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Matratzen im Test: Auch Günstige sind sehr gut
Aus Kassensturz vom 03.12.2013.
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Kassensturz-Tests Auch günstige Matratzen können gut sein

«Kassensturz» hat 11 Matratzen unter tausend Franken im Labor testen lassen: Wie gut entlasten sie den Körper? Wie lange behalten sie ihre Eigenschaften? Dazu die wichtigsten Tipps für den Matratzen-Kauf.

Schon für 300 Franken gibt es eine «sehr gute», für 200 Franken eine «gute» Matratze. Die Matratzen im «Kassensturz»-Test haben alle eine lange Lebensdauer. Bei der Ergonomie sieht es nicht ganz so rosig aus.

Auch günstige Matratzen können ein langes Leben und ideale Liegeeigenschaften bieten: Das zeigt der Matratzentest von «Kassensturz» und Saldo. Trotz grosser Preisunterschiede (zwischen 199 und 990 Franken) liegen die Resultate nahe beieinander.

Acht Matratzen schneiden mit dem Gesamturteil «gut» ab, drei sogar mit Urteil «sehr gut». Die günstigste im Test für knapp 200 Franken erzielt die «gute» Gesamtnote 5,3, knapp 300 Franken kostet die zweitbeste Matratze im Test (Note 5,5). Für das Schlafen auf der Seite, der häufigsten Schlafposition, sind aber nicht alle gut geeignet

Die Resultate

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Die Resultate

Die Testresultate als PDF.

Lebensdauer gut bis sehr gut

Ergonomie und Lebensdauer sind die Hauptkriterien im Matratzentest (siehe «So wurde getestet»). Erfreulich: Die Lebensdauer aller getesteten Matratzen ist mindestens «gut».

Sechs (Happy, Ergomaxx, Bico, Sanaflex, Sultan, Pfister) schneiden sogar «sehr gut» mit Noten zwischen 5,6 und 6,0 ab. Konkret bedeutet das: Sie werden auch nach etwa zehnjährigem Gebrauch noch in einem passablen Zustand sein.

Ergonomie genügend bis gut

In der ebenso wichtigen Ergonomie-Prüfung überzeugen aber nicht alle Matratzen. Die Körperzonenstützung (siehe unten «So wurde getestet») von vier Matratzen bewerteten die Testexperten vom Ergonomie-Institut München nur mit «genügend»: Celesta, Hilding Anders, Robusta, Pfister.

Kauf & Pflege

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Kauf & Pflege

Tipps für den Matratzen-Kauf und deren Pflege lesen Sie in diesem Service-Artikel.

Wer in Seitenlage schläft – der häufigsten Schlafposition – sollte darauf achten, dass die Matratze ein tiefes Einsinken ermöglicht und damit die Schultern entlastet.

Drei Matratzen erfüllen diese Anforderungen aber nicht optimal (Celesta, Robusta, Pfister). Alle anderen Matratzen sind in diesem Kriterium «gut».

Die Schulter steht bei einem durchschnittlich grossen Mann etwa sechs Zentimeter weiter vor als das Becken. So viel müsste auch die Matratze nachgeben können, damit die Wirbelsäule in Seitenlage gerade ruht. Dünne Matratzen stossen deshalb vor allem bei Männern schnell an ihre Grenzen.

Straffe Bezüge und bunter Inhalt

Ein zu fester, zu straff gespannter Bezug macht die Matratze härter, als sie eigentlich ist, denn der Bezug vermindert ihre Elastizität. Dieser negative Effekt lässt sich bei Ikea und Pfister messen.

Beim Blick unter den Bezug werden häufig Matratzen-Konstruktionen mit Hohlräumen, Schichten in unterschiedlichen Farben und Einsätzen sichtbar. Diese optisch auffallenden Raffinessen sind jedoch oft ein wirkungsloser Verkaufsgag, wie Messungen belegen.

Geeignet für jedes Körpergewicht

Sechs der zehn Matratzen eignen sich für ein Körpergewicht von 45 bis 95 Kilo, neben Happy, Bico, Panther, Riposa sind das auch die beiden Preis-Leistungssieger Ergomaxx und Ikea.

Zwei Matratzen sind für mittelschwere und schwere Schläfer gut, für kleine, leichte Personen aber nur eingeschränkt geeignet. Drei der getesteten Matratzen sind für keine «Gewichtsklasse» ideal (Pfister, Robusta und Celesta).

Um den verschiedenen Käufern gerecht zu werden, bieten einige Hersteller Matratzen in unterschiedlich harten Varianten an. Ärgerlich ist jedoch, dass Klassifizierungen wie «soft», «medium» oder «hard» keinem einheitlichen Schema folgen. Da gibt es nur eins: sorgfältig ausprobieren.

Körper und Schlafgewohnheiten entscheidend

Die optimale Matratze muss passen: zum Körper und zu den Schlafgewohnheiten. Da lohnt sich ein ausführliches Probeliegen und die Beratung durch eine vertrauenswürdige Fachperson.

