie angegeben bis minus 21, sondern bloss bis minus 16 Grad.

Kleine Qualitäts- aber grosse Preisunterschiede

Tabelle

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Beim Test von «Kassensturz» erreichten sieben von zehn Produkten die Bewertung «gut». Testsieger ist der Schlafsack «NRG Idahoe 1300» aus dem Manor für 99 Franken. Am anderen Ende: der Schlafsack «Trevolution Polarlite 150» aus der Migros.

Die Materialqualität, insbesondere der Reissverschluss überzeugten die Tester nicht. Für die weitere Produktion will Migros nun den Einsatz eines Klemmschutzbandes prüfen, damit der Reissverschluss in Zukunft den Stoff nicht mehr einklemmt.

Ein Schlafsack kann noch so gut sei, die korrekte Handhabung ist auch wichtig. Die Empfehlung des Outdoor Experten Flaviano Medici: «Den Schlafsack nach jedem Gebrauch gut lüften und nur für möglichst kurze Zeit eng zusammengerollt aufbewahren.» Mit ins Gepäck sollte eine Isolationsmatte, ohne sie ist man der Bodenkälte ausgeliefert.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Bolder , Muhen
    Noch ein Tipp am Rande: Wer wirklich Gewicht sparen möchte und nicht mit völlig extremen Bedingungen rechnen muss, kann statt des Schlafsacks auf eine Daunendecke (Quilt) zurückgreifen. Solche gibt es z.B. von der Marke Cumulus, HammockGear oder Enlightened Equipment (und vielen mehr). Falls die Hygiene eine Rolle spielt, kann man sie mit einem Seidenschlafsack kombinieren. Bei gleicher Isolationsleistung kann man so bis zu 50% Gewicht sparen.
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    1. Antwort von M. Bolder , Muhen
      Entscheidend ist natürlich, dass die Isomatte auch für die entsprechende Temperatur ausgelegt ist. Eine gute, an die zu erwartende Bodentemperatur angepasste Isomatte ist natürlich auch bei Verwendung eines Schlafsacks wichtig.
  • Kommentar von M.A. Jinnah , Bern
    OMG!! Wer auch-immer hier gestestet hat war noch NIE(!) auf eine Mehrtätigen Träkkingtour, oder hat sein Bivack im verschneiten nowhere aufgeschlagen. Seid versichert, wen es darauf ankommt, werden ganz andere Kriterien wichtig. Einlaufen, Schlafkomfort und Schnik-Schnak sind dann plötzlich bedeutungslos.
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    1. Antwort von B. Lucas , Vinelz
      Ich gebe M.A Jinnah aus Bern Total recht. Ich gehe in die Pfadi-Hasenburg die im Fernsehen gekommen ist und: Bei mir kommt es eher auf die Grösse und das Gewicht an bei einem Lager oder Trekking usw. Ist der Luxus unnötig sonst könnte man gerade so gut Zuhaue im Bett schlafen.
  • Kommentar von max müller , züri
    ein absolut lächerlicher test! wenn schlafsäcke bsp. auf leichtgewicht getrimmt werden, ist natürlich die robustheit schlechter, und auch der komfort kann bei minimierung vom gewicht leiden, dafür wird er dann halt weiter und höher getragen. schlafsäcke mit dermassen verschiedenen einsatzgebieten zu vergleichen ohne diese einsatzgebiete anzusprechen macht den test absolut überflüssig!!
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    1. Antwort von M. Bolder , Muhen
      Da stimme ich Ihnen fast völlig zu. Allerdings ist es nicht so, dass leichte Stoffe zwangsläufig weniger stabil sind. Gerade die auf Leichtgewichtsschlafsäcke spezialisierten Firmen verwenden meist äusserst robuste Stoffe. Das Pertex Quantum beispielsweise können Sie problemlos mit einer Stahlbürste schrubben; da geht so schnell nichts kaputt.