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Velobörse
Legende: Die Velobörse in Burgdorf. SRF
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Services Erfolgreich kaufen an der Velo-Börse

Die Zeit der Velo-Börsen hat begonnen. Der Kauf an einer Börse birgt jedoch ein gewisses Risiko: Nicht jedem Velo sieht man auf den ersten Blick an, ob es intakt ist. Unter den angebotenen Velos befinden sich teils auch beschädigte Fahrzeuge. «Espresso» gibt Tipps, wie Sie ein passendes Velo finden.

Die Vorteile einer Velo-Börse sind klar: Man findet günstige Velos und hat eine grosse Auswahl. Und genau dies kann zum Verhängnis werden.

Gemäss dem Präsidenten von Pro Velo Emmental, Theophil Bucher, muss man sich schon vor dem Gang an die Velobörse gut überlegen, was für ein Velo man kaufen will.

«Man darf sich nicht von einer schönen Farbe oder einem glänzenden Velo verführen lassen. Man muss sich im vornherein bewusst sein, wie viel Geld man für ein Velo ausgeben will und ob man das Velo für den Alltag braucht,» sagt Bucher.

Die Velobörse in Burgdorf.
Legende: Theophil Bucher, Mitorganisator der Velobörse Burgdorf. SRF

Hände weg von zu billigen Velos

Auch ein gutes Velo von der Börse hat seinen Preis. Gemäss Theophil Bucher ist es eine Illusion, ein gutes Velo für unter 50 Franken zu erhalten.

«Wenn man ein Velo in einem guten Zustand will, muss man schon mit 150 bis 200 Franken rechnen,» sagt Bucher.

 Denn wenn jemand sein Velo bei einem Händler seriös bereit machen lässt, hat dies für ihn auch seinen Preis.

Für die fachmännische Kontrolle von Licht und Bremsen fällt für den Mechaniker mindestens eine Stunde Arbeit an, so Bucher weiter.

Die Checkliste

Aber – wie erkennt man ein Schnäppchen? «Espresso» hat für Sie ein paar nützliche Tipps zusammengestellt.

Altes Velo, neues Velo?

  • Ein altes, qualitativ solides Velo hält länger als ein billiges Neuvelo.
  • Die Reparatur eines älteren, guten Velos kommt oft günstiger als das Flicken eines neuen billigen Bikes.
  • Farbe ist billig. Was schön ausschaut, ist noch lange nicht hochwertig. Dass ein Velo lange hält, hängt von der Qualität der beweglichen Teile ab.
  • Ein gutes Neuvelo hat seinen Preis. Unter Fr. 700.- Ladenpreis gibt es zurzeit kaum langlebige Qualität.

Passt das Velo auf mich?

  • Ohne Probefahrt kein Velokauf – nur beim Aufsitzen siehst Du, ob Dir das Velo passt (Testfahrten sind möglich).
  • Stimmt die Länge des Velos (Abstand Lenker/Sattel)? Liegt der Ellbogen an der Spitze des Sattels, sollen die ausgestreckten Finger den vertikalen Teil des Lenkervorbaus knapp berühren.
  • Ist der Sattel hoch genug? Achtung: Die Sattelstütze muss noch ungefähr zeigefingerlang im Rahmen stecken!
  • Sind Schaltung & Bremsen leicht erreichbar? Braucht die Bedienung wenig Kraft?
  • Sind Sattel & Lenker bequem für mich?

Stimmt die Technik?

  • Greifen beide Bremsen? Sind die Bremsklötze nicht schon abgefahren?
  • Funktioniert die Schaltung? – Einmal alle Gänge durchschalten!
  • Sind alle beweglichen Teile gut eingestellt? Lenker, Schalt- und Bremshebel, Räder, Federung, Pedale und Kurbeln müssen sich leicht bewegen lassen, ohne zu wackeln.
  • Funktioniert das Licht? – Sind die vorgeschriebenen Reflektoren vorhanden?
  • Laufen die Räder rund, ohne an den Bremsen zu streifen?
  • Sind die Reifen gut gepumpt, nicht abgefahren und ohne Risse?
  • Lassen sich Federelemente (Gabel, Dämpfer, Sattelstütze) auf mein Gewicht einstellen?

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian G. , Meilen
    "Für die fachmännische Kontrolle von Licht und Bremsen fällt für den Mechaniker mindestens eine Stunde Arbeit an, so Bucher weiter." Wenn das stimmen würde, wäre der Laie damit erst recht völlig überfordert...

    Und: Wirklich kritisch sind bei Occasionen nicht wie hier angegeben schlecht gepumpte oder rissige Reifen und abgefahrene Bremsklötze (die lassen sich für recht wenig Geld ersetzen), sondern ausgeleierte Tret- und Steuerlager, abgenutzte Zahnkränze / Schaltung sowie gestauch...
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    1. Antwort von R. Longwitz , Burgdorf
      Kommt darauf an, was mit "kritisch"gemeint ist. Ausgeleierte Tretlager usw. sind sicher kritisch, wenn es um den Wert des Velos geht, aber nicht unbedingt ein Sicherheitsproblem. Schlechte Reifen und Bremsen können dagegen gefährlich werden, wenn man sie nicht repariert. Billigvelokäufer haben oft wenig Ahnung und sehen diese Gefahr nicht. Wer sich ein Altvelo für CHF50 kauft, hat selten vor, gleich nochmal CHF50 in Reifen und Bremsen zu investieren ("Hauptsache es fährt" ...)
  • Kommentar von ch.lehmann , burgdorf
    ich kaufe mein Velo immer bei einem Fachmann da weis ich was ich habe ist zwar teurer als bei der Börse habe aber keinen ärger
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  • Kommentar von Sepp H. , Wallisellen
    Ein gutes, geländetaugliches Bike kostet neu mindestens 2'000. Punkt. Auch gute Citybikes sind in diesem Rahmen. Gewisse Abzüge gibt es bei Gebrauchten natürlich-Aber wenn man glaubt weit darunter etwas Solides zu finden ist und bleibt das eine Illusion.
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    1. Antwort von sigisan , luzern
      mit einem guten händchen villeicht nicht. punkt
    2. Antwort von Meinrad Bachtel , Basel
      "Ein gutes, geländetaugliches Bike kostet neu mindestens 2'000"

      Wer nicht in den Bergen oder einem Hügel wohnt, dem reicht ein Eingänger. Die sind weitaus günstiger und einfacher zu warten, da sie keine komplizierte Gangschaltung mit 2'197 Gängen haben.
    3. Antwort von A.C. , ZH
      Ich han 3 Velos (+ eis das mir klaut worde isch) und fahr täglich damit a die 15 km. Han all vier bi dr IG-Velo ZH kauft und für kais meh als 250 Stutz zahlt, + 90 Stutz für Reifewechsel. Suscht han ich nüt gmacht a de Velos. Bin supper häppi, mit allne Velos. Würd keis einzigs wieder hergäh. A dr Velobörse findet ma immer tolli Velos für wenig geld, ma muass sie halt usprobiere! Wer das net macht isch selber schuld.
      P.S.: Hätt mis klaute Velo gern wieder: schwarzes MONDIA mit grüenem...
    4. Antwort von M.C. , Bern
      (+ eis das mir klaut worde isch)
      Habe heute einen älteren Herr mit einem schwarzen Mondia vorbeiflitzen sehen, ist bestimmt deins! Ich glaube er wohnt irgendwo zwischen Basel und Lugano, bin mir aber nicht ganz sicher...