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Reingelegte Bodyguards: Sicherheitsfirma ködert Stellensuchende
Aus Kassensturz vom 12.05.2015.
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Arbeit Reingelegte Bodyguards: Sicherheitsfirma wechselt wieder Name

Der Auftritt der Sicherheitsfirma P-Guards ist grossspurig, der Chef inszeniert sich als Promi-Bodyguard. Angeblich sucht er Mitarbeiter. Doch Interessenten müssen erst eine teure Ausbildung machen. Ein «Kassensturz»-Reporter recherchiert undercover und deckt das Geschäftsgebaren der Firma auf.

«Ich würde mich schämen, mich mit diesem Zertifikat auf eine Stelle zu bewerben», sagt Kursteilnehmerin Susan G.. Sie habe keine Ahnung von Sicherheitsdienst, auch nach dem Kurs nicht. Ein anderer Kursteilnehmer ergänzt: «Viel Zeit haben wir mit Pausen verbracht.»

Ansonsten hätten sie stundenlang aus einem Ordner vorlesen müssen. Die beiden wollten sich beruflich verändern. Sie absolvierten die Ausbildung zum Detektiv- oder Sicherheitsagent bei der Firma P-Guards. Was sie dort erlebt haben, macht sie wütend.

Ein lukratives Geschäft

Die Firma P-Guards sucht auf ihrer Website ständig neue Detektiv- und Sicherheitsfachkräfte. Doch wer hier arbeiten will, soll vorher die firmeneigene Academy durchlaufen und am Schluss eine Prüfung bestehen. 26 Ausbildungs-Stunden kosten 3000 Franken. Pro Person.

Update 20.10.15

«P-Guards» heisst nun «Priority-Guards». Geschäftsführer ist wieder Patrick Baiata. Er bezeichnet sich als Promi-Bodyguard und kennt angeblich viele Stars. «Kassensturz» berichtete bereits mehrere Male über Patrick Baiata. Trotzdem erreichen «Kassensturz» Woche für Woche Hilferufe neuer Opfer. Sie kritisieren nach wie vor Baiatas Ausbildungskurse.

Ein lukratives Geschäft für Geschäftsführer Patrick Baiata. Er bezeichnet sich als Promi-Bodyguard und kennt angeblich viele Stars: Silvester Stallone oder Thomas Gottschalk.

Baiata: Ein alter Bekannter

«Kassensturz» berichtete bereits vor eineinhalb Jahren über Patrick Baiata. Damals hiess seine Firma noch P-Bewachung. Auch damals kritisierten etliche Teilnehmer Baiatas Ausbildungskurse.

Er verspreche ein Zertifikat, welches in der Sicherheitsbranche anerkannt sei und vor allem verspreche er einen Job, sagte damals ein Kursteilnehmer gegenüber «Kassensturz». Diese Versprechen halte er nicht ein.

Auch Giovanni S., einen weiteren Interessenten, köderte der Bodyguard mit einem Job: «Wenn du den Kurs machst, kannst du bei mir arbeiten», soll Baiata Giovanni S. gesagt haben.

«Kassensturz» schleust sich ein

Ein «Kassensturz»-Reporter bewirbt sich selber undercover für einen Kurs. Patrick Baiata lädt ihn zu einem Vorstellungsgespräch ein. Treffpunkt: Hotel Radisson Blu beim Flughafen Zürich. Das Vorstellungsgespräch findet im Restaurant statt. Es dauert gut 30 Minuten.

Baiata macht auch dem «Kassensturz»-Reporter Aussichten auf einen Job. Ebenfalls drängt er ihn, den Ausbildungsvertrag rasch und noch vor Ort zu unterschreiben.

Baiata widerspricht

Leere Jobversprechen, miese Kurse und wertlose Zertifikate. Diese Vorwürfe erheben auch weitere unzufriedene Kursteilnehmer. «Kassensturz» konfrontiert Patrick Baiata mit dieser Kritik. Baiata antwortet: Jeder Kurs sei ausgebucht und die Teilnehmer kämen alle freiwillig zu ihm.

Er betont: Er würde den Kursteilnehmern keine Jobs versprechen. Weiter sagt Baiata: «Es besteht die Möglichkeit für eine Teilzeit- oder Festanstellung.» Er könne aber nicht jeden anstellen.

Ein Promi-Bodyguard?

In sozialen Netzwerken und auf Youtube präsentiert Baiata seine Firma P-Guards in verschiedenen Videos. So inszeniert er sich in einem Video als Bodyguard beim letztjährigen Zürich Film Festival. Er habe angeblich den Hollywood-Schauspieler Liam Neeson beschützt.

Doch «Kassensturz» weiss: Baiata schlich sich heimlich in die Medienveranstaltung und spielte den Bewacher bloss. Beim Zürich Film Festival war Baiata nicht angestellt. Auch bei der Ankunft der Schweizer Fussball Nationalmannschaft im Zürcher Hallenstadion nach der WM aus Brasilien inszenierte er sich als Bodyguard.

Doch weder die Organisatoren noch der Schweizerische Fussballverband gaben P-Guards und Patrick Baiata einen Auftrag. Zu diesen Punkten wollte sich Baiata nicht äussern.

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Detektive in der Falle: Bewachungsfirma verkauft nutzlose Kurse
Aus Kassensturz vom 22.10.2013.
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73 Kommentare

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  • Kommentar von Anonym ano  (Michtal)
    Der Herr Baiata macht seine Spiele noch immer. SRF, was kann man dagegen tun für Leute die schon bezahlt haben.
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  • Kommentar von Balz Meier , Zürich
    Ausserdem fällt auf, dass die angeblichen Stories in Hochglanz-Magazinen, mit welchen er online prahlt, doch sehr gestellt und erfunden wirken. Teilweise existieren diese Hochglanz-Magazine nicht einmal. Mit Photoshop ist heute alles möglich. Wie bei der Formulierung seiner Verträge scheint Patrick Baiata auch in diesem Bereich keine Mühen zu scheuen bzw. Vorbehalte zu haben.
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  • Kommentar von Balz Meier , Zürich
    Nochmals: www.patrickbaiata.com sagt schon alles... Oder mal auf Instagram oder Facebook nach Patrick Baiata Ausschau halten, auch amüsant. Sieht mir nach viel heisser Luft aus, die da verkauft wird. PBs Unternehmen hat/haben viele Namen, dahinter steckt immer PB. Leuten in teilweise schwierigen Lebenssituationen wird Hoffnung gemacht, am Schluss bezahlen diese aber auch noch die Zeche. Bei Betreibung unbedingt Rechtsvorschlag erheben. Es wäre zu begrüssen, wenn der Kassensturz am Ball bliebe.
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