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Services Mit der Mitarbeiter-Beurteilung nicht einverstanden – was tun?

Bei der Leistungsbeurteilung seiner Mitarbeitenden sollte sich ein Vorgesetzter an den im Betrieb üblichen Massstab halten. Dennoch hat er einen gewissen Ermessenspielraum. Das sorgt häufig für Frust.

Eine Frau blickt traurig zu ihrem Chef
Legende: Das Mitarbeitergespräch ist für viele Arbeitnehmer frustrierend. Colourbox

Immer wieder kommt es vor, dass Angestellte in ihrem Mitarbeitergespräch unverhofft mit Kritik oder Vorwürfen konfrontiert werden. In solchen Momenten verschlägt es vielen die Sprachen.

Das können Sie tun, wenn Sie überrumpelt oder mit der «Quali» nicht einverstanden sind:

  • Sprechen Sie aus, was in Ihnen vorgeht: «Diese Vorwürfe sind für mich völlig neu. Darauf bin ich jetzt nicht vorbereitet. Ich brauche etwas Zeit, darüber nachzudenken.»
  • Bitten Sie um eine Pause oder um eine Verschiebung, wenn das Gespräch emotional wird oder aus dem Ruder zu laufen droht.
  • Ist Ihr Verhältnis mit dem Vorgesetzten angespannt, können sie den nächsthöheren Vorgesetzten oder eine Vertreterin der Personalabteilung bitten, am Gespräch teilzunehmen.
  • Lassen Sie pauschale Kritik oder Vorwürfe nicht im Raum stehen. Fragen Sie nach konkreten Beispielen.
  • Fragen Sie bei Kritik nach, welches konkrete Verhalten man von ihnen wünscht und welche konkreten Anforderungen erfüllt werden sollen. Bestehen Sie darauf, dass diese Konkretisierungen im Gesprächsprotokoll festgehalten werden. Nur so lassen sich Verbesserungen im nächsten Jahr überprüfen.
  • In ein Mitarbeitergespräch gehören ausschliesslich arbeitsplatzbezogene Themen, nicht aber, was sie in Ihrer Freizeit tun.
  • Unterschreiben Sie ein Gesprächsprotokoll nur, wenn Sie mit dem Inhalt einverstanden sind. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck zu einer Unterschrift drängen.

Quelle: Gabriela Baumgartner/Irmtraud Bräunlich Keller «Fair qualifiziert», Mitarbeitergespräche, Arbeitszeugnisse, Referenzen, Edition Beobachter.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Norman, Zürich
    Wenn in der Firma bereits am Jahresanfang feststeht, dass 2 Mitarbeiter im Team die Note "nicht erfüllt“ bei der Qualifikation erhalten, egal ob sie beste Leistungen erbringen, dann habe ich damit ein Problem sowas als Instrument zur besseren Qualifikation zu sehen, eher als ein Instrument um den Mitarbeiter den Bonus zu verweigern.
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  • Kommentar von Schorsch Lutz, 9552 Bronschhofen Eggwilstrasse 4
    Das Qualifikationsgespräch gegen Ende des Jahres kann nur präzise geführt werden, wenn der VG sich während des Jahres Notizen gemacht hat - notabene von "guten und schlechten Taten." Solcherart geführte Gespräche zeigen den Mitarbeitenden auf, welchen Stellenwert sie im Unternehmen einnehmen und sind stellvertretend für die Qualifikation in Buchstaben A-E. Das gezeigte Beispiel könnte von der MIGROS sein, die solche Formulare ( M-FEE = MA Führen-Entwickeln-Entlöhnen) verwendet.
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  • Kommentar von Markus Walther, 8640 Rapperswil
    Die Chefsekretärin hat mich kürzlich zu einem Gespräch mit meinem Chef aufgeboten. Auf meine Frage, was für Themen zur Debatte stehen würden, sagte sie mir, ich soll den Chef vorgängig selber fragen, dies obwohl sie über die Themen informiert war. Frage: ist dieses Vorgehen korrekt? Beim Gespräch selber sah ich mich unverhofft mit Vorwürfen konfrontiert, welche einzig und allein auf Gerüchten und Tratsch, hinter meinem Rücken basierten, vom Chef jedoch als Tatsachen hervorgebracht wurden
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