Nicht ohne Planung: Mit Bahn und Velo ins Ausland

Auslandreisen mit Velo und Bahn haben ihre Tücken: Wer nicht anbrennen will, sollte die Reise mit Bahn und Velo ins Ausland planen. «Espresso» gibt allgemeine Tipps und die wichtigsten Infos für die Reise in die Nachbarländer und nach Holland.

Veloverlad Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Veloverlad geht oft nicht so einfach wie in der Schweiz. Keystone

Im deutschen ICE, im französischen Doppelstock-TGV und im österreichischen Railjet gibt es keine Veloplätze. Velo-Reisende müssen auf andere Züge ausweichen. Über längere Distanzen findet man bei Reisen ins Ausland zudem häufig nur in Nachtzügen Veloplätze.

Die SBB hat eine Übersicht der Züge mit Selbstverlad ins Ausland zusammengestellt. Eine rechtzeitige Reservation lohnt sich: Gerade in der Sommersaison sind die Plätze begehrt und knapp.

Keine unverpackten Velos im italienischen Intercity

Ohne Reservation läuft bei Bahnreisen mit dem Velo ins Ausland sowieso gar nichts: Für die Reise nach Deutschland, Italien, Österreich, Holland und in weitere Länder benötigen Velo-Reisende im Zug eine spezielle Fahrradkarte.

Dieses kostet in der Schweiz 20 Franken, in Deutschland 10 Euro und in Österreich, Holland oder Italien 12 Euro. Sie beinhaltet auch gleich die obligatorische Platzreservation. In Frankreich ist die Fahrradkarte ungültig, eine Reservation aber ebenfalls obligatorisch.

Wer innerhalb von Deutschland, Österreich oder Frankreich mit dem Velo einen Intercity-Zug benutzen will, braucht in den meisten Fällen ebenfalls eine Reservation. In Italien dürfen in Mittel- und Langstreckenzügen keine unverpackten Velos mitgenommen werden.

Sie müssen zerlegt in einem speziellen Velosack transportiert werden. Dieser muss im Gepäckstauraum des Wagens Platz finden. Ein solcher Transportsack ist auch in anderen Ländern ein Weg, um das Velo im Zug gratis als Handgepäck mitzunehmen.

Velo-Piktogramme im Fahrplan beachten

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Tipps und Übersicht «Velo im Zug» für D, F, I, Ö und NL
(Achtung: Preise können variieren)

In Regionalzügen ist der Veloverlad innerhalb unserer Nachbarländer und auch im Veloland Holland meistens unproblematisch. Es braucht dafür lediglich ein Veloticket, welches meistens 24 Stunden gültig ist, und keine Reservation. Während der Stosszeiten sind Velos in Regional- und S-Bahnen teilweise verboten.

Züge, in welchen der Veloverlad möglich ist, sind in ausländischen Fahrplänen mit einem Velo-Piktogramm gekennzeichnet. Da der Veloverlad von Land zu Land sehr unterschiedlich geregelt ist, lohnt sich ein Blick auf die «Espresso»-Übersicht «Velo im Zug» und die Velo-Seiten der nationalen Bahngesellschaften.

Besondere Regeln gelten für Spezialvelos wie Tandems, für Veloanhänger, sowie für Velogruppen. Dabei sind Reservationen oft auch in Regionalzügen vorgeschrieben. In nationalen Zügen ist der Transport dieser Fahrzeuge oft nur möglich, wenn ein separates Gepäckabteil oder ein Gepäckwagen vorhanden ist.