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«Kassensturz»-Test Multi-Tabs im Test: Sauberes Geschirr auch ohne Phosphate

Seit Anfang Jahr sind phosphathaltige Geschirrspülmittel verboten. «Kassensturz» und «Saldo» testeten 15 Tabs mit neuer Zusammensetzung – an Flecken wie Eigelb, eingebrannter Crème Brûlée und Teerändern. Erfreulich: Gute Spül-Tabs müssen nicht teuer sein.

Legende: Video Multi-Tabs im Test: Sauberes Geschirr auch ohne Phosphate abspielen. Laufzeit 07:26 Minuten.
Aus Kassensturz vom 11.04.2017.

Phosphat galt lange Zeit als wichtiger Inhaltsstoff für Geschirrspülmittel, um saubere Teller zu bekommen. Aber Phosphat im Abwasser ist für die Überdüngung der Seen und Flüsse verantwortlich. Deshalb müssen die Geschirrspülmittel seit Januar 2017 ohne Phosphate auskommen. «Kassensturz» liess gemeinsam mit dem Konsumentenmagazin «Saldo» die phosphatfreien Tabs testen.

Günstigste Tabs liefern gute Leistung

Die gute Nachricht vorweg: Die Mehrheit der neuen Tabs reinigt auch ohne Phosphat gut und verhinderte Flecken und Beläge. «Bei der Mehrzahl der Produkte ist das Phosphat gut ersetzt worden», sagt Testleiterin Bianca Nerowski vom Labor SGS Institut Fresenius in Taunusstein (D).

Aufgefallen ist das Produkt W5 von Lidl. Die Tabs erreichten die gute Note 5,0 und sind mit einem Stückpreis von 10 Rappen die günstigsten im Test. Am besten erledigten die Testaufgaben Somat Gold Multi Aktiv mit der Note 5,2 und Handy Matic (Note 5,1) von Migros. Beide überzeugten bei der Reinigung und beim Glanz.

Jedes Tab wurde an sieben hartnäckigen Verschmutzungen wie Eigelb, Schwarztee oder eingebrannter Crème Brûlée getestet – und das auf verschiedenen Materialien wie Glas, Porzellan und Metall. Bianca Nerowski erklärt: «Diese Standardverschmutzungen werden eingesetzt, um die ganze Bandbreite von Speiseresten abzudecken und um die Inhaltsstoffe der Tabs zu überprüfen.»

Hartnäckige Schwarzteeränder

Einige Produkte scheiterten an den Schwarzteerändern in weissen Tassen. Mit den dunklen Teerändern kann beispielsweise die Wirkung der Bleichmittel überprüft werden.

Tipp: Multi-Tabs oder Pulver?

Bei der Verwendung von Multi-Tabs sollte man darauf achten, dass die Wasserhärte nicht zu hoch ist. Es wird empfohlen, bei einer Wasserhärte von über 21 fH (französische Härtegrade) klassische Produkte zu verwenden, das heisst: Spülmittel, Klarspüler und Salz.
Die Wasserqualität in Ihrem Wohnort können Sie hier ermitteln.
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7 von 15 Tabs bekamen nur das Prädikat «Genügend». Testleiterin Binaca Nerowski sagt dazu: «Diese Produkte zeigen teilweise Schwächen bei der Reinigungsleistung oder bei der Verhinderung von Flecken und in der Belagsbildung.» So erreichten die Tabs von Prix Garantie beispielsweise bei den Kalk-Belägen eine ungenügende Teilnote.

Um zu testen, wie gut die Multi-Tabs Gläser und Teller vor Kalkablagerungen schützen, wurde neues Geschirr mit den Tabs jeweils 30 Mal gespült. In einem separaten Klarspültest analysierte das Labor Flecken oder Schlieren nach einem Durchlauf. Praktisch an den 15 getesteten All-in-one-Tabs ist, dass sie bereits Klarspüler und Enthärter oder Regeneriersalz enthalten. Die Tabs kosten zwischen 9 und 64 Rappen pro Stück.

