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«Kassensturz» Ein Cube-Modell überzeugt im Test der leichten E-Bikes

Leicht statt schwer: «Light-Assist-E-Bikes» sind eine taugliche Alternative zu normalen E-Bikes, wie der Test zeigt.

Sogenannte Light-Assist-E-Bikes sind ein Versprechen für den Stadtverkehr: Weniger Gewicht, leichter zu heben, einfacher zu navigieren, aber auch schwächere Unterstützung – ein Fahrgefühl fast wie beim klassischen Velo. Doch halten die Bikes, was sie versprechen?

«Kassensturz» testet mit dem TCS und «Velojournal» acht Modelle. Sie kosten zwischen 2850 und 4700 Franken.

Im TCS-Testlabor in Ittigen bei Bern testen fünf geübte Velofahrerinnen und Velofahrer die Modelle in der Praxis. Niemand weiss, welche Marke sie gerade fahren. «Am Anfang sucht man die Einstellungen, aber dann ist es cool», sagt Teilnehmer Linus Mäder.

Geprüft wird auf Kurzstrecken, im Stadtverkehr und an Steigungen. Alle absolvieren denselben Parcours, wechseln nach jeder Runde das Bike und vergeben Punkte für Fahrgefühl, Motor, Bedienung und Qualität.

Trend: weniger Power, mehr Alltag

Die getesteten E-Bikes wiegen nur zwischen rund 16 und 22 Kilo. Sie sind für den Alltag ausgerüstet, unterstützen bis 25 Kilometer pro Stunde und brauchen darum kein Kontrollschild. Laut TCS-Testleiter Eichenberger stehen sie für einen klaren Wandel: weg von maximaler Leistung, hin zu mehr Alltagstauglichkeit.

«Es ist ein neuer Trend. Man wollte lange immer stärkere Motoren, mehr Wattstunden und mehr Reichweite. Die Bikes sind immer grösser geworden und jetzt haben wir eine neue Art von E-Bikes, mit denen man zwar auch relativ weit kommt, aber mit leichter Unterstützung, und die eher im städtischen Raum gefahren werden.»

Die leichten E-Bikes im Test

Zusätzlich wird im Labor die Motorunterstützung auf dem Prüfstand getestet. Dabei zeigt sich, wie unterschiedlich stark die Antriebssysteme beim Treten unterstützen.

Reichweite gut – Probleme am Berg

Bei maximaler Unterstützung erreichen die Light-Assist-E-Bikes im Alltag 35 bis 59 Kilometer. Am Berg zeigen sich aber grosse Unterschiede. Besonders schwach ist das Modell von Rose: Mit nur einem Gang kommt es bei Steigungen schnell an seine Grenzen. «Keine Chance am Hang», sagt TCS-Experte Sandro Capun.

Das Resultat überrascht das Testteam nicht. TCS-Testleiter Eichenberger sagt, es sei von Anfang an klar gewesen, dass dieses Velo als einziges Fixie im Test am Hang Schwierigkeiten haben würde.

Dennoch zeige das Modell auch klare Stärken: Es ist das leichteste im Test und bietet die grösste Reichweite. Fazit: Nicht jedes Modell passt zu jedem Alltag. Wichtig ist, das richtige Velo für die eigenen Bedürfnisse zu finden.

Grundsätzlich kann man einfach zum Händler um die Ecke gehen, wenn er die E-Bikes hat, die einem gefallen. Kauft man online, ist es sinnvoll, einen Anbieter zu wählen, der mit einem lokalen Händler zusammenarbeitet – etwa für die Auslieferung oder den Service.

Der Testsieger

Den Sieg holt sich das Cube Nulane Hybrid C mit 72 von 100 Punkten. Es überzeugt mit einem kräftigen Motor, hoher Reichweite und geringem Gewicht dank Karbonrahmen. Besonders fallen die sehr guten Fahreigenschaften auf.

Gut ist auch die Ausstattung: die besten Schutzbleche im Test sowie eine starke, gut abgestimmte Beleuchtung. Im Praxistest schneidet Cube ebenfalls am besten ab. Mit 3399 Franken liegt das Modell preislich im Mittelfeld.

Fazit: Light-Assist-E-Bikes machen den Stadtverkehr leichter, doch nicht jedes Modell kommt auch mit Steigungen gut zurecht. Welche Unterstützung passt, zeigt sich am besten bei einer Probefahrt im eigenen Alltag.

Kassensturz, 28.4.2026, 21:10 Uhr;stal;wilh

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