«Jugend testet 2011»: Die Sieger

Drei Teams haben es ins Finale von «Schweizer Jugend testet» geschafft. Sie sind die besten der über 500 jungen Testerinnen und Tester. Über die Ränge 1 bis 3 haben die Zuschauer per SMS entschieden. Gewonnen hat ein Test von Schweizer Zoos.

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«Schweizer Jugend testet»: Das Finale

11 min, aus Kassensturz vom 28.6.2011

Die letzten drei Tests, aus welchen die Zuschauer die Sieger per SMS wählen konnten, war ein Zoo-Test, ein Veloklingel-Test und ein Leimstift-Test. Rund 14'000 Zuschauer gaben ihre Stimme ab.

Gewonnen hat der Zoo-Test mit 56 Prozent der Stimmen. Die Klasse 8d aus dem Schulzentrum Worbboden konnte mit dem ersten Platz ein Preisgeld von 3000.– Franken in Empfang nehmen.

Auf den zweiten Platz kamen drei Mädchen aus Signau im Emmental mit einem Test von Leim-Stiften und 30 Prozent der Stimmen. Sie können 2000.– unter sich aufteilen.

Bronze des alle zwei Jahren findenden Wettbewerbs holte der Veloklingel-Test von drei Oberstufenschülern aus Kriens mit 14 Prozent Stimmanteil. Sie gewinnen 1000.– Franken.

Platz 1: Der Zoo-Test

Die Klasse 8d aus dem Schulzentrum Worbboden besuchte die 15 grössten Zoos in der ganzen Schweiz. Dazu teilten sich die Schüler in Gruppen auf. Ausgerüstet waren sie mit einer Waage, einem Doppelmeter, einem Kerntemperaturmesser und auch mit einem Rollstuhl, um die die Behindertenfreundlichkeit zu testen.

«Wir hatten über 100 Kriterien, aber wir brauchten auch alle, denn ein Zoo ist ja etwas Grosses,» erklärte Sol Kislig das Vorgehen. Die Schüler zählten, was sie zählen konnten: Schritte, Abfalleimer und – natürlich – die Tiere. Sie prüften alles, doch für ausser die Tierfreundlichkeit der Käfige fühlten sie sich zu wenig kompetent. Wichtig war Ihnen auch das Essen. Wie schnell geht es, bis die Pommes auf dem Tisch stehen? Sind sie genug warm? Und: Wie viel Gramm bekommt man fürs Geld? Gewonnen hat schliesslich der Zürcher Zoo.

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«Schweizer Jugend testet»: Platz 1

1:51 min, aus Kassensturz vom 28.6.2011

Die Arbeit der Schüler hat die Jury überzeugt: «Es war ein wahnsinnig grosser Aufwand. Die Schüler haben sich auch interessiert für Freundlichkeit an der Kasse oder Qualität im Restaurant», sagte Jurorin Marion Heidelberger.

Platz 2: Der Leim-Test

Vanessa, Nadine und Daniela aus Signau im Emmental gehören zu den jüngsten Wettbewerbs-Teilnehmerinnen. Leimstifte brauchen sie jeden Tag in der Schule. «Wir haben an einem Morgen leimen müssen. Da haben wir herausgefunden, dass nicht alle Leimstifte gleich gut kleben», sagt Daniela Röthlisberger.

Die Mädchen steckten die zwölf Leimstifte in den Kühlschrank, in den Backofen oder liessen sie tagelang austrocknen. Sie fragten sich: Wie gut lässt sich der Leim danach aufs Papier streichen? Die Mädchen rissen das geleimte Papier auseinander und vergaben Noten: Wie gut klebt der Leim nach wenigen Minuten, nach Tagen, nach Wochen. Die geleimten Papiere föhnten sie genau fünf Minuten lang. Manche Blätter hielten nachher nicht mehr.

In einem Bericht stand dann klipp und klar, welcher Stift gewonnen hat und warum. Es ist der «Papeteria»-Stift von der Migros. Der Test überzeugte die Jury: «Da haben drei Mädchen grossen Aufwand betrieben. Sie haben nicht schnellschnell einen Test gemacht, sondern über viele Tage hinweg die Leimstifte getestet. Sie haben sie wirklich auf Herz und NIeren geprüft, haben sie ausgetrocknen lassen zum Teil über Wochen. Sie haben gut ausgewertet und kamen zu einem guten Ergebnis, Hut ab», lobt «Kassensturz»-Chef Wolfgang Wettstein.

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«Schweizer Jugend testet»: Platz 2

1:37 min, aus Kassensturz vom 28.6.2011
Platz 3: Der Veloklingel-Test

Weil drei Krienser Oberstufenschüler grosse Biker sind, suchten sie ein Testprodukt fürs Velo. «Veloklingeln haben wir getestet, weil wir das viel im Alltag brauchen und weil es ein Gegenstand ist, der im Verkehr sehr nützlich sein kann», erklärt Cédric Zimolong seine Motivation. Sie fragten sich: Wie laut klingeln sie? Wie schnell gehen sie kaputt? Wie gut lassen sich die Klingeln am Fahrrad montieren? Die Gruppe testete 13 verschiedene Klingeln.

Laura Tubée meint dazu: «Wir haben gedacht, dass die Billigen schlecht sind oder schnell kaputt gehen, Aber das war gar nicht so.» Cedric Fazit ergänzt: «Das Fazit war, dass sehr viel Glocken durchgefallen sind, weil sie schlecht waren zum montieren. Oder weil man sie schlecht im Verkehr hört.» Gewonnen haben die Modelle «Bull» und «Rotory» gleichauf.

Die Jury überzeugten die drei vor allem mit diesem Praxistest. Hören die anderen Verkehrsteilnehmer ihre Klingeln. Im Auto? Oder unter dem Helm des Töfflis? Die Jurorin Sarah Stalder lobt: «Die Tester haben Töffhelme angezogen, und geschaut ob man die Klingeln noch hört. Das sind handfeste, klare Krierien und gab am Schluss eine klare Tabelle mit Siegern und Verlierern.»

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«Schweizer Jugend testet»: Platz 3

1:30 min, aus Kassensturz vom 28.6.2011