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Services Was Drohnen-Piloten wissen müssen

Eines der begehrtesten Weihnachtgeschenk: Eine Drohne, einen sogenannten Multikopter, gibt es für weniger als 100 Franken. Bevor man damit losfliegt, gilt es aber einige Regeln zu beachten. Über Menschenansammlungen zu fliegen ist ebenso verboten wie Personen ohne deren Einwilligung zu filmen.

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Legende: Drohnen dürfen 5 km rund um Flugplätze und Luftverkehrs-Kontrollzonen nicht fliegen. BAZL

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL regelt den Umgang mit Drohnen, also «unbemannten, ferngesteuerten Luftfahrzeugen». Modelle unter 30 Kilogramm dürfen grundsätzlich ohne Bewilligung in Betrieb genommen werden. Dabei muss aber immer Blickkontakt zur Drohne bestehen.

Urs Holderegger vom BAZL rät Flugneulingen, eine Drohne zunächst auf einem sicheren Feld, fernab von weiteren Personen oder von Tieren, auszuprobieren.

Immer wieder stürzen Drohnen ab

Bei Drohnen könne es keine hundertprozentige Sicherheit geben, sagt Urs Holderegger weiter. Immer wieder komme es zu Abstürzen, weil zum Beispiel der Akku leer sei, oder weil der GPS-gestützte automatische Flugmodus nicht funktioniere.

Deshalb dürfen Drohnen auch nicht in der Nähe von Flugplätzen geflogen werden. Auch das Fliegen über Menschenmengen ist verboten. Beim ersten Verstoss komme man allenfalls mit einem Verweis oder einer geringen Strafe davon, sagt Urs Holderegger. Im Widerholungsfall droht jedoch ein Strafverfahren.

Wer eine Drohne fliegen lässt, sollte über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Vorgeschrieben ist dies, wenn das Fluggerät mehr als 500 Gramm wiegt. Dann muss die Haftpflichtversicherung Schadenssummen von mindestens einer Million Franken decken.

Personen dürfen ohne Einwilligung nicht gefilmt werden

Bei Drohnen, die mit einer Kamera ausgerüstet sind, stellt sich zudem die Frage der Privatsphäre. Laut dem eidgenössischen Datenschutzbeauftragten muss die Einwilligung der Personen vorliegen, die erkennbar gefilmt werden. Sind keine Personen erkennbar, oder werden diese technisch unkenntlich gemacht, sind Aufnahmen jedoch kein Problem.

Der Drohnen-Test

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«Kassensturz» hat 11 Quadcopter-Drohnen getestet. Zum Test-Artikel

11 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Friedli, Bannwil
    Das Gesetz schreibt u. A. vor: Es darf nicht näher als 100m an eine Menschenmenge herangeflogen werden. Sie wird definiert mit "mehreren Dutzend Menschen". Also ab 37 Personen. Wie ist das zu beweisen. Das Problem sind nicht die verantwortungsvollen Technikfreaks und Modellflieger, sondern die vielen Spielzeugpiloten, die Gesetz und Anstand ignorieren, wissend oder unwissend. Einen Apell an die Eltern, Göttis und Gotten: Denkt daran, eine Drohne zu verschenken verpflichtet.
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  • Kommentar von Markus Friedli, Bannwil
    Was ist mit den Aufnahmen, überall z.B. mit dem Handy gemacht wierden? All die Leute am Strand, in Nachbars Garten, die im Hintergrund mit aufgenommen werden. Braucht mann da auch die genehmigung jedes Einzelnen? Mit meiner Drohne fliege ich oft über meinem Grundstück und der näheren Umgebung. Selbst mit der hochauflösenden HD Kamera sind Gesichter ab einer Distanz von ca.15m nicht mehr zu erkennen. Zur Kontrolle werden Flughöhe, Distanz und Akkuzustand permament per Telemetrie mitgeteilt.
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  • Kommentar von Spenglerei Basel, Basel
    Für diejenigen, welche also so sensibel sind, lasst uns Piloten fliegen. Wenn der Lärm stören sollte, denken Sie auch daran, fährt ein Ferrari mit offener Auspuffklappe ums Haus, finden es viele auch ganz stark....und es ist ganz ok... Allen eine gute Woche. Spenglerei Wirz, Basel letzter Teil
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