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Marcel Hablützel wohnt in einem topmodernen Haus. Vor rund einem Jahr wurde eine Liftanlage der Firma Schindler in Betrieb genommen, ausgerüstet mit einer Notruf-Telefonleitung direkt in die Schindler-Zentrale.
Doch diese Notrufleitung wird nicht mehr lange funktionieren. Denn sie läuft über das analoge Telefonnetz und das wird Swisscom 2018 abstellen. Der Lift in Marcel Hablützels Haus muss umgerüstet werden. Kostenpunkt: 900 Franken.
Swisscom: Die häufigsten Fragen
Bei 125‘000 Liften in der ganzen Schweiz ergibt das Kosten von über 100 Millionen Franken – alleine für Lifttelefone. Marcel Hablützel ärgert sich: «Die Swisscom stellt das Netz ab, und die ganzen Kosten für den Umbau sollen die Kunden tragen.» Swisscom rechtfertigt sich. Mediensprecher Sepp Huber erklärt im «Kassensturz»-Interview: «Grundsätzlich sind Geräte und Anlagen in der Verantwortung der Kunden. Das ist ein breiter Markt. Wir bieten das Netz, wir bieten die Anschlüsse. Wir wissen häufig gar nicht, welche Geräte an einem solchen Anschluss betrieben werden.»
Sepp Huber, Mediensprecher Swisscom, zu drei zentralen Fragen:
«Rein technisch ist die Umstellung nicht nötig»
Besonders ärgerlich. Die Liftanlage von Marcel Hablützel ist erst ein Jahr alt. Lifthersteller Schindler sagt, Swisscom habe spät über die Umstellung informiert, sodass es in dieser kurzen Zeit nicht mehr möglich gewesen sei, ein Mobilfunk-Modul zu entwickeln und einzubauen. Rein technisch ist die Umstellung nicht nötig. Beat Stettler, Professor für Computernetzwerke sieht vor allem wirtschaftliche Vorteile für die Swisscom: «Die Welt steuert Richtung Internet-Technologien, die Swisscom investiert dort sehr viel Geld. Da macht es sicher betriebswirtschaftlich Sinn, dass man die alten Anlagen abstellt.»
Doch nicht nur Lifte sind von der Analog-Abschaltung der Swisscom betroffen. Auch die übrige Telefonie wird in verschiedenen Bereichen tangiert. Hier sehen Sie, ob Ihre Geräte betroffen sind: