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28.01.14: Elektrozahnbürsten-Test: Gute Ergebnisse ab 40 Franken
Aus Kassensturz vom 28.01.2014.
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Kassensturz-Tests Gute Elektro-Zahnbürsten gibt's ab 40 Franken

Elektrische Zahnbürsten reinigen effektiv und schonend, versprechen die Hersteller. «Kassensturz» hat zehn Modelle im Labor testen lassen: Wie gut entfernen sie den Zahnbelag? Wie gut ist die Handhabung? Und: welche braucht am wenigsten Strom? Fazit: Gute Geräte gibt es schon ab 40 Franken.

Schall-Zahnbürsten, «sonic», «Ultraschall», «rotierend»: Die Bezeichnungen elektrischer Zahnbürsten sind unübersichtlich. Welche bieten die beste Reinigungsleistung? «Kassensturz» hat zusammen mit der Zeitschrift «Mieux Choisir», zehn Elektro-Zahnbürsten getestet.

Acht Modelle davon gehören zur Gruppe der Sonic- oder Schall-Zahnbürsten: Deren Bürstenkopf vibriert zum Teil mit extrem schnellen Bewegungen, je nach Modell 15'000 bis 84 Millionen Mal pro Minute.

Saubere Zähne? Enorme Unterschiede

Zwei Modelle «oszillieren», das heisst, der Bürstenkopf schrubbt über den Zahn – beim einen Modell in einer rotierenden, beim anderen in einer vertikalen Bewegung, dazu schwingt der obere Teil des Bürstenkopfs.

Das Labor Ipi im süddeutschen Stuttgart hat die Reinigungsleistung der elektrischen Zahnbürsten getestet, aber auch die Kriterien Handlichkeit, Energieeffizienz und Qualität der Borsten. Die Unterschiede sind beträchtlich, und ausgerechnet im wichtigsten Kriterium Reinigungsleistung gehen die Schulnoten von 1,9 bis 6.

Schwächste Reinigung bei Emmi-Dent und Trisa

Am schlechtesten schneidet das Modell Emmi-Dent 6 ab – bedingt vor allem durch die Putzleistung als auch durch die Handlichkeit: Testpersonen bemängelten unter anderem die lange Putz-Zeit: Folgt man der Anleitung des Herstellers, putzt man die Zähne bis zu acht Minuten lang.

Der CEO von Emmi Ultrasonic, Peer Blumenschein, schreibt «Kassensturz», die Wirkung dieser Ultraschall-Zahnbürste zeige sich erst bei längerer, regelmässiger Anwendung. Seine Zahnbürste sei nicht mit normalen Elektro-Zahnbürsten vergleichbar und könne nicht mit dem normalen Prüfprogramm getestet werden.

Ähnlich unbefriedigend wie Emmi-Dent, aber wenigstens 100 Franken günstiger ist Trisa Sonic Power. Die Putzleistung ist extrem schwach, immerhin hat sich die Bürste die beste Bewertung im Punkt Borstenbewertung geholt – was einer schonenden Behandlung von Zahnhälsen und Zahnfleisch gleichkommt.

Trisa führt das schlechte Reinigungsergebnis darauf zurück, dass die Zahnbürste im Test nicht mit den vorgesehenen Putzbewegungen angewendet worden sei: «Wir empfehlen dieselbe Reinigungssystematik, wie sie bei manuellen Zahnbürsten üblich ist.»

Migros verspricht tieferen Standby-Verbrauch

Auch die Elektrozahnbürste von Candida schneidet mit einem ungenügenden Gesamturteil ab. Sie ist zwar relativ handlich, putzt nicht gut und frisst aber am meisten Strom. Zum zu hohen Standby-Verbrauch schreibt Migros «Kassensturz», dieser solle in den kommenden Monaten «deutlich gesenkt» werden.

Im Mittelfeld findet sich unter anderen der Liebling der Testpersonen: Sie mochten Sonic Vibration Toothbrush von Panasonic am besten, die aber wegen schlechter Borsten und mangelnder Robustheit (kaputt nach Fall-Test) nur das Gesamturteil «genügend» erhält.

Oral-B klarer Testsieger

Unter den «guten» Zahnbürsten befindet sich die teuerste Zahnbürste im Test. Philips Sonicare Diamond überzeugte zwar in vielen Testkriterien, die mangelhafte Qualität der Borsten dürfte aber keine Wohltat für das Zahnfleisch sein.

