Warum Erich Ritschard auswanderte

«BRAVO!», schreibt Herr Ritschard. «Hoffte seit Jahren, dass solch ein Beitrag mal ausgestrahlt wird.»

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Bildlegende: Ueli Schmezer SRF

Das Lob von Herrn Ritschard auf unserer Internetseite bezieht sich auf die Geschichte mit den Provisionen. «Kassensturz» hat kürzlich den millionenteuren Leerlauf der Krankenversicherer auf der Jagd nach gesunden Versicherten aufgezeigt. Makler kassieren Jahr für Jahr einen Haufen Geld dafür, dass sie den Kassen jene Menschen zuhalten, die diese am liebsten haben: jene, die nie krank sind.
 
Das ist gut für die einzelne Kasse, aber aufs Ganze gesehen ein Schwachsinn: Andere Kassen haben dann einfach mehr sogenannte schlechte Risiken, und die dort Versicherten zahlen höhere Prämien.
 
Erich Ritschard ist erfreut darüber, dass wir diesen Leerlauf anprangern. Und er führt die Geschichte weiter, denn er hat 15 Jahre als selbständiger Makler in der Versicherungsbranche gearbeitet. «Nach Ablauf der Stornofrist kontaktieren Makler ihre Kunden für einen erneuten Wechsel. Die Leute werden dorthin vermittelt, wo die höchsten Provisionen bezahlt werden.» Makler platzieren also ihren Kundenstamm alle paar Jahre bei einem anderen Versicherer.
 
Herr Ritschard hat für sich die Konsequenzen gezogen: «Ich habe beschlossen, dieses DRECK-GESCHÄFT nicht mehr mitzumachen, und bin ausgewandert.» Jetzt verfolgt er das Geschehen aus der Ferne. Und den «Kassensturz». Das freut uns. Denn das macht den «Kassensturz» stark: engagierte Menschen, die mitdenken und sich einbringen.
 
Danke allen Ritschards! Sie gehören zur Redaktion des «Kassensturz». Und wir zählen auf Sie.