Drachen im Test: Einige Modelle stürzen ab

Drachenfliegen ist seine Passion: Der Schweizer René Maier holte sich 2006 in China den Weltmeistertitel in der Kategorie Einleiner-Drachen. In Potsdam testet der Weltmeister mit vier weiteren Experten für «Kassensturz» die meistverkauften Drachen der Schweiz

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Drachen im Test: Einige Modelle stürzen ab

7:47 min, aus Kassensturz vom 6.10.2009

Auf dem Prüfstand: 8 Einleiner-Drachen verschiedenster Preisklassen von 6 bis knapp 50 Franken. Sie sind im Detailhandel und in grösseren Fachgeschäften zu haben. Erstes Testkriterium ist der Zusammenbau.

Die Jury benotet die Verständlichkeit der Bedienungsanleitung. René Maier: «Es gibt Drachen, die kann man aus der Tüte nehmen und gleich damit fliegen gehen.» Bei anderen Modellen würden Bedienungsanleitung und Drache nicht zusammenpassen.

Weitere Testkriterien: die Verarbeitung, die Stabilität und natürlich die Flugeigenschaften. Die Jury begutachtet zum Beispiel, wie schnell die Drachen steigen.

In der Gesamtwertung haben drei Drachen «ungenügend» abgeschlossen – am schlechtesten «Diamant Classic»: Schlechte Materialverarbeitung und hohes Gewicht führen zu Note 2,6. Verkäufer Amsler Spielwaren sagt,

«Diamant Classic» sei einer von vielen Drachen im Sortiment. Er werde gut verkauft, niemand habe reklamiert. Trotzdem will Amsler Spielwaren die Erkenntnisse des Tests seinem Lieferanten weiterleiten.

Auf Rang 7 «Winnie the Pooh»: Wegen seinem Plastiksegel und den unstabilen Flugeigenschaften gibt es Note 2,9. Migros schreibt dazu, dass sie jedes Jahr Tausende dieser günstigen Drachen verkaufe und bisher keine Reklamationen erhalten habe.

Ebenfalls «ungenügend» ist «Karlchen». Er braucht sehr viel Wind zum Steigen und die Farbe bröselt: Note 3,9. Verkäufer Drachennest betont: Wegen seiner kleinen Masse könne man das stablose «Karlchen» überall bequem mitnehmen.

Testsieger ist «Delta Charly» von der Spielkiste in Liestal. Der teuerste Drache im Test erhält Note 5,0.