Ökologische Tabs liessen Flecken zurück

Ökologische Produkte, die weniger chemische Zusatzstoffe beinhalten – im Test Held by Ecover und Oecoplan – sind in der Gesamtbewertung schwächer als herkömmliche Produkte, wie in früheren Tests auch. Sie hatten beim Testkriterium Glanz die tiefsten Bewertungen, nach dem Waschen blieben Flecken oder Schlieren zurück.

Held AG schreibt dazu, dass sie bei der Produktion nicht nur auf Phosphate verzichten würden, sondern auch auf schlecht abbaubare petrochemische Inhaltsstoffe. Bei der Produktion setzte man bevorzugt auf pflanzliche und mineralische Rohstoffe. Das gilt auch für die Oecoplan-Tabs.

So wurde getestet:

Das Labor prüfte die Reinigungsleistung an folgenden Anschmutzungen: Teeablagerungen in Tassen, eingebranntes Hackfleisch auf  Tellern, Milchhaut in Gläsern, Eigelb auf Edelstahlplättchen, Creme Brulée auf Tellern, Pasta auf Tellern sowie ein Stärkemix auf Tellern.
Reinigung: Mit jedem Produkt wurden 5 Spülgänge bei 45 Grad Wassertemperatur durchgeführt.
Glanz: Anhand von 30 Spülgängen bei 65 Grad und 5 weiteren separaten Spülgängen bei 50 Grad beurteilten die Experten, wie gut die Tabs das Geschirr vor Belagsbildung schützen und ob nach dem Klarspülen Tropfen, Flecken und Schlieren zurückbleiben.

Testtabelle:

Testtabelle:

Die detaillierten Testresultate finden Sie hier.

Bemerkung:

Die Tabs von Aldi und MBudget werden derzeit umgestellt und sind deshalb im Test nicht vertreten.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Dönni (BED)
    Hallo Kassensturz - es ist erstaunlich, dass das Geschirr überhaupt sauber wurde im Test! Warum? Die Damen im Testlabor haben das nach Norm beschmutzte Geschirr teils komplett falsch und verkehrt eingeräumt im Geschirrkorb. Die verschmutzte Seite des Geschirrs muss immer nach unten zum Sprüharm zeigen und nicht schräg nach oben, wie im Testlabor. So wie im Test, gibt dies auf dem Geschirr einen Sprühschatten.
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    1. Antwort von peter muller (PMU)
      Da liegen sie leider falsch Herr Dönni. Das Geschirr wurde im Film korrekt eingeräumt. Den "Sprühschatten" haben sie immer, unabhängig in welcher Lage das verschmutze Geschirr liegt. Dies wird aber mit der Konstruktion des Sprüharms und der unterschiedlichen Ansteuerungen der Arme (z.B. Miele) kompensiert. Beim Ionentauscher liegen sie hingegen richtig. Wie sie also richtig erwähnen sollte man immer Regeneriersalz benutzen.
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  • Kommentar von Beat Dönni (BED)
    Warum ich das weiss, ich war jahrelang bei einem grossen Weisswaren Hersteller im Kundendienst und ansonsten darf man auch einmal selber, die Gebrauchsanweisung seiner Maschine lesen. Ebenso gibt es bei Youtube hervorragende Videos zum Thema, speziell z.B. von Miele. Auch muss man trotz den Multi-Tabs weiterhin Salz beim Ionentauscher einfüllen, da ansonsten der Ionentauscher verkalkt. Dies aus dem Grund, dass das Wasser nur zum füllen der Maschine durch Ionentauscher fliesst.
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  • Kommentar von Beat Dönni (BED)
    Dies bedeutet, dass der Kalk vor dem Waschvorgang aus dem Wasser entzogen wird. Nachher fliesst kein Wasser beim Spülvorgang mehr durch den Ionentauscher (Enthärter). Somit nützt der Entkalker in den Tabs eigentlich nichts! Fehlendes Salz im Ionentauscher, wird aber langfristig eine teure Reparatur nach sich ziehen! Also immer Regeneriersalz verwenden - Einstellungen anhand der örtlichen Wasserhärte bestimmen. Frohe Ostern BED
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