«Diese Pizza käme bei uns nicht auf den Teller», konstatiert die fünfköpfige «Kassensturz»-Jury. Die Rede ist von der Fertigpizza «Mmmh» aus dem Kühlregal von Denner.
So haben die Fertigpizzen abgeschnitten
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Bild 1 von 11. Italpizza Numero Uno Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 11. Migros Bio Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 11. Gustavo Gusto Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 11. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 11. Da Emilio Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 11. Naturaplan Bio Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 11. Alnatura Bio Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 11. Pizz AH. Bildquelle: SRF.
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Bild 9 von 11. Betty Bossi Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 10 von 11. Buitoni Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
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Bild 11 von 11. Mmmh Pizza Margherita. Bildquelle: SRF.
Sie hat der Expertenrunde in der «Kassensturz»-Degustation am schlechtesten gemundet: «Der Käse ist von schlechter Qualität, quietscht zwischen den Zähnen, und ist zäh».
Denner ist vom schlechten Abschneiden ihres Produkts überrascht und schreibt Kassensturz: Die Pizza habe bei internen Degustationen sehr gut abgeschnitten. Man wolle die Rezeptur aber überprüfen.
«Kassensturz» lässt sechs tiefgekühlte Fertigpizzen und 5 weitere aus dem Kühlregal der grossen Schweizer Anbieter degustieren.
Die Jury erhält immer zwei verschiedene Pizzen aufs Mal serviert und bewertet nach diesen vier Kriterien: Aussehen, Duft, Geschmack und Konsistenz. «Kassensturz» die teureren Produkte aus den jeweiligen Sortimenten des Detailhandels eingekauft. Trotzdem vermögen nicht alle Produkte zu überzeugen:
Durchgefallen ist in der Degustation auch die Tiefgekühlte von Buitoni: Diese Margherita gibt es nur gluten- und laktosefrei. Wenig überzeugt ist die Jury auch von Betty Bossi aus dem Kühlregal. «Buitoni ist zu kräuterhaltig, bei Betty Bossi stört der gummige Teig», begründet die Jury. Zudem sei bei beiden der Rand zu trocken und zu hart.
Buitoni lässt ausrichten, sie bringe diesen Frühling eine neue glutenfreie Pizza auf den Markt, «die dem Original aus der Pizzeria durch eine handwerklichere Form und eine überarbeitete Saucenrezeptur noch näherkommt». Für die Pizza von Betti Bossy werde ein neuer Pizzaboden entwickelt, schreibt Coop.
Breites Mittelfeld
Bei der Margherita von Aldi gefällt der Mozzarella vom Aussehen her, nicht aber im Geschmack. Alnatura ist der Jury zu süss und zu säuerlich. Naturaplan zu ölig und der Duft etwas künstlich. Ebenfalls im Mittelfeld: Da Emilio – die teuerste Pizza im Test – geizt mit dem Belag am Rand.
Bei Suprema von Dr. Oetker überzeugt der knusprige und luftige Rand, dafür ist die Tomatensauce zu dominant. Bei Gusto Gustavo stimmt das Verhältnis der Zutaten – der laktosefreie Käse ist der Jury aber zu gummig.
«Numero Uno» gewinnt
Nur knapp am Siegerpodest vorbei schrammt die Bio Margherita der Migros: «Es haperte bei der Konsistenz und der Textur: Geschmacklich ist sie fast auf der Höhe der Bestplatzierten», schreibt die Jury.
Die Numero Uno von Coop heisst nicht nur so, sie gewinnt auch die Degustation mit der Note 5,2. Sie sei «sehr nahe an einer Restaurant-Pizza», weise eine «gute Balance zwischen Tomaten, Käse und Brotnoten auf», «insgesamt sehr ausgewogen», attestiert die Jury. Für Abzug sorgten der zu dicke Rand, und die nicht ganz so knusprige Konsistenz.
Kann der Gewinner mit einer hausgemachten Pizza mithalten? «Kassensturz»macht den Test, und lässt die Jury – ohne es zunächst offenzulegen – eine Pizza Margherita von Jury-Mitglied Matteo Vandi verkosten; Vandi wurde 2018 und 2019 an der Weltmeisterschaft in Parma zum besten Pizzaiolo der Schweiz gekürt. Das Verdikt der Jury: Selber machen lohnt sich!