So wurde getestet

Lebensdauer: Die TÜV Rheinland LGA Products GmbH in Nürnberg simulierte einen Gebrauch von acht bis zehn Jahren: eine 140 kg schwere Walze rollte 60 000 Mal über jede Matratze (ohne Bezug). Anschliessend liessen sich die Veränderungen der Matratzenhöhe und –härte sowie die verbliebene Stärke der Federung messen.
Ergonomie: Das Ergonomie Institut München (EIM) mass mit Hilfe eines Testdummies, dessen Körperteile ein realistisches Gewicht aufweisen, die Körperzonenstützung (ob der Körper von der Matratze in Rückenlage so gestützt wird, dass die Wirbelsäule in der natürlichen Form ruht) und die Schulterzonenwirkung (ob die Schulterpartie in Seitenlage tief genug einsinken kann.)
Punkt-Elastizität: Die Matratze soll sich kleinen Körperteilen wie Kopf und Fersen anpassen.
Biege-Elastitizät: Die Matratze soll sich der Kontur der Wirbelsäule und dem Lattenrost anpassen.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Meister Urs , Laupersdorf
    Ich habe ständig Rückenschmerzen und erwache am Morger wie "gerädert". Nun wurde mir die Matratze mit Lattenrost von Petuma für Fr. 4500.- angeboten. Frage: Hat jemand Erfahrung mit Petuma Matratzen?
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  • Kommentar von Anita Mannhart , St. Gallen
    War soeben an der Olma wegen einer Matratze. Bin schon sehr erstaunt über das Innenleben der meisten Matratzen, einfache Liegen gibt es gar nicht. Ich denke nicht das man all den Schnick-Schnack braucht, der da angeboten wird. Sieht zwar schön aus, all die verschiedenen Farben, eingebauten Kunststoffgelenke tief im Innern, Hohlräumen und Kanälen und weiss der Geier was sonst noch.
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  • Kommentar von Peter Greiner , Winterthur
    Der Test hilft bei der ersten Auswahl aber leider fehlen mir die Latexmatratzen. Diese schneiden beim letzten grossen Test der Stiftung Warentest besonders gut ab. Ein Vergleich wäre hilfreich. Leider kann ich mich dem positiven Urteil der Bico Isabelle Moon Matratze nicht anschließen. Mir war sie klar zu weich und sie ist schon sehr teuer (1800 Franken bei 160*200cm). Meine neue Matratze von Bruno (brunobett.de) ist für mich besser geeignet. Auch beim Preis kommt sie mir realitstischer vor.
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    1. Antwort von C. Meier , Luzern
      Hallo Frau Greiner Wie ist denn die Brunomatratze genau? Wie verlief der Versand in die Schweiz? Mussten Sie irgendwelche zusätzliche Kosten bezahlen?
    2. Antwort von Peter Greiner , Winterthur
      Hallo Frau / Herr Meier, zu Ihrer Frage: Der Versand in die Schweiz war unproblematisch. Es dauerte wohl ein paar Tage länger (4 waren es bei mir) bis die Bruno bei mir war, aber sie wird gerollt geliefert und ist in einer großen Kartonage. Es gibt Versandkosten in die Schweiz, die halten sich aber noch im Rahmen (ca. 35 CHF).
    3. Antwort von Reto Marty , Zürich
      Hallo Herr Greiner, leider scheint es bei der Bruno Matratze eine sehr lange Wartezeit zu geben - schade. Bzgl. Lieferung in die Schweiz: Sind noch Zollgebühren (oder weitere Gebühren) be der Lieferung angefallen?
    4. Antwort von C. Meier , Luzern
      Vielen Dank für Ihre Antwort. Das würde mich ebenfalls noch interessieren. Wieviel Zollgebühren etc. mussten Sie noch bezahlen (ausser die Versandkosten von EUR 30.-)? Bin gerade noch am Überlegen, ob ich sie an eine deutsche Lieferadresse schicken lassen soll oder gleich in die CH.
    5. Antwort von Rüdiger H. , Zürich
      Ich habe mir die Bruno nach 10-wöchiger Wartezeit in die Schweiz liefern lassen. Die Lieferung dauerte bei mir über eine Woche mit der Schweizer Post (Schneckenpost) und es kamen noch ca. CHF 100.- Aufpreis für die Verzollung hinzu.
    6. Antwort von Albert Müller , Herrliberg
      Ich wäre bei der Bruno-Matratze sehr vorsichtig. Offenbar wird diese im Netz künstlich gepusht, mit dubsiosen Methoden. Vgl. die scharfsinnigen Bemerkungen auf folgender Homepage: http://www.mydealz.de/diverses/erfahrungen-mit-matratze-von-brunobett-485538?page=2#comments Ich kann es nicht abschliessend beurteilen, aber es tönt sehr unlauter.