Kindervelos im Test: Zwei sind nahe am Ideal

Das Magazin «Velojournal» liess von einer Jungschar Kindervelos testen und unterzog die Drahtesel einem Technik-Check. In der Auswahl waren sieben Modelle mit 12- bis 16-Zoll-Rädern. Der Test zeigte: Beim Gewicht und der Verstellbarkeit gibt es noch einiges tun.

Ein Kind sitzt auf einem Kindervelo, darum herum liegen und stehen andere Kinderfahhräder. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grüne Felgen, laute Klingel: Bei den kleinen Testpersonen standen solche Kriterien im Vordergrund. Velojournal

Der Schnee verabschiedet sich langsam aber sicher, und schon bald können die Kleinen draussen wieder ihre Runden drehen. Umso mehr Spass macht das, wenn das Velo richtig auf die grösse des Kindes eingestellt werden kann, und wenn es sicher, stabil, aber nicht zu schwer ist. Das Magazin «Velojournal» wollte das ideale Velo für die Kleinen finden und lud acht junge Fahrer auf einen Test-Parcour ein.

Dabei wurden die Tester von ihren Eltern und von den Testredaktoren begleitet und genau beobachtet:

  • Kann das Kind damit gut bremsen?
  • Erreichen die Finger die Bremshebel?
  • Lässt sich das Velo gut steuern?
  • Kann es einfach über ein Hindernis getragen werden?
  • Zudem wurde jedes Modell in der Technik-Redaktion des «Velojournals» gewogen und vermessen.
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Tipps zum Kindervelo-Kauf:

  • Das Kind sollte vom Sattel aus mit den flachen Füssen abstehen können.
  • Auf gute Verstellbarkeit achten (längere Nutzungsdauer).
  • Richtige Einstellung: Bremshebel zu Handgrösse, niedrige Bremsbedienungskraft, Sattel- und Lenkerposition.
  • Kinder, die vorher Laufrad oder Kickboard gefahren sind, brauchen keine Stützräder. Diese sind sogar hinderlich.

Bei den sieben Testvelos handelte es sich um Modelle mit 12- bis 16-Zoll-Rädern. Solche werden den Drei- bis Fünfjährigen oft als erstes Velo gekauft. Mit dabei waren Produkte der Traditionshersteller Puky und Mustang, der Newcomer Early Rider, das Kokua, das Nunu von Simpel und das Leopard von Coop Bau & Hobby.

Fazit

Erfreulich war, dass bei allen sieben Kindervelos die Bremshebel gut erreichbar sind. Für eine einwandfreie Funktion mussten die Bremsen allerdings vor der Testfahrt richtig eingestellt werden. Weniger gut sah es bei der Verstellbarkeit aus. Dieses Kriterium ist bei einem Kindervelo sehr wichtig, wurde aber nicht von allen Modellen erfüllt.

Die besten Velos im Test

Die Testredaktoren mussten feststellen: Das perfekte Kindervelo war nicht zu finden. Zwei Modelle waren aber aus Sicht der Experten nahe dran. Dies sind:

Early Rider «Belter 16»
Preis: 439.90 Franken
Weitere Infos: TST Trading (061 985 50 85), www.earlyrider.com
Pluspunkte: Sehr leicht; wartungsarmer, sauberer Zahnriemenantrieb; coole, sportliche Optik.
Minuspunkte: Rahmenform nicht sehr kindergerecht; bei schneller Fahrt etwas unruhig; Lenkerhöhe nur minimal anpassbar.

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Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -sendungen im In- und Ausland.

Puky «ZL16»
Preis: 269.00 Franken
Weitere Infos: Diha (052 343 88 80), www.puky.ch
Pluspunkte: gute Rahmenform; robust; der grosse Verstellbereich erhöht die Nutzungsdauer. Kindergerechte Ausstattung vom Handgriff bis zum Gepäckträger; sehr beliebt bei den kleinen Testern.
Minuspunkt: Das Velo ist mit 9,3 Kilos relativ schwer.

Quelle: Velojournal Ausgabe 2015/1
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Laufräder: Nicht immer eine runde Sache

7:26 min, aus Kassensturz vom 22.3.2011