Das Sündenregister von Dr. Meyer-Fürst

Wir haben aufgedeckt, wie bedenkenlos Ärzte bereit sind, selbst einer Jugendlichen mit makellosem Körper Fett abzusaugen und die Brüste zu vergrössern.

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Bildlegende: Wolfgang Wettstein SRF

Die «Kassensturz»-Berichte über Schönheitschirurgen geben wieder zu reden. Wir haben aufgedeckt, wie bedenkenlos Ärzte bereit sind, selbst einer Jugendlichen mit makellosem Körper Fett abzusaugen und die Brüste zu vergrössern. Einer der Ärzte, der prominente Peter Meyer-Fürst, hat «Kassensturz» angezeigt, weil wir die versteckte Kamera eingesetzt haben. Durften wir das? Nein, wir mussten. Denn nur mit der versteckten Kamera können wir zweifelsfrei belegen, dass

  •  Meyer-Fürst tatsächlich bereit ist, einem Teenager ohne Notwendigkeit die Brüste zu vergrössern.
  •  er ungenügend über die Risiken aufklärt und die Gefahren einer Operation herunterspielt.
  •  er sich selbst in den höchsten Tönen als «Busen-Meyer» rühmt und dabei verschweigt, dass ihm schon etliche Operationen misslungen sind.
  •  er bei der Untersuchung grob ist, seine Patientin herblassend duzt und er auffallend oft ihre Brüste berührt.
  •  er bereits nach 20 Minuten eine Operationsvollmacht zur Unterschrift vorlegt.
  •  Mehrere Frauen haben zudem glaubwürdig bezeugt, wie er sie sexuell belästigt hatte:
  •  Eine Patientin erzählte, dass er seine Hose öffnete und sich auf sie legen wollte, als er sie auf dem Doppelbett in seiner Praxis behandelte.
  •  Eine andere, wie er sie von hinten bedrängte, als er ihre Brüste untersuchte.

Schönheitschirurgen, die ehemalige Patientinnen von Meyer-Fürst wegen schiefgelaufener Operationen nachbehandeln mussten, haben uns ähnliche Vorfälle geschildert. Auch die Patientenorganisation hört immer wieder davon.
 
Durfte «Kassensturz» Peter Meyer-Fürst mit versteckter Kamera filmen? Nein, wir mussten. Denn nur so konnten wir dokumentieren, wie schlecht Meyer-Fürst seine Patientinnen behandelt.