In einer idealen Welt müsste man nur eine einzige Softshelljacke kaufen. Sie würde einen dann zuverlässig gegen starken Regen schützen, sie wäre aber auch bequem zu tragen, winddicht, robust und auch bei starker sportlicher Betätigung optimal atmungsaktiv.
Doch diese Jacke gibt es nicht. «Ich sollte schon entscheiden: Trage ich meine Softshelljacke eher im Alltag, oder nutze ich sie für sportliche Aktivitäten?»
Das sagt Bianca Wölfling, Bereichsleiterin Performance, nach dem Labortest im Schloss Hohenstein bei Stuttgart. Dort liessen das Konsumentenmagazin «Saldo» und «Kassensturz» zehn beliebte Softshelljacken aus Fachgeschäften und Onlineshops auf Regendichtigkeit, Atmungsaktivität und Robustheit testen.
-
Bild 1 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 2 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 3 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 4 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 5 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 6 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 7 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 8 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 9 von 10. Bildquelle: SRF.
-
Bild 10 von 10. Bildquelle: SRF.
Die Preisspanne: zwischen 69.90 und 260 Franken. Gefragt waren also die Allrounder-Qualitäten. Denn Softshelljacken werden sehr breit eingesetzt: vom kurzen Spaziergang mit dem Hund bis hin zu Wanderungen im Gebirge. Nur zwei Jacken erreichten eine «gute» Gesamtnote.
Im Härtetest der Beregnung waren drei Modelle «ungenügend»
Der Beregnungstest wurde mit 60 Prozent am Gesamtresultat gewichtet. Bei ihm trennte sich die Spreu vom Weizen, und die Schwächen einzelner Modelle kamen klar zum Vorschein.
Softshelljacken sollten «wasserabweisend» sein, das heisst, einem leichten Regen standhalten. Im Test wurden sie 60 Minuten lang einem Landregen ausgesetzt. Das sind harte Anforderungen.
Dabei liessen die Modelle «Men’s Blaze Hooded Softshell Jacket» der Marke Helly Hansen und «Nimble» von The North Face am meisten Wasser bis zum Körper durch. Das ungenügende Resultat im Hauptkriterium führte so bei beiden Jacken zu einer ungenügenden Gesamtnote.
Helly Hansen schreibt dazu: «Softshelljacken (…) sind (…) per Definition nicht wasserdicht. Der Regenschutz ist somit nicht primäre Aufgabe dieser Produktekategorie.» The North Face hat auf eine Stellungnahme verzichtet.
Ebenfalls mit einer ungenügenden Gesamtnote hat die Ochsner-Sport-Eigenmarke 46 Nord abgeschnitten. Sie liess zwar kaum Wasser bis zur Haut durch, hat sich aber mit einer beträchtlichen Menge Wasser vollgesogen.
Zusätzlich erreichte sie bei der Atmungsaktivität nur eine ungenügende Note. Ochsner Sport schreibt, die Jacke sei ein Bestseller, die bis jetzt keine negativen Kundenreaktionen ausgelöst habe.
«Ungenügend» auch für das Modell Windhain Hoody von Jack Wolfskin. Die Jacke ist mässig wasserabweisend und ungenügend atmungsaktiv. Jack Wolfskin wollte sich nicht zum Test äussern.
Die besten im Test sind Allrounder
Die gute Nachricht: Alle getesteten Jacken brillierten beim Kriterium der Winddichtheit, und nur eine (Sport Lansing von Manor) verpasste beim Scheuertest eine genügende Note.
Auf dem Siegerpodest stehen gemeinsam mit Note 5,3 und der Bewertung «Gut» das «Ultimate Comfort SO Hooded Jacket» von Mammut (mit 260 Franken das teuerste Modell im Test) und der günstige «Move Softshell Anorak» von H&M (79.95 Franken).
Das Modell von Mammut überzeugte vor allem mit einem Spitzenresultat bei der Wasserabweisung, und der Testsieger von H&M schafft den Spagat zwischen Wasserabweisung und Atmungsaktivität am besten. Ausserdem sind beide Modelle ausgesprochen robust.