Etwas mehr Misstrauen, bitte schön

Sie machen es raffiniert, die Katzenbaby-Gauner. Sie klauen sich auf Internetseiten echter Züchter Bilder von kleinen Katzenbabies zusammen.

Ueli Schmezer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ueli Schmezer SRF

Gute, glaubwürdig formulierte Texte von richtigen Züchtern lassen sie auch gleich mitlaufen. Daraus basteln sie ihre eigenen Inserate. Die wirken durchaus professionell. Wenn ein Katzenfreund darauf stösst und die Bilder der süssen Büsis sieht, ist er schon halb besiegt.

Doch dann verraten sich die Gauner: Sobald nämlich ein potentieller Käufer sein Interesse anmeldet, wird er mit Mails zugedeckt, denen man anmerkt, dass etwas nicht stimmen kann. Jedenfalls wenn man sie einigermassen nüchtern betrachtet. Ein paar Ausschnitte:

„Guten Tag. wir freuen uns sehr für Ihr Interesse an unserem Kätzchen. Sie sind alle gesund, geimpft undvoller Liebe. sie sind alle zu Hause aufgezogen …  Sie sind alle kostenlos und alles, was wir zu fragen, ist für denTransport Gebühren der KätzchenIhrer Wahl  zu zahlen.“

„Ich habe 3 Pferde zur Verfügung, und ich bin für die Pflege und schöne Häuser für sie suchen. … Ich werde das Pferd zu euch senden mit einer Fluggesellschaft Haustiere Transport-Service und sie gehen zu transportieren und liefern das Pferd für Sie direkt bei Ihrer Haus-Adresse…“

„Joe und Lissa sind spektakulär, atemberaubend und haben sehr gute Persönlichkeiten. Sie lieben es, an Armen und spielen mit Kindern und Hunden durchgeführt werden … lass es mich wissen, die Namen der Katze der Sie interessiert, um bei Ihnen zu Hause haben heute sind. Also ich Aspekt Ihrer Antwort Schnell jetzt, damit wir fortfahren können.“

Es ist offensichtlich: Hier sind Übersetzungsprogramme am Werk – hier wurde ein englischer Text stümperhaft ins Deutsche übertragen. «Kassensturz» weiss: Viele angebliche Anbieter im Internet verschicken solche schlecht übersetzen Mails. Nicht nur wenn es um Haustiere geht. Wenn der Absender dann noch zeitlich Druck macht und von Vorauszahlung die Rede ist – spätestens dann muss auch ein gutgläubiger Mensch die Notbremse ziehen, sonst setzt es sich dem Verdacht aus, etwas gar blauäugig durch die Welt zu gehen.
Ein gesundes Mass an Misstrauen schadet nie. Wenn das Büsi im Inserat besonders herzig drein schaut – erst recht nicht.