Schneeketten im Härtetest

Gute Schneeketten müssen nicht teuer sein. Das zeigt der jüngste Test des Touring Club Schweiz.

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Schneeketten im Härtetest

3:12 min, aus Kassensturz vom 23.11.2004

Sind die Strassen schneebedeckt, geraten Autofahrerinnen und Autofahrer leicht ins Rutschen. Bei Schneegestöber am Berg ist jedes Vorankommen trotz Winterreifen eine Herausforderung. Kommt das Auto gar nicht mehr vom Fleck, helfen nur noch Schneeketten.

Der TCS hat einige getestet. Günstig und vor allem für Autos mit Vorderradantrieb geeeignet sind sogenannte Seilketten. Weil der Radkasten der Vorderräder relativ viel Platz bietet, sind sie auch leicht montierbar. Folgende fünf Seilketten-Modelle beurteilt der TCS als «empfehlenswert»:

  • «Brenta-C» von Bewag für 105 Franken
  • «Fly» von König für 110 Franken
  • «Easy» von Milz für 138 Franken
  • «Speedspur Maxi» von Ottinger für 189 Franken
  • «Sportmatik» von Pewag für 210 Franken.

Am einfachsten zu handhaben sind teure Schnellmontageketten. Ihr Preis-Leistungsverhältnis ist jedoch mangelhaft. Der TCS stufte alle drei getesteten Schnellmontageketten als «nicht empfehlenswert» ein.

Denn über längere Strecken taugen sie nicht. Sie versagen insbesondere beim Bremsen, und sie halten die Spur nur schlecht.

Ebenfalls getestet wurde der sogenannte Autosock: Man stülpt ihn wie eine Haube über den Pneu. Er ist laut TCS jedoch überhaupt nicht empfehlenswert: «Der Autosock ist eine Anfahrhilfe und nicht besser als ein Winterpneu», sagt André Staudenmann vom TCS.

Fazit des Tests: Gute Schneeketten müssen nicht teuer sein. Gute Modelle findet man im Fachhandel für etwas über hundert Franken.