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Nachhaltig reisen – aber wie?
Aus Espresso vom 20.09.2019.
abspielen. Laufzeit 04:50 Minuten.
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Ferien mit gutem Gewissen Nachhaltig reisen – aber wie?

Bald sind Herbstferien. Im Zug der Klimadiskussion ist auch die Kritik am Reisen lauter geworden. Gemäss einer Studie aus Australien ist der Tourismus für 8 Prozent des globalen CO2-Ausstosses verantwortlich. Fliegen heizt das Klima weiter an, Kreuzfahrtschiffen verschmutzen die Meere, von schlechtbezahlten Arbeitskräften nicht zu sprechen. Nachhaltiger Reisen lautet eine Antwort. Aber wie?

Experten sagen: Einfach merken kann man sich die drei Stichworte «langsamer, näher und länger».

  • Langsamer Langsamere Verkehrsmittel wählen: Zug und Velo sind umweltfreundlicher als das Flugzeug - mit deutlich weniger CO2-Ausstoss.
  • Näher Kürzere Wege belasten die Umwelt weniger.
  • Länger Die An- und Rückreise zum Ferienziel machen rund 80 Prozent des ökologischen Fussabdrucks aus. Wer länger verreist kann die An- und Abreise besser «amortisieren».

Der Schweizer Reiseverband hat eine Broschüre mit fünf Tipps für Reisebüros und Kunden herausgegeben.

Die Schweizer NGO «fair unterwegs – arbeitskreis tourismus & entwicklung» hebt ebenfalls fünf Punkte hervor:

  • «Zeit nehmen» Die Reisenden sollen sich auf ihr Ziel vorbereiten. Nach der Rückkehr sollen sie mit ihren Gastgebern in Kontakt bleiben – und mit deren Landsleuten in der Schweiz. Indem sie fair und nachhaltig produzierte Waren kaufen, fördern sie die soziale Gerechtigkeit.
  • «Fairer Austausch» Die Menschen im Gastland verdienen Respekt. Ihre Selbstbestimmtheit und Würde sind wichtige Werte.
  • «Nutzen für Einheimische» Das Geld soll möglichst bei der lokalen Bevölkerung ankommen. Dazu trägt bei, wer statt Hotelketten einheimische Unterkünfte bucht und lokale Dienstleister und Läden bevorzugt.
  • «Faire Preise» Schnäppchen sichern die Existenz der Bevölkerung nicht. Faire Preise ermöglichen gerechte Löhne und fördern Investitionen in Umwelt, Bildung und Entwicklung.
  • «Respekt vor der Umwelt» Komfort-Ansprüche sollen nicht zur Verschwendung von Ressourcen wie Land und Wasser führen. Emissionsarme Verkehrsmittel stehen im Vordergrund. Fernreisen mit dem Flugzeug sind Höhepunkte, nicht die Regel.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Ich fahre mit dem Auto in die Ferien und habe ein gutes Gewissen. Einzig stört mich die Nörgelei in der Schweiz, das Kleinbürgertum hierzulande und der daraus folgende Verkehrskollaps mangels Umfahrungsstrassen und zu kleinen Autobahnen sowie die fehlenden 6 Spuren durch den Gotthard. Sobald ich die mürrischen schweizer Zöllner hinter mir habe fühle ich mich frei. Eine Fahrt durch Frankreich und die Seele atmet auf. Wunderschöne Landschaften, nette Leute und nix schlechtes Gewissen einreden!
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  • Kommentar von marc rist  (mcrist)
    Was hier abgeht, grenzt langsam aber sicher an Gehirnwäsche. Möge sie nicht erfolgreich sein! Es gibt Menschen, die gerne etwas über den Tellerrand der unmittelbaren Umgebung der Schweiz oder auch über Europa hinaus schauen. Es steht den hiesigen Medienschaffenden + Politikern, im Sinne eines leuchtenden Vorbilds, aber selbstverständlich frei, ihre Freizeit ausschliesslich innerhalb der Landesgrenzen zu verbringen und die Reiseziele einzig und allein zu Fuss oder mit dem Velo zu erreichen.
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