Blutdruckmessgeräte-Test: Oberarm oder Handgelenk?

Im «ETM Testmagazin» wurden insgesamt 16 Oberarm- und Handgelenk-Blutdruckmessgeräte miteinander verglichen. Die beiden Preis-/Leistungssieger stellen sich als echtes Schnäppchen heraus und liefern erst noch sehr genaue Messwerte.

Anzeige eines Blutdruckmessgeräts. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die heutigen Messgeräte liefern zuverlässige Ergebnisse. Colourbox

Zu hoher Blutdruck kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Heikel dabei ist: Oft sind die Symptome kaum erkennbar. Für gewisse Risikogruppen macht es daher durchaus Sinn, den Blutdruck regelmässig zu überprüfen (Mehr Informationen dazu finden Sie in der Linkbox «Mehr zum Thema»). In der Arztpraxis geschieht dies meist am Oberarm. Die regelmässige Kontrolle Zuhause kann aber ohne weiteres auch mit einem Handgelenk-Gerät erfolgen.

Den Oberarm-Messgeräten wird eine höhere Messgenauigkeit nachgesagt, was jedoch vor allem daran liegt, dass bei den Handgelenk-Messgeräten häufig Fehler bei der Armhaltung gemacht werden. Wichtig ist zum Beispiel, dass sich das Gerät während der Messung auf der Höhe des Herzens befindet.

Das deutsche «ETM Testmagazin» hat beide Geräte-Varianten einem Test unterzogen. Mit dabei waren neun Oberarm- und sieben Handgelenk-Blutdruckmessgeräte.

Testverfahren

Im Test wurden die Blutdruckmessgeräte auf folgende Kriterien überprüft:

  • Handhabung (15%): Bedienung
  • Display (10%): Übersichtlichkeit, Lesbarkeit, eindeutige Anzeigen
  • Manchette (10%): Anlegen, Komfort, Umfang
  • Funktion (60%): Messgenauigkeit
  • Dokumentation (5%): Verständlichkeit, Bilder, nützliche Informationen

Fazit

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Welcher Arm ist der richtige?

Links oder rechts? Die Werte können je nach Seite unterschiedich ausfallen. Wichtig ist desahalb, stets den gleichen Arm für die Messung zu nehmen. Und zwar jenen mit den höheren Messwerten.

Die Geräte liefern zuverlässige Ergebnisse. Deshalb erstaunt es auch nicht, dass alle Kandidaten mindestens ein «Gut» in der Schlussbewertung erhielten. Bei den Zusatzfunktionen gibt es aber grosse Unterschiede. So können bei einigen Geräten zum Beispiel die Ergebnisse mittels einer App oder am PC ausgewertet werden, während andere Modelle keine speziellen Funktionen bieten.

Aufgefallen

Folgende Geräte hatten im Test die Nase vorn oder überzeugten durch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis:

Oberarm-Blutdruckmessgeräte

Testsieger: Beurer BM 85
Gesamtbewertung: 93,3 % (sehr gut)
Preis: 98.80 Franken *
Bemerkungen: Hohe Messgenauigkeit, WHO-Indikator für die genaue Einordnung der Ergebnisse, gute Kennzeichnung der Manchette, einfache Handhabung, Datenübertragung via USB oder Bluetooh.

Preis-/Leistungssieger: Sanitas SBM 21
Gesamtbewertung: 90,8 % (gut)
Preis: 32.70 Franken *
Bemerkungen: Hohe Messgenauigkeit, WHO-Indikator, Arrhytmie-Anzeige, Speicherplätze für vier Personen. Nachteil: Langsames Luftablassen teilweise unangenehm.

Handgelenk-Blutdruckmessgeräte

Testsieger: Panasonic EW-BW10
Gesamtbewertung: 93,4 % (sehr gut)
Preis: 91.90 Franken *
Bemerkungen: Hohe Messgenauigkeit, Arrhythmie-Anzeige, gute Ablesbarkeit, Bewegungssensor, guter Tragekomfort. Nachteil: Nur ein Nutzerspeicher.

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Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -sendungen im In- und Ausland.

Preis-/Leistungssieger: Sanitas SBC 21
Gesamtbewertung: 89,8 % (gut)
Preis: 22.15 Franken *
Bemerkungen: Einfaches Gerät mit genauen Messergebnissen, Arrhythmie-Anzeige, WHO-Indikator. Nachteil: Bedienelemente sind nicht eindeutig gekennzeichnet.

* Gemäss Internetrecherche auf toppreise.ch vom 20.02.2015

Quelle: «ETM Testmagazin» - Ausgabe Nr. 114 02/2015. Der vollständige Testbericht ist auf der ETM-Webseite für 2 Euro erhältlich.