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Pilotprojekt für Velostrassen ist gestartet
Aus Espresso vom 11.07.2016.
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Umwelt und Verkehr Pilotprojekt für Velostrassen ist gestartet

Ab sofort werden in sechs Städten sogenannte Fahrradstrassen ausprobiert. Im Herbst 2017 wird dann entschieden, ob sie definitiv eingeführt werden. Auf den gut markierten Strassen gelten spezielle Verkehrsregeln: Das Velo hat immer Vortritt.

Auch Velofahrer kennen das Problem: Während der Rushhour ist Vorankommen manchmal unmöglich. Zu viele Autos versperren die Gasse auf der Spur rechts der Autos.

Viele Velofahrer weichen deshalb von den Hauptstrassen auf Quartierstrassea aus. Es gibt schon Strassen in der Schweiz, auf welchen mehr Velos verkehren als Autos, bestätigt das Bundesamt für Strassen, Astra.

Nach holländischem Vorbild

Deshalb ist die Idee von sogenannten Fahrradstrassen aufgekommen: Hier haben die Velos gegenüber anderen Fahrzeugen immer Vortritt. Der Rechtsvortritt gilt hier nicht.

Die Städte St. Gallen, Bern, Zürich, Luzern, Basel und La Chaux-de-Fonds beginnen nun Fahrradstrassen zu testen. Die Idee ist nicht neu: Fahrradstrassen gibt es schon in Japan, in den USA und auch in Europa. Als Vorbild für das Schweizer Pilotprojekt dient ein Konzept aus Holland.

Dort hat das Velo einen anderen Stellenwert. Es wird immer wieder an besseren Verkehrswegen für den Drahtesel rumgetüftelt. Das Konzept ist vorbildlich: Auch Deutschland und Österreich bedienten sich des Beispiels von Holland. In Berlin und Wien gibt es bereits solche Velostrassen.

Andere Verkehrsregeln auf Fahrradstrassen

Die Tests gehen bis im Herbst 2017 und sind nicht ganz unproblematisch: Da auf den Teststrassen andere Verkehrsregeln gelten, benötigen die sechs Städte eine Ausnahmebewilligung des Bundes.

Für die Tests kommen zudem nur Quartierstrassen und Tempo30 Zonen. Mit den Pilotprojekten soll geklärt werden, ob es überhaupt nötig ist, Spezialzonen zu definieren, damit Velofahrer schneller und sicherer ans Ziel kommen.

Nach einem Jahr werden die Verkehrsströme und Unfallstatistiken ausgewertet und entschieden, ob Fahrradstrassen definitiv eingeführt werden.

Das ist anders

  • Velos haben immer Vortritt
  • Es gilt kein Rechtsvortritt
  • Velos dürfen nebeneinander fahren
  • Zwei Meter Grosse Fahrradstrassen-Signaltafeln auf der Strasse

7 Kommentare

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  • Kommentar von Pietro Zapemo , St. Gallen
    Was bringt es bei einem Unfall, wenn ein Velofahrer Vortritt hatte? Die Verletzungen/Behinderungen werden dadurch nicht ungeschehen! Anmerkung: Das Velo hat immer Vortritt. Dem ist jetzt bereits mehrheitlich so. Rote Ampel, Fahrverbote usw. werden schon jetzt durch zahlreiche Velofahrer nicht beachtet.
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  • Kommentar von Bertrand Lauper , Fribourg
    Das Velo(fahrrad hat immer Vortritt) Wem ist denn die Idee gekommen und wollte unbedingt vor der Veröffentlichkeit der Jesus spielen? Ja schon durch Fussgänger steht immer Stau.(sieht man in der Stadt) Hühner gegen auch hintereinander.(Statt dass eine Gruppe die Strasse Überquert.Daher haben auch Busse total verspätung.(und einige Leute wollen zb:sofort auf den Zug) NEIN >das Kann es nicht sein.bestem Dank
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  • Kommentar von Rudei , Stäfa
    Und wieso "Fahrrad" und nicht "Velo"? Und wohin ist das Projekt "gestartet"? Ins Weltall? Eine sprache haben wir hier mittlerweile. Man könnte meinen, man wäre in Deutschland. Aber nicht einmal dort wird das Wort "Start" so exzessiv gebraucht wie hierzulande obschon die schon immer für alles "starten" gesagt haben.
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    1. Antwort von Patrick Müller , Bern
      Weil wir in der Schweiz eben nicht auf Schweizerdeutsch schreiben, sondern auf Schriftdeutsch. Da heisst das Velo eben Fahrrad, was die Autoren aber auch nicht 100% einhalten. Ich merke es an meinen Schülern, die können kein ordentliches Bewerbungsschreiben mehr aufsetzen, weil sie immer auf Mundart chatten und nur noch in der Schule ordentlich schreiben und das zunehmend immer wie schlechter.
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    2. Antwort von Ruedi , Stäfa
      @ Müller Natürlich schreiben wir eben "Schriftdeutsch" oder Hochdeutsch. Trotzdem kann man unsere "Helvetismen" verwenden und Velo ist nicht explizit Dialekt. Schauen sie mal im Duden nach. Dafür verwenden die Journis anstatt Motorrad das Dialektwort "Töff". Unser Sprachgebrauch unterscheidet sich eben von dem Deutschlands. die Medien wollen uns aber dazu erziehen und schreiben z.B. Hubschrauber statt Helikopter oder Krankenhaus statt Spital. Und daraus wird im Dialekt plötzlich "Chrankehuus".
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