Fitnesstracker: Die meisten sind nicht in Form

Die trendigen Armbänder, die Schritte zählen und den Kalorienverbrauch berechnen, sollen ihre Träger zu mehr Bewegung motivieren. Doch im aktuellen Test von «Stiftung Warentest» machen das nur zwei von zwölf Trackern wirklich gut. Der Sieger heisst klar Garmin.

Drei Fitnesstracker aufeinander gelegt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die schicken Accessoires sollen Sportmuffeln auf die Sprünge helfen. Stiftung Warentest

Ab sofort bringe ich mehr Bewegung in meinen Alltag! Diesen Vorsatz haben sich beim Jahreswechsel bestimmt viele gefasst. Und der eine oder andere wird sich nun überlegen, dafür ein technisches Hilfsmittel in Anspruch zu nehmen: den Fitnesstracker. Diese Armbänder sollen Sportmuffeln helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden und einen aktiveren Lebensstil zu pflegen. Und sie liegen voll im Trend: Gemäss «Stiftung Warentest» ergeben Marktstudien für 2015 rund 46 Millionen verkaufte Geräte weltweit.

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10'000 Schritte am Tag

Die Weltgesundheits-Organisation WHO empfiehlt Erwachsenen rund 10‘000 Schritte, um fit zu bleiben. Das soll helfen, Altersdiabetes, Herzinfarkte und andere Krankheiten zu vermeiden.

Wie gut funktionieren aber die sportlichen Accessoires? Das deutsche Konsumentenmagazin hat dies an zwölf Geräten getestet. Darunter waren sechs einfache Armbänder und sechs Modelle, die auch die Herzfrequenz messen.

Die Testkriterien:

  • Fitnessfunktionen (35%): Genauigkeit der Daten
  • Handhabung (25%): Gebrauchsanleitung, Tragekomfort, Ablesbarkeit, Bedienung, Akku/Batterie.
  • App und PC-Anwendung (20%): Installation, Vielseitigkeit
  • Haltbarkeit (15%): Falltest, Wasserbeständigkeit, Kratzfestigkeit, Temperaturempfindlichkeit
  • Schadstoffe (5%): Überprüfung der Teile, die mit der Haut in Kontakt kommen.

Vor allem Schrittzähler oft unzuverlässig

Das Fazit fällt durchwachsen aus: Zwar zählen alle Armbänder die Schritte und berechnen die Distanz sowie den Kalorienverbrauch, die Ergebnisse sind aber oft unpräzise. Da die Schritte aufgrund der Arm-Beschleunigung berechnet werden, kann zum Beispiel Staubsaugen oder Tischwischen zu Verfälschungen führen. «Stiftung Warentest» ist aber durchaus der Meinung: «Wer mehr Bewegung in seinen Alltag bringen möchte, kann von einem Fitnessarmband als Motivator profitieren.»

Und diese funktionieren am besten:

Ohne Herzfrequenzmessung:
GARMIN VIVOFIT
Qualitätsurteil: Gut (Note 2,0)*
Preis: 83 Franken **
Bemerkungen: Bestes Modell im Test. Genaue Schritt- und Distanzmessung. Individuelle Schrittlängeneingabe. Einfach zu bedienen. Ansprechend gestaltetes App und Webseite. Keine Displaybeleuchtung.

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Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Mit Herzfrequenzmessung über Brustgurt:
GARMIN VIVOSMART
Qualitätsurteil: Gut (Note 2,3)*
Preis: 139.85 Franken **
Bemerkungen: Misst Schritte und Distanzen genau, mit individueller Schrittlängeneingabe. Exakte Pulsmessung über Brustgurt. Ansprechend gestaltete App und Website. Display nicht immer gut lesbar.

Mit integrierter Herzfrequenzmessung:
SAMSUNG GEAR FIT
Qualitätsurteil: Befriedigend (Note 2,7)*
Preis: 105 Franken **
Bemerkungen: Lässt sich ohne App nutzen. Genaue Schrittzählung, ungenaue Herzfrequenzangabe. Nutzung in Verbindung mit GPS vom Galaxy-Smartphone möglich. Kürzeste Batterielaufzeit im Test.

* Deutsches Bewertungssystem (0,5 = Sehr gut, 5,5 = Mangelhaft)
** Günstigster Preis gemäss Internetrecherche vom 07.01.2016
Quelle: «Stiftung Warentest» Ausgabe Januar 2016 (Der detaillierte Test kann unter test.de kostenpflichtig heruntergeladen werden.)

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Fitness-Tracker: So genau messen sie Schritte und Kalorien

8:15 min, aus Kassensturz vom 1.4.2014