Nagellacke im Test: Günstige halten besser

Welcher Lack ist am schnellsten ab? «Kassensturz» hat zwölf rote Nagellacke in einem Praxistest bewerten lassen. Fazit: Die zwei günstigsten gehören zu den besten Farben im Test.

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Dick aufgetragen: Nagellack im Test

7:13 min, aus Kassensturz vom 6.6.2017
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Testtabelle

Testtabelle

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«Kassensturz» und die Zeitschrift «Saldo» haben zwölf der meistverkauften Nagellacke ins Prüflabor Ipi nach Stuttgart (D) geschickt. Sie kosten im Laden 2.45 bis 38 Franken pro zehn Milliliter. Frauen im Alter von 16 bis 65 Jahren haben die Lacke aufgetragen, sie beurteilt, und die lackierten Nägel mussten anschliessend einen Härtetest mit fünf Stationen überstehen, darunter ein «Sandbad» (siehe ganz unten).

Die ersten beiden Kriterien im Anwendungstest: Wie benutzerfreundlich sind Fläschchen und Pinsel und wie gut lässt sich der Lack auftragen? Die Probandinnen testen pro Hand einen Nagellack. Nach dem ersten Auftragen wird fünf Minuten gewartet, dann folgt die zweite Schicht. Nach dem Trocknen der zweiten Schicht beurteilen die Probandinnen zusammen mit der Testleiterin das Ergebnis.

Nicht alle teuren Lacke überzeugen

Nägel in einem dunklen Granulat. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele Nagellacke scheiterten am Sandbad. SRF

Nur «genügend» abgeschnitten hat Chanel Le Vernis für 27 Franken pro zehn Milliliter. Die Farbe hält dem Belastungstest nicht stand. Eine Nagelbreite besser ist der günstige Last and Shine von Manhattan. Max Factor (Fr. 12.60/10 ml) und Sally Hansen (Fr. 9.50) erhalten beide die Note 4,6. Sally Hanson hatte nach dem Belastungstest die meisten Kratzer.

Ebenfalls die Note 4,6 bekommt der Kiko Power Pro Nail Laquer für 6.90 Franken. Die Handhabung des Fläschchens lässt hier zu wünschen übrig. Etwas besser ist der Nail Lacquer von OPI. Der Nagellack schwächelt in der Farbdeckung nach dem Belastungstest. Gleich gut, aber günstiger ist Covergirl aus der Migros, der Nagellack ist schwer aufzutragen. Alle sieben Lacke stuft der «Kassensturz» als «genügend» ein.

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Die Hersteller und Vertreiber verzichten auf Stellungnahmen. Mehrere Markenvertreter weisen aber darauf hin, dass Unter- und Überlacke die Strapazierfähigkeit erhöhen würden.

«Gut» in der Gesamtbewertung ist der Nagellack von Maybelline für 10.90 Franken, er erhält die Note 4,8. Unter anderem überzeugen die Farbdeckung und die Farbintensität. Noch ein bisschen besser sind die beiden Nagellacke von H&M und Essence. Essence ist der Preis-Leistungssieger mit nur 3.05 Franken pro zehn Milliliter. Dior Vernis für 38 Franken ist der teuerste Lack im Test: Er übersteht den Belastungstest problemlos. Testsieger ist der Nail Lacquer von Essie für 7.45 Franken aus dem Manor. Damit erhält der zweitgünstige Nagellack im Test die Note 5,1, der günstigste landet auf Platz 3 – ein erfreuliches Resultat für kostenbewusste Anwenderinnen.

Stahlharte Prüfungen

Folgende Stationen mussten die lackierten Nägel im Belastungstest überstehen:

  • Sandbad (simuliert die Gartenarbeit)
  • Hände über weisses Papier gleiten lassen
  • Öffnen von Plastikbehältern
  • Hemdknöpfe öffnen und wieder schliessen
  • Abwasch von einer verkrusteten Pfanne

Bewertet wurde das Auftragen, das Ergebnis nach dem Auftragen, die Anwendung, der Halt nach dem Belastungstest sowie das Aussehen nach dem Belastungstest. Die einzelnen Kriterien sind ersichtlich in der Tabelle der Testergebnisse in der Linkbox «Testtabelle» (siehe oben).

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