Philips Sonicare Easy hat den längsten Atem: Über 100 Mal kann man einer Akku-Ladung die Zähne putzen. Die einzige rotierende Zahnbürste im Test, Oral-B Vitality, schneidet insgesamt gut ab, ist aber etwas laut. Sie ist dank des günstigen Preises (Fr. 39.95) der Preis-Leistungs-Sieger.

Die beste Zahnbürste im Test kommt vom gleichen Hersteller: Oral-B Trizone 1000 hat die beste Reinigungsleistung mit ihrem schwingend-wischenden Bürstenkopf. Preislich liegt sie im oberen Mittelfeld – sie kostet rund 100 Franken.

Es gibt also grosse Preis-Unterschiede, die nicht unbedingt eine bessere Leistung der Zahnbürste wiederspiegeln. Wichtig ist, dass auch elektrische Zahnbürsten richtig im Mund bewegt werden. Dabei gibt es keine einheitliche Empfehlung. Es lohnt sich also in jedem Fall, vor dem Zähneputzen einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen.

So wurde getestet

Gebiss
Legende: Der Zahnbelag wurde blau eingefärbt. SRF

«Kassensturz» und Schweizer Konsumentenzeitschrift «Mieux Choisir», der Zeitschrift des welschen Konsumenten-verbandes FRC, haben zehn Elektro-Zahnbürsten im Testlabor Ipi in Stuttgart prüfen lassen. 18 Testpersonen nahmen teil. Wichtigstes Kriterium war die Putz-Effizienz. Dafür wurden die Zähne der Versuchsteilnehmer vor und nach dem Zähneputzen mit einer Flüssigkeit eingefärbt. Geputzt wurde nach Anleitung der Hersteller. Vor und nach dem Zähneputzen beurteilte ein Zahnarzt den Zahnbelag, anhand der Differenz wurde die Reinigungsleistung errechnet. Die Testpersonen beurteilten zudem einzeln jede Bürste in Bezug auf ihre Handlichkeit. Zu diesem subjektiven Urteil kam das Urteil einer Labor-Expertin. In verschiedenen technischen Tests wurden zudem die Akku-Laufzeit und der Stromverbrauch getestet. Auch die Abrundung der einzelnen Borsten wurde von einem Test-Ingenieur unter dem Mikroskop untersucht: Scharfkantige Borsten können Zahnfleisch und Zahnhälse verletzen.

Wie man richtig putzt

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Wie man richtig putzt

Ob manuell, mit oszilierender oder Schall-Zahnbürste: Zähneputzen will gelernt sein. Je nach Bürste ist eine andere Technik gefragt. Zum Artikel

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Boller  (BOER)
    Ich war mit einer Philips Sonicare sehr zufrieden, bis sie 2 Wochen nach Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgab. Die Firma, die für Philips die Garantie abwickelt konnte/wollte nicht einmal eine Reparatur gegen Verrechnung anbieten. Die Sonicare konnte nur noch entsorgt werden.
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  • Kommentar von Daria Pante  (panda morgenstern)
    Die Philips Sonicare ist ok. Was nicht ok ist, ist dass wir das Mundpflegeset nur einmal erhalten haben, obwohl wir zwei Zahnbürsten gekauft haben. Wir werden schon seit drei Monaten mit dem zweiten Set hingehalten. Letztmals gestern, als sie den Fall zum dritten mal ihrem Kundendienst zur Abklärung weitergeleitet haben. Philips hält nie was es verspricht.
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  • Kommentar von Markus Gehrig , Fehraltorf
    Können wir mal klarstellen was Schall und was Ultraschall ist. Schall ist im hörbaren Frequenzbereich zwischen 20 Hz und 20'000 Hz (je nach def. 16 kHz). 1Hz = 1Schwingung/Sekunde. Ultraschall ist oberhalb des hörbaren Schalles, ab 16 bis 20 kHz zu verstehen. Angaben in Minuten sind irreführend. Hersteller oder Internetseiten die Ultraschallzahnbürsten mit 30'000 Schwingungen/Min als Ultraschallzahnbürsten anpreisen, die werben unlauter, denn 30000/60 ergibt 500 Schwingungen/Sekunde, also 500Hz
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