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Rasenmäher mäht
Legende: Hohes Gras mögen die Akkugeräte gar nicht. Colourbox/symbolbild
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Testsieger Nur wenige Akku-Rasenmäher überzeugen

Die «Stiftung Warentest» hat elf Akku-Rasenmäher getestet. Viele Geräte überzeugen nicht – sie mähen schlicht nicht so gut wie herkömmliche Modelle.

Für manche ist es eine Pflichtaufgabe, für andere eine Form von Meditation: Rasen mähen. Am einfachsten geht das mit Akku-Geräten. Sie sind mobiler als die kabelgebundene Konkurrenz und deutlich leiser als Benziner. Die Nachbarn werden Ihnen die Investition also danken.

Aber wie gut erfüllen die Akku-Mäher ihre Hauptaufgabe, das Rasenmähen? Wie akkurat ist der Schnitt und wie praktisch die Handhabung? «Stiftung Warentest» hat elf Modelle geprüft. Die Experten urteilten nach folgenden Kriterien:

  • Mähen (50%)
  • Handhabung (25%)
  • Haltbarkeit (10%)
  • Sicherheit (5%)
  • Umwelt und Gesundheit (10%)

Der Vergleich von «Stiftung Warentest» hat ergeben, dass teuer nicht gleich gut bedeutet. Der Sieger ist nämlich ein Mittelklasse-Modell von Einhell. Vor allem in puncto Sicherheit und Haltbarkeit schneidet das Modell GE-CM 43 Li M «sehr gut» ab.

Ebenfalls «gut» ist das Modell 40-Accu von Sabo. In der Mähqualität zeigt er etwas mehr Schwächen als der Testsieger, punktet dafür ebenfalls mit Sicherheit und Haltbarkeit. Es ist in der Schweiz nicht erhältlich und kostet deutlich mehr: gemäss Warentest 630 Euro.

Stihls RMN 448 TC, Stigas Combi 43 AE, Greenworks G40 LM 41 und Powerworks PD 60 LM 46 SPK 4 schaffen bloss das Prädikat «befriedigend». Darüber hinaus vergaben die Prüfer einmal das Gesamturteil «ausreichend» und zweimal «mangelhaft».

Tipps

  • Nichts für feuchte Halme. Akku-Mäher sind für trockenes Gras ausgelegt – für feuchte und nasse Halme fehlt ihnen die Kraft, um sie in den Fang­korb zu trans­portieren. Auch hohes Gras bereitet einigen Mähern Probleme. So sollte, wer einen Akku-Mäher nutzt, seinen Rasen regel­mässig mähen.
  • Messer schleifen. Je schärfer die Messer im Mäher, desto besser sieht der Rasen aus. Stumpfe Klingen rupfen die Halme ab und fransen die Enden aus. Die Fransen färben sich kurz nach dem Mähen unansehnlich braun. Deshalb ist es wichtig, abge­nutzte Messer regel­mässig zu schleifen. Aus Sicher­heits­gründen empfehlen viele Anbieter, den Mäher samt Messer zum Fachhändler zu bringen. Der kann auch beur­teilen, wann ein Messer ausgetauscht werden muss.

  • Geladen über­wintern. Gute Pflege ist unerläss­lich, damit ein Akku möglichst viele Jahre hält. Achten sollten die Besitzer vor allem auf die richtige Lagerung während der Winter­pause. Der Rasenmäher kann im ungeheizten Schuppen über­wintern. Akkus hingegen gehören in einen kühlen, aber frost­freien Raum. Zudem sollten sie noch möglichst voll geladen sein, damit der Akku nicht vor der Zeit leer ist – durch Selbst­entladung verlieren Akkus nämlich pro Monat ein paar Prozent von ihrer Ladung. Vor der ersten Nutzung im Früh­jahr empfiehlt es sich, den Akku wieder voll­zuladen.

Das Fazit der Tester: Noch können viele der Geräte nicht überzeugen – weil sie einfach nicht so gut mähen wie herkömmliche Modelle. Sie brauchen zudem teure Akkus, die teilweise lange Ladezeiten haben. Grosse Flächen meistern sie noch nicht. Auch sind einige Modelle relativ laut.

Folgende Überlegungen sollten schon vor der Anschaffung gemacht sein: Wie wichtig sind mir Geräuschentwicklung, Ladezeit, Haltbarkeit? Welche Rolle spielen Anschaffungspreis, Akkulaufzeit und Akkupreis? Und dann gezielt zwischen den Modellen vergleichen.

Die Besten in der Schweiz erhältlichen Modelle:

Einhell GE-CM 43 Li
Gesamturteil: Gut (Note 2,3 *)
Preis: 394 Franken **
Bemerkungen: Fährt und schneidet gut, sehr haltbar. Empfohlen für 600 Quadratmeter, schafft im Test 246 m2. Zwei Akkus nötig. Recht preiswert. Zwei Ladegeräte. Ladezeit der Akkus mit am besten im Test. Beste Handhabung.

Greenworks G40LM41
Gesamturteil: Befriedigend (Note 3,1 *)
Preis: 277.10 Franken **
Bemerkungen: Fährt gut. Empfohlen für 600 Quadratmeter Fläche, schafft unter Testbedingungen aber nur 273 m2. Preiswertester Mäher im Test. Akku schwer entnehmbar, Ladezeit recht hoch.

* Deutsches Bewertungssystem (0,5 = Sehr gut, 5,5 = Mangelhaft)
** Preis gemäss Internetrecherche vom 02.04.2019

Quelle: «Test, Link öffnet in einem neuen Fenster, Link öffnet in einem neuen Fenster» von «Stiftung Warentest» Ausgabe 4/2019

Einige der hier nicht genannten Modelle im Test sind in der Schweiz ebenfalls erhältlich, jedoch nur über den Fachhändler zu beziehen. So zum Beispiel der zweitplatzierte von Sabo oder der drittplatzierte Mäher von Stiga.

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Legende: Video Rasenroboter im Test: Gute Geräte gibt es ab 1000 Franken abspielen. Laufzeit 08:33 Minuten.
Aus Kassensturz vom 04.04.2017.

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