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Multimedia Noch mehr Ärger über lnternet-Adressportale

Er musste aufdringliche Berater abwimmeln und erlebte ein endloses Hin und Her, dabei wollte der junge Wirt nur einen einfachen Eintrag im elektronischen Telefonverzeichnis von local.ch und search.ch. Nachdem «Espresso» über den Fall berichtet hatte, meldeten sich weitere verärgerte Kunden.

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05:03 min, aus Espresso vom 07.10.2016.

Stein des Anstosses sind vor allem die Preise: Manche Kunden verstehen nicht, weshalb bei den grössten Schweizer Adressportalen local.ch und search.ch allein der zusätzliche Eintrag einer Internetadresse 390 Franken pro Jahr kosten soll – und weshalb man dafür gleich einen Drei-Jahres-Vertrag abschliessen muss.

Ein Paar kann nicht nachvollziehen, weshalb nur gerade die Ergänzung eines Partnernamens 30 Franken kostet. In mehreren Fällen klappte es auch wie bei jenem Wirt erst nach langem Hin und Her, bis der Adresseintrag endlich stimmte. Ein «Espresso»-Hörer erzählt, er sei von einem local.ch-Berater regelrecht beschimpft worden, nachdem er nicht auf die teure Offerte des Beraters eingehen wollte. Fairerweise sei gesagt: Es meldeten sich aber auch eine Hörerin und ein Hörer, die sich zufrieden zeigten mit den Portalen.

«Marktübliche Preise»

Bei localsearch.ch, wie sich der Anbieter seit Kurzem nennt, weist man auf die grosse Anzahl Kunden hin, rund 300‘000. Da könne es vorkommen, dass mal etwas schiefgehe oder ein Kunde nicht zufrieden sei, erklärt Mediensprecher Christos Bräunle: «Wir nehmen aber jede einzelne Kritik ernst und gehen ihr nach», versichert er. Eine Preissenkung sei indes nicht geplant: «Unsere Preise sind marktüblich.» Schliesslich müsse man nicht zuletzt auch gegen eine starke, internationale Konkurrenz bestehen, wie etwa Google.

Der Schweizer Preisüberwacher Stefan Meierhans lässt dieses Argument nicht gelten und macht politisch Druck gegen die marktbeherrschende Stellung der beiden Portale. Deren Mehrheitsaktionärin ist die Swisscom, zum andern Teil gehören sie dem Medienhaus Tamedia